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Bijelaschlucht

Zu den Wasserfällen über dem Kariner Meer.

Bukovica, Karin, 25 km östl. von Zadar, Kroatien. Aufstieg 200 Hm.

P am flachen Auslauf der Schlucht: an der Kreuzung Hauptstraße 502 auf dem Asphaltsträßchen ca. 500 m Richtung Gornji Karin vor der kleinen Brücke links (kommt man von W, von Zadar oder Novigrad, biegt man nach dem zweiten Talübergang rechts ab). Vom zweiten (P) der Karte kann man weiter oben in die Schlucht einqueren: Abzweigung von der 502 knapp 1 km nnö. der oben beschriebenen Kreuzung in Richtung Lončari, anfangs zwar asphaltiert, dann allerdings sehr schlechte Schotterstraße; (P) in Linkskurve (Steinmann), ca. 800 m von der 502.

ÜbersichtKartedas kleine Hafenstädtchen Novigrad, gut versteckt in einem Fjord an der Südküste des gleichnamigen Binnenmeeresvom Ausgang der schmalen Bucht hat man einen schönen Blick aufs Velebitgebirge - der Nationalpark Paklenica ist nur einen Katzensprung entferntzwei Minuten hinter dem Parkplatz: Obwohl wir schon vor dem untersten Sektor („Bonsai“) des Klettergartens stehen, ist von einer Schlucht noch nicht viel zu sehen (rechts hinter den Damen)

Die Region Bukovica (Buchenland) ist eine zerklüftete Hochebene über den zwei kleinen Binnenmeeren von Novigrad und Karin, welche bei Maslenica ein schmaler Durchfluss mit dem Velebit-Kanal der oberen Adria verbindet. Auf einer 315 m langen Autobahnbrücke brausen die meisten Urlauber in 55 m Höhe über den Spalt hinweg und schlagen in der Folge einen weiten Bogen um ein interessantes und malerisches Stück Kroatien. Ein vergessenes Juwel ist die Bijelaschlucht, die höchstens von ein paar Kletterern oder einheimischen Joggern aufgesucht wird. Von Weitem zeigt die sanft ins Gelände gezeichnete Schlangenlinie nicht viel Spektakuläres. Wer sich aber im Frühjahr oder Herbst in diese Ecke verirrt, wird in der kargen Wildwestlandschaft zwischen den vielfarbigen, oft überhängenden Felsbarrieren staunend seinen Weg von Wasserfall zu Wasserfall suchen und eine reiche Palette an Eindrücken mitnehmen. Vorsicht: Die vorhandenen Steige können schnell zu Wildfährten verkommen oder sich gar im Gebüsch verlieren, lange Hosen und eine gehörige Portion Spürsinn sind nicht verkehrt. Für Leute, die mehr suchen als Einsamkeit und stimmungsvolle Malerwinkel: Unter den weit verstreuten fünf Dutzend Sportkletterrouten finden sich keine einfachen Pläsierhäppchen, dafür aber jede Menge romantischer Badeplätze, die in ihrer intimen Schönheit mit den Nationalparks von Plitvice und Krka wetteifern.

die flache geschwungene Geländeverschneidung wird erst ...... bei näherem Hinsehen interessanterhat man einen geeigneten Durchschlupf zwischen dem Bach und den folgenden Kletterwändchen („Cassin“ und „Iglu“) gefunden, wird's unvermutet dramatisch; wem solch ein Band mit Unterbrechungsstelle keine Freude macht, ...... der versucht es einfach eine Etage höherdie engste Stelle des mittleren Abschnittes: die Fälle zwischen den Klettersektoren Raumer und Preko vodedie Wasserfälle erreichen eine Höhe von bis zu zehn Meternunten links der Bildmitte zwei Wassernixenmit wenigen Schritten erreichen sie das überdachte Band der Raumer-Wand, durch die 15 teils geschmalzene Kletterrouten führen; hier kann man frühzeitig ausqueren ... ... oder das nächste Stockwerk erklimmendie Fälle hier erinnern stark an jene von Krka oder Mrežnicavon hier auf gutem Steig orografisch rechts hinaus über die SchluchtTiefblick auf den höchsten Fall und das Raumerbanddie beiden Bänderwege vereinen sich auf dem kleinen Plateau rechts hinten; von dort kann man entweder auf ausgedaubtem Steig in wenigen Minuten zum oberen Parkplatz (P) gelangen, oder - links hinunter - auf Steigspuren (Steinmänner beachten) ...... unter die Cassin-Wand, ...zum Sektor Bonsai und zurück zum Ausgangspunkt
(21.09.2014)

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