Kammermusik

Musik ist eines der wichtigsten Dinge in unserem Leben

Seit vier Jahrzehnten haben wir einen verschworenen Freundeskreis aus weltberühmten Dirigenten, herausragenden Solisten und hochkarätigen Kammermusikern geschmiedet. Wir sind stolz und glücklich, aus diesem unversiegbaren Quell immer wieder Lebensfreude und Kreativität schöpfen zu dürfen. Wenn du an diesem künstlerischen Geschehen teilhaben möchtest, dann finde deinen passenden Zugang unter Services.

In der Folge findest du eine Reihe von Musikvideos, die wir in den letzten Jahren produziert haben.

Music is one of the pillars of our lives


For four decades we have forged a circle of world-famous conductors, outstanding soloists and chamber musicians.  We’re proud and delighted to be able to tap this inexhaustible source of creativity and joy of life. If you’d like to join in to these artistic endeavours, then find the appropriate entry under Services.

Below you will find a series of music videos that we have produced in recent years.

Édua Zádory - in balance

Die ungarische Künstlerin im Spannungsfeld zwischen Musik und Malerei.

A-Dur

Das Wiener KammerOrchester unter Stefan Vladar spielt Beethovens 7. Sinfonie

Souvenirs for Philippe

Ein Geburtstagsgeschenk für den französischen Starpianisten Philippe Entremont.

Gateway to India

Das Wiener KammerOrchester in Indien 2009

Die sieben letzten Worte

Das Wiener KammerOrchester in der Stiftskirche Neuberg an der Mürz

Uto Ughi

Der italienische Stargeiger spielt Louis Spohr mit dem Wiener KammerOrchester

Autumn leaves

Musik und Spaß mit Kindern

Josef Bulva

Leben und Philosophie eines „tschechischen Staatskünstlers“

Kammermusik eröffnet eine Welt, die in ihrer Faszination und Komplexität kaum zu übertreffen ist ...

Für langjährige Kletterpartner ist das Seil mehr als ein Sicherungsmittel, das vor dem Absturz bewahren soll. Es bildet eine Nabelschnur, welche herkömmliche Seilkommandos überflüssig macht, einen Nervenstrang, durch die sich sogar Empfindungen auf den anderen übertragen. In der Kammermusik, etwa im Streichquartett, erlebt man nach längerem gemeinsamen Musizieren ähnliche Phänomene. In einem unsichtbaren Ring, der die Ausführenden kurzzuschließen scheint, erwachen gruppendynamische Prozesse, welche über die notwendigen technischen und musikalischen Fertigkeiten zu einer weiteren Ebene führen. So werden etwa an sich unvorhersehbare Änderungen in Lautstärke oder Tempo von den anderen wie mittels Radar in kaum messbarer Zeit wahrgenommen und - für Zuhörer unmerkbar - angepasst.
Das dynamische Spiel mit Konzentration, Reaktionsfähigkeit und handwerklichem Geschick, eingebettet in jene schwer beschreibbare Atmosphäre von Voraussicht und Vertrauen, erzeugt einen Kosmos, der in seiner Vielschichtigkeit und Faszination kaum zu überbieten ist.

Chamber music opens up a world that can hardly be surpassed in its fascination and complexity ...


For people who have rockclimbed together for years, the rope is more than a safety device to prevent falls.  It’s a kind of umbilical cord that makes the usual climbing calls unnecessary:  sensations can even be transmitted through it from one to the other.  In chamber music, for example in the string quartet, after many years of making music together, one encounters a similar phenomenon.  Within an invisible ring, which seems to bind the performers together, a process of group dynamics awakes which transcends the necessary technical and musical skills.  Unpredictable changes in volume and tempo by one member, for instance, are perceived by the others through a kind of radar and they adjust within a barely measurable time - imperceptible to the listener.
The constant interplay of concentration, reflex and manual dexterity, embedded in that atmosphere of foresight and trust, so difficult to describe, creates a cosmos that can hardly be surpassed in its complexity and fascination.

Ein Streichinstrument zu erlernen bedeutet, sich auf das komplexeste aller Kunsthandwerke einzulassen ...

Der Unterricht beginnt in der Regel im frühen Kindesalter. Hat man die Geige oder das Cello als Berufsziel vor Augen, so ist tägliches stundenlanges Üben im Normalfall obligat. Greift ein Kind nicht von selbst zum Instrument und betreibt es als Hobby, wie andere etwa Fußball spielen oder Briefmarken sammeln, so kann es leicht zur Quälerei ausarten. Die Anforderungen an Kopf und Motorik sind hoch, der psychische Druck, etwa an Vorspielabenden, kann enorm sein. An der Universität sind für Orchestermusiker und Solisten in der Folge 16 Semester vorgesehen.

Nach aufwendigen Lehrjahren betritt man leise eine neue Welt. Das schulische Korsett löst sich, zu den von seinen Lehrern übernommenen Erfahrungen mischen sich eigene emotionale Aussagen. Es entsteht ein persönlicher Stil, der bis zum Lebensende ständigem Wandel unterworfen ist.

Musiker zu sein gilt als Traumberuf, Routine kann aber auch in der Musik den Tod der Kreativität bedeuten. Mit klassischer Musik lassen sich keine Geschäfte machen; der enorme Marktwert weniger Stars bildet eine Ausnahme. In unseren „Kulturländern“ werden von Jahr zu Jahr öffentliche Subventionen gestrichen, private Sponsoren zu finden ist schwierig, klassische Musik ist eben nicht Fußball oder Pop. Hingegen steigt die Zahl hoch qualifizierter Musiker, die meisten von ihnen sehen sich auf dem freien Markt einem verschärften Honorardumping ausgesetzt. Um sich über Wasser halten zu können, sehen sie sich gezwungen, rund um die Uhr zu arbeiten, oft unter jämmerlichen Dirigenten als Touristenattraktion in Perücken. Solche Arbeitsumstände vertragen sich weder mit der ungeheuer aufwendigen Ausbildung noch mit den Inhalten, die es dem Publikum zu vermitteln gilt. In der Folge sinkt meist das künstlerische Niveau, Begeisterung und Idealismus erlahmen, die Gesichter bei den Proben ähneln denen von Kindern, die man wider ihren Willen zu einer Weitwanderung genötigt hat. Dabei könnte der Musikerberuf tatsächlich ein Traumberuf sein ...
Manche haben in ihrer Jugend mit diesem Beruf geliebäugelt, aber letztendlich doch einen anderen ergriffen - vielleicht eine weise Entscheidung. Keinesfalls aber sind die langen Ausbildungsjahre als leere Kilometer zu sehen - in jedem Fall ist der Grundstein für eines der faszinierendsten Hobbys gelegt.

Wie viele Sprachen du sprichst, sovielmal Mensch bist du. (Karl V.)

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