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Zunig, 2776 m - Überschreitung

Vier Gipfel und viele Seen im östlichen Lasörlingkamm.

Venedigergruppe, Lasörlingkamm, Matrei, Osttirol. Aufstieg 1900-2100 Hm.

P Guggenberg, 3 km sw. über Matrei in Osttirol - Arnitzalm - Arnitzwiesen bis gut 100 Hm unterm Törl - W-Rampe auf den höchsten Punkt des Lämperer - Arnitzsee - Rottörl - Querung der Zunig SO-Wand - NO-Grat auf den Gr. Zunig - Ü (Zunigtörl) Kl. Zunig - NW-Flanke zum Zunigsee - O-Flanke aufs Ganitzle - NW-Kamm/W-Flanke zur Arnitzalm - P.
Durchwegs markierte Steige, die Überschreitung des Rottörl ist in der AMap 5.0 noch nicht dargestellt, hier und in der darauf folgenden SO-Wand-Querung ausreichend Drahtseilsicherungen.

ÜbersichtKartedie Überschreitung im ReliefZunig v. NO (Rotenkogel, südl. Granatspitzgruppe); ganz links der Deferegger Riegel, rechts der Torkogel, das vorgelagerte Trapez ist der Kl. ZunigKl. und Gr. Zunig v.N, vom Lampeterhof 250 Hm oberhalb von Matrei ...... und von WSW, von der Lämperer Westrampe über dem Arnitzkar

Die beherrschende Felsgestalt des Gr. Zunig wird von Kennern für einen der besten Aussichtsberge rund um Matrei gehalten. In Bezug auf die Gipfelform ist er, vom Tal aus betrachtet, einer von vielen, von SW jedoch, von der kleinen, verborgenen Seenhochfläche hinter dem Lämperer, erscheint er absolut unnahbar und erinnert in seiner Wildheit an den Habicht oder gar den Mt. Assiniboine in den kanadischen Rockies. Und genau diese krassen Gegensätze auf engstem Raum - die intime Sanftheit um den Zunigsee, gepaart mit den bizarren Riesenformen aus metamorphen Gesteinen - machen diese ausgedehnte Runde zu etwas Besonderem - zur ultimativen Schnuppertour im Lasörlingkamm. Die vielen Höhenmeter lassen sich durch Direktabstieg vom Zunigtörl und Verzicht aufs Ganitzle leicht verringern, allein der Normalaufstieg von N über die Zunigalm zeigt nicht einmal die halbe Wahrheit ...

Arnitzalm gegen S, zum Talschluss der ArnitzwiesenVolkskunst an einer Hüttenwandim N der Frosnitzkamm, die nördl. Begrenzung des äußeren Virgentales, vom Eichham (links) bis zum Ochsenbug - allesamt wilde Felsberge, sehr selten erstiegen wegen der teils schwierigen Kletterei bei großen Höhenunterschiedenauf den Arnitzwiesen wird Ulli von den ersten Sonnenstrahlen berührt; hinter dem zentralen Felsmassiv des Lämperer versteckt sich quasi in Gipfelhöhe das Seenplateau um den Zunigsee, welches wir von rechts erreichen werdenbeim Anstieg im hinteren Arnitzkar treffen wir auf die ersten Neuschneefelder; dominierend der Gr. Zunig, links hinten der Großglocknervom Hochwinter des Lämperer-Schattens auf die frühlingshafte Westrampeauf der Höhe der Lämpererfelsen, 700 Hm über der Alm; gleich rechts unterhalb ...... der Arnitzsee am Fuß des Deferegger RiegelRonja ist super drauf, kein Wunder bei fünf tollen Touren hintereinanderArnitzsee gegen SW, die kleine Kuppe links der Mitte ist der Stanzling im Lasörling-Hauptkammberauschende Ästhetik auf der Seenplatte; unser nächstes Ziel - das Rottörl in Bildmitteein schmaler, teils versicherter Steig leitet in die Schartejenseits im O über den Tälern von Isel und  Kalser Bach die Schobergruppehier beginnt die große Aufwärtsquerung durch die SO-Flanke des Gr. Zunigbei der Querung wechseln schmale Bänder ...... mit steil abbrechenden Rasenkanzeln; Blick durchs Rottörl nach SW auf den Hauptkamm zwischen Deferegger Riegel und Kreuzberg (rechts)im NO der Rotenkogel (Granatspitzgruppe)über den oberen NO-Grat erreichen wir in Kürze das Gipfelkreuz am Gr. Zunigder markante Gipfel gilt unter Kennern als einer der besten Aussichtsberge Osttirols; im NO Glockner (links) und Schobergruppedie Rast ist verdient, für Ronja gibt's viel zu entdecken, und auch die Großen haben lange zu tun mit dem umfassenden Gipfelpanorama ...im SO das Iseltal mit den Lienzer Dolomitenim O die Schobergruppeim NO trennt der Rotenkogel die Schober- von der Glocknergruppeden Blick nach N präsentieren wir euch weiter unten vom Kl. Zunig; hier nach NW übers Virgentalwnw. reicht die Gipfelkette vom Panargenkamm (links) bis zum Talschluss des Virgentalesim W der erste Teil unseres Anstieges bis zum höchsten Berg der Rieserfernergruppeim SW die bezaubernde Landschaft um den Arnitzsee mit den Villgratner Bergen (Deferegger Alpen)am Übergang zum Kl. Zunig, etwas oberhalb der Zunigschartehier der versprochene Ausblick nach N; durch den Hochgasser (beliebter Schiberg, s. Archiv Schitouren) verläuft der Felbertauerntunnellinks anschließend (NNW) der Frosnitzkamm, der uns schon zu Beginn in seinen Bann gezogen hat; über dem Ort der Zedlacher Urwald mit 600 Jahre alten Lärchender Frosnitzkamm ist so unberührt, dass selbst in der neuen AMap 0.5 noch Irrtümer in der Namensgebung bestehen: Der knapp über 3000 m hohe Hintere Misenok wird dort noch immer als Bretterspitze geführt, die ist in Wahrheit 300 Hm darunter - die kleine Rasenspitze genau in BildmitteRückblick vom letzten Anstieg des Tages: Kl. Zunig, Zunigtörl und -seeUlli am Ganitzle, dahinter Nordgrat und Nordwand des Gr. Zuniguralte Almhütte an der Waldgrenze; Blick gegen WNW; so viele Ziele ...

Gleichsam die Fortsetzungstour, den langen Grat auf den Lasörling, haben wir dann im nächsten Sommer unternommen ...
(27.09.2011)

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