nature-classic

Zwölferkogel, 2446 m

Am nordwestlichsten Eckfirst der Granatspitzgruppe.

Granatspitzgruppe, Hohe Tauern, Mittersill, Salzburg. Aufstieg 1400 Hm.

P Feldstein, 1,5 km sö. v. Mittersill - Ehrenfeichtenalm - Bräuaste - Bräu Hochalm - NW-Kamm Birkkogel - N-Grat (Zwölfergrat) Zwölferkogel.

ÜbersichtKarteder Zwölfergrat von W, vom NO-Grat des Stubenkogel zwischen Pihapper und Hohem Herd (Venedigergruppe) ...... und v. NW, von unserem Aufstieg im Bereich Bräuaste

Das Pinzgauer Felbertal scheidet zwei der imposantesten Bereiche der Hohen Tauern. Während der Pihapper die letzte Bastion der Venedigergruppe vor den Toren Mittersills bildet, stellt der Zwölferkogel dessen Gegenstück in der Granatspitzgruppe. Über eine Reihe von aussichtsreichen Almen führt der Weg hinauf zum Birkkogel, dem auch bei Schitourengehern beliebten Vorgipfel. Auf den restlichen 200 Hm verschärft sich der Zwölfergrat zwar, bereitet aber nie wirkliche Probleme; anders als sein Nachbar jenseits des Felber Baches kommt der Zwölferkogel ohne Versicherungen aus.

Ehrenfeichtenalm gegen SSW; links Tauernkogel, rechts Pihapperder Zwölferkogel über den weiten Almflächen, die hier lückenlos von der Kammhöhe bis hinunter in den Grund des Felbertales ziehen und daher im Winter eine genussvolle Schiabfahrt bietendurch die Baumkronen werden im NW die felsigen Rettensteine der Kitzbüheler Alpen sichtbarein Spielplatz jagt den anderen: die Jagdhütte am Fuß des Rosskopf mit Herd (links) und Pihapper im SWauf der Bräualm lassen wir den Wald endgültig unter uns; links oben Stubenkogel und PihapperRückblick vom NW-Sporn des Birkkogel nach N auf Bräualm und den Geißstein (Kitzbüheler Alpen)Ronja zählt mittlerweile 19 Monate und marschiert immer größere Strecken aus eigener Kraft; auf der anderen Seite des Felbertales die nö. Ausläufer der Venedigergruppeauf dem Birkkogel, dem um 200 Hm niedrigeren Vorgipfel des Zwölferhier beginnt der Zwölfergrat, der etwas Trittsicherheit erfordert; die vereinzelten Scharten gewähren die ersten Ausblicke nach SO auf die GlocknergruppeGipfelkreuz gegen SSO; links der Bildmitte ganz hinten der Großglocknerdas Gipfelpanorama im Uhrzeigersinn: im N ganz hinten der Wilde Kaiser, davor der Geißstein und das Salzachtal mit Mittersill (links) und Stuhlfeldenim NO der Unterpinzgau, die östlichen Kitzbüheler Alpen und die Kalkalpen zwischen Watzmann und Hochkönigim SO vor dem Glocknerpanorama die Geige (s. Archiv Schitouren)die Venedigergruppe mit den gewaltigen Freiwänden des Hollersbachkammesim W der Nordteil des Hollersbachkammes zwischen Hohem Herd und Pihapper

Im weiteren Verlauf des Ödkammes bis zur Einmündung in den Tauernhauptkamm folgen noch etwa ein Dutzend kaum jemals betretener, teils scharfer Felsgipfel, die nach Osten zu oft mit bemerkenswerten Wänden in die Kare abstürzen. In diese kontrastreiche Einsamkeit ziehen sich im Winter gerne Schitourenkenner zurück - etwa auf die Geige, einer aussichtsreichen Schulter 200 Hm sö. unterm Zwölfergipfel. Zu nennen wären vielleicht noch die elitären Ziele von Schiederhörndl oder Glanzgschirr, ansonsten bleiben die an sich gar nicht so entlegenen Kammgipfel zwischen Stubachtal und Felbertauernstraße auch in der kalten Jahreszeit unbesucht.
(08.02.2011)

[zurück]