nature-classic

Predigtstuhl, 2543 m

Begehrte Felskanzel über den Wiegenseen.

Schladminger Tauern, Krakauebene, Steiermark. Aufstieg 700 Hm.

P Rantensee, 9 km nnw. Moos/Krakauhintermühlen, zwischen Tamsweg und Murau; im Sommer Tälerbus, ansonsten gegen geringe Gebühr Schlüssel bei Fam. Schitter (Ebenhandl), Krakauebene 24 (Tel.: 03535/8632 oder 0664/6458353) - Wiegenkar - SW-Flanke und SW-Grat, markierter Steig, im Gipfelbereich Sicherungen, A und 1).

ÜbersichtKartebevor wir losstarten gibt's heute gleich vier Ansichten von unserem Gipfel: aus OSO vom Edelfeld jenseits des Hubenbauertörls, ...... vom markierten Höhenweg zwischen Hubenbauertörl und Hinterkarscharte (von SO)vom Gipfel des Kircheleck (von SSO)und aus S vom Alpleck; die Pfeile markieren den Normalweg

Von den Wölzer Tauern bis zum Großglockner reicht die Sicht von diesem steilen Zacken inmitten unzähliger, einsamer Gratschneiden. In den Monaten Juli und August kann es am Gipfelkreuz ganz schön eng werden: Der Tälerbus bringt die Gäste bis knapp vors Ufer des Rantensees, es verbleiben also gar nicht mehr so viele Höhenmeter bis auf den Gipfel eines wichtigen Tauernberges. Ab September wird es dann um den Predigtstuhl wieder ruhig, die meisten scheuen den langen Rantengraben, nur wenige wissen um den Schlüssel bei Fam. Schitter. In dieser märchenhaften Seenlandschaft wechseln die Farben von Etage zu Etage - Heidel- und Preiselbeeren in Hülle und Fülle, vom weichen Moospolster bis zum kantigen Griff finden wir alles, was uns in die Berge zieht.

einige der Almhütten im Rantental sind zu mieten - ein herrliches Basislager für unterschiedlichste Unternehmungen; in Bildmitte das Wiegeneck, halb rechts das Alpleckgleich oberhalb des Rantensees ein weiteres lohnendes Gipfelziel am Tauernhauptkamm - die Knarrnspitze über dem Rantentörldie beiden Seen des verträumten Wiegenkares; in Bildmitte die SW-Schulter, das schwarze Felsriff rechts hinten der Hauptgipfel des Predigtstuhldie Wiegenseen gegen SW ...... und von etwas höher oben, aus der SW-Schulter-Flanke; links der Preber, rechts Roteck und Gr. Barbaraspitzedie SW-Schulter mit ihren scharfen Zacken ist erreicht; Blick nach W zum Wiegenecküber der Schulter, am Fuß des Steilaufbaus zum Vorgipfel, wechseln wir in die Nordseite; für den Fall, dass die schmalen Bänder hinüber in die Scharte vereist sind, findet sich hier sogar eine BohrhakenlascheRückblick nach WSW, die schneebedeckten 3000er der östl. Hohen Tauern schieben sich ins BildBlick nach N ins Hüttkar, durch welches ein Steig aus dem Kleinsölktal zum Gipfel führt; darüber Hochwildstelle und Dachsteinin der Trennscharte zwischen Vor- und Hauptgipfel ist Ulli zu erkennen; kurz  unterhalb der Scharte beginnen die Drahtseilversicherungen, ...... welche diagonal durch die helle Platte emporziehenam schneidigen GipfelgratGipfelkreuz gegen O; die kleine Pyramide links von Ulli ist das SüßleiteckGipfelblick nach NWim W ist hinter dem Kasereck der Großglockner zu erkennen„und das Kind hüpfte vor Freude in ihrem Bauche“

Spätestens beim Abstieg werden neue Wünsche erwachen - etwa eine variantenreiche Kombination aus Höhenwegen und Gratkraxeleien über den Hauptkamm zwischen Hubenbauertörl und Prebertörl oder der etwas anspruchsvollere Nordgrat der Windschnurspitze.
(10.10.2010)

Literatur: Holl: Alpenvereinsführer Niedere Tauern. München: Rother.

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