nature-classic

Torghatten, 258 m

Durch den Sagenberg auf der Insel Torget.

Brønnøysund, Helgeland, Nordland, Norwegen. Aufstieg 100-300 Hm.

P auf der SO-Seite des Berges, 12 km sw. von Brønnøysund, 870 km nördlich v. Oslo - durch den Berg von O nach W - Küstenwanderung zurück zum P.

ÜbersichtKarteBlick von NO über den Brønnøysund auf den Torghattender östliche Eingang der Durchgangshöhle

Ein Loch mitten durch einen Berg, 160 m lang, 15-20 m breit, 35 m hoch, auf Treppenanlage ohne Stirnlampe zu durchwandern, von eines Königs Pfeil durchschlagen …

Ein Stammesfürst weiß sich nicht mehr zu helfen mit seinen ausg’schamten (moralisch total verwilderten) Töchtern – auch wir haben die Sieben Schwestern bereits kennengelernt - und steckt sie zwecks sittlicher Läuterung zu einer edlen Jungfrau jenseits des Fjordes. Ein reichlich ungehobelter Lofoten-Königssohn beobachtet die Mädels beim Haarewaschen oder sonst was, kann irgendwann nicht mehr an sich halten, bricht johlend aus dem Gehölz und will sich lediglich die Keusche schnappen (wahrscheinlich wegen der langen Haare), rennen tun aber alle. Nach etlichen Runden fragen sich die sieben wilden, warum eigentlich so hetzen, wo das Haareherzeigen doch eigentlich ihr Hobby ist. Sie setzen sich also in froher Erwartung an den Wegesrand, der Königssohn aber ist nach wie vor nur auf die keusche Maid fixiert und lässt die Schiachperchten im Regen sitzen. Da der Lofotenritter seiner wieselflinken Favoritin nicht und nicht habhaft werden kann, schießt er letztendlich frustriert einen Pfeil nach ihr ab. Der König des Nachbarreiches – so weit sind sie nämlich schon gelaufen – sieht das, will die Jungfer retten und wirft seinen Hut in die Flugbahn. Bei all dem Trubel haben die Beteiligten ganz auf die kurzen Polarnächte vergessen: Die Sonne geht auf und alles wird im Augenblick versteinert. Die Sieben Schwestern sitzen deshalb noch immer auf der Insel Alsta fest und wir können heute ohne Angst vor allzu kühnen Recken oder allzu kratzbürstigen Damen durch das Loch im Hut marschieren.

Besserwisser hört man hin und wieder behaupten, dass die Höhle von der Meeresbrandung ausgeschwemmt und anschließend durch Landhebung in die aktuelle Lage befördert worden ist.

schon nach kurzem Aufstieg ist der Eingang erreichtBlick aufs wolkenverhangene Festlandauf einer Treppenanlage geht's hinunter ...der südwestliche Ausgang mit Blick auf die Schären vor der Küstegrüne Wiesen ziehen an der SW-Seite bis zum Strand hinunter, eine gemütliche Küstenwanderung führt zurück zum Parkplatzwährend die Vororte der norwegischen Küstenstädte oft an die amerikanische Provinz erinnern, können die alten Stadtkerne ganz reizvoll sein; hier die auf Pfählen im Wasser der Nidelva stehenden alten Speicherhäuser von Bryggene in Trondheim

Die Witterung nimmt langsam den Charakter an, den man in Skandinavien landläufig erwartet. Wir sind gar nicht einmal so traurig darüber, haben wir doch in den letzten drei Wochen unglaubliches Wetterglück gehabt und mehr Wander- und Kletterziele verwirklicht, als wie erwarten konnten. Vollgestopft mit landschaftlichen Höhepunkten lassen wir also Romsdalen, Trollstigen und Jotunheimen links liegen und wenden uns den Städten der Westküste zu. Nach Trondheim, Kristiansund, Ålesund und Bergen werden wir im südnorwegischen Setesdal vor der Heimreise dann noch etliche Klettertage einlegen - dort wieder bei allerfeinstem Wetter.

Nationalheiligtum und schönster Sakralbau Norwegens: der Nidaros-Dom in Trondheim, Krönungskirche der norwegischen KönigeKristiansund hat den geschütztesten Hafen des Landes und ist Ausgangspunkt ...... für die Befahrung der berühmten Atlantikstraße, die mit gewagten, schanzenartigen Brücken ...... Schären und Inseln verbindet; schon bei der Eröffnung 1989 wurde sie als technische Meisterleistung des Jahrhunderts gefeiert und 2005 zur nationalen Touristenstraße gekürtÅlesund ist vielleicht die schönste Stadt Norwegens, hier der Blick vom 189 m hohen Hausberg Aksla; eine umgekippte Petroleumlampe ließ in einer Jännernacht des Jahres 1904 im Stadtzentrum 850 Holzhäuser innerhalb von Minuten in Flammen aufgehen; ...... nach nur drei Jahren war die Stadt - nicht zuletzt durch die Hilfe des deutschen Kaisers Wilhelm II. - im Jugendstil wieder aufgebaut; Blick vom Apotekertorget auf den Brosundetauf dem Weg durchs Fjordland nach Süden; der Huldefoss bei Førde - solche Wasserfälle sind in Norwegen keine SeltenheitBergen, die „Königin der Fjorde“kosmopolitische Atmosphäre mit vielen Nuancen, ob am berühmten Fischmarkt ...... oder im einstigen Hanseviertel Brygge, heute UNESCO-Welterbe
(17.08.2013)

Allgemeine Reise-Infos sowie Links zu weiteren Touren in Norwegen findet ihr zu Beginn bzw. am Ende unserer Nordkap-Wanderung zum Knivskjellodden.

[zurück]