nature-classic

Plassen, 1953 m

Kalkkrone überm ältesten Salzabbau der Menschheit.

Dachstein, Hallstatt, Oberösterreich. Aufstieg 1500 Hm, bei Benutzen der Standseilbahn 1200 Hm.

Hallstatt - Rudolfsturm (Wehrturm aus dem Jahr 1284; Restaurant mit toller Aussicht auf Ort und See, bis Ende Oktober hierher auch mit der Standseilbahn in 3 min) - Salzberg-Hochtal - O-Flanke - Hohe Matt - oberer NO-Grat - Gipfel.

ÜbersichtKartevon N (Brenntenkogel, Kalmberge) schiebt sich der Plassen als kolossaler Riegel vor den Dachsteinstockunsere Route vom Hallstätter See übers Salzberg-Hochtal auf den Plassen

Hallstatt scheint international noch bekannter zu sein als im eigenen Land - selbst in der toten Saison trifft man in den schmalen Gässchen auf Gesichter aus Fernost. Mit gutem Grund: Allein die fabelhafte Annäherung über den See, garniert mit satten Farben und zarten Nebelschleiern des Herbstes, rechtfertigt die Aufnahme der „Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut“ ins UNESCO-Welterbe. Auch die historischen Superlative sind bekannt: besiedelt seit der Jungsteinzeit, ältester Salzstollen der Erde, früheste diesbezügliche Funde aus der Zeit um 5000 v. Chr. An den Kehren des breiten Serpentinenweges hinauf zum Rudolfsturm erläutern Informationstafeln Schritt für Schritt die geschichtlichen Zusammenhänge. Dort oben öffnet sich der Vorhang zum zweiten Akt, einem unvergesslichen Blick auf den Ort und den fjordartigen See mit den umliegenden Bergriesen.
Die hochinteressante Besichtigung des Salzbergwerkes würde das Tagesprogramm eindeutig sprengen, angesichts des Hallstätter Klettersteiges in Verbindung mit der verlockenden Besteigung des Schneidkogels scheint der nächste Besuch ohnehin unerlässlich.

die schönste Annäherung an den UNESCO-Welterbeort erfolgt von O, über den Hallstätter See; im Echerntal hängen noch die herbstlichen Morgennebel, ganz links die Hirlatzwand mit ihrer berühmten Höhlezu jedem Zug der ÖBB gibts ein Anschlussboot hinüber nach HallstattRonja wird in einer Woche ein Jahr alt; der Kapitän hat uns gerade eröffnet, dass die Salzberg-Standseilbahn für heuer bereits den Betrieb eingestellt hatkurz vor dem Anlegen in Hallstatt; jenseits des Sees die breite Westflanke des Sarsteinmit ihrer hohen, schlanken Spitze ist die bedeutend jüngere evangelische Kirche dem Himmel ebenso nahe wie die hochwassersichere katholische Pfarrkircheder Aufstieg beginnt direkt im Ortszentrum mit einer langen Stufenreiheschon nach kurzer Zeit ist man hoch über den Dächern der 800-Seelen-Gemeinde das Salzberg-Hochtal mit dem Maria Theresia Stollen-Gebäude am Fuß der Plassen SO-Flankeein Salzsee, verschiedene Schaustellen sowie eine lange Rutsche gehören zu den Höhepunkten einer Führung durch das Bergwerkder Anstieg über SO-Flanke und oberen NO-Grat charakterisiert sich durch längere Querungen und teils mit Seilen gesicherte Felsstufen

Aber jetzt endlich los zu unserem Berg, der vom Eingang zum Salzberg-Hochtal noch weit entfernt scheint. Ab Erreichen der steilen Flanke gewinnt man aber flott an Höhe, auf der Hohen Matt, einem schon vom Hochtal sichtbaren steilen Wiesenfleck, verlangt Ronja nach einem Imbiss. Von der NO-Grat-Schneide geht's jenseits wieder etliche Höhenmeter hinab in eine aussichtsreiche Mulde, erst dann neben dem nordseitigen, schon beinhart gefrorenen Gipfelkamm zum Kreuz empor. Neuerlich Vorhang auf: das Salzkammergut zu Füßen, Dachsteingletscher und Gosaukamm zum Greifen nahe.

Rückblick nach SOauf der Hohen Matt, einer steilen Schrofenwiese unterm NO-Grat, hat sich Ronja einen Imbiss verdient; im Hintergrund der Sarsteinüber dem SO-Grat der Dachstein mit dem Hallstätter GletscherRonja legt die letzte große Querung unterhalb der NO-Grat-Schneide auf eigenen Füßen zurück; im Hintergrund Sarstein und Zinken, am Horizont links das Tote Gebirge, rechts deutet sich der Grimming anTiefblick gegen SO auf den See und Obertraun, hinten der Grimmingdie große Höhle knapp unterhalb der NO-Grat-Schneidejenseits des Grates geht's einige Meter hinunter in eine Wiesenmulde mit Aussicht aufs Tennengebirge und die Berchtesgadener Alpendas leicht windschiefe, zerzauste Gipfelkreuz am Plassender Plassen bietet die eindrucksvollste Nahsicht auf die hohen Dachsteingipfelim NO der westl. Teil des Toten Gebirgesim NNW die Salzkammergutbergeund im SW der Blick von den „Salzburger Dolomiten“ bis zum Hochkönig
(11.11.2011)

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