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Sveti Mihovil, 265m. - Jakovljev vrh, 180m

Inselwandern vor Zadar.

Inseln Ugljan und Pašman, Kroatien. Aufstiege 100 - 200 Hm.

Übersichtder Fährhafen Preko auf Ugljan von O, dahinter der Heilige Michaelan den Ostküsten der beiden Inseln finden sich des Öfteren auch Sandstrände, wie hier neben dem Franziskanerkloster Sveti Jerolim (1430), Ugljan

Die beiden Inseln Ugljan und Pašman, jede gut 20 km lang und um die 4 km breit, sind eigentlich fast eins: Die trennende Meerenge war vor 1883 nur eine seichte Furt, erst dann grub man einen Kanal, der 1973 auf 4 m vertieft und mit einer 16 m hohen Straßenbrücke überspannt wurde (hin und wieder kracht es hier, wenn Skipper nicht genau über ihre Masthöhe Bescheid wissen). Die Ostseiten sind dichter besiedelt, viele Einheimische haben sich in diesem Vorgarten der Stadt Zadar Wochenendhäuser gebaut, fast stündlich pendeln die Autofähren. An die der Festlandküste abgelegene Seite führen kaum Straßen und Wege, dort finden sich noch einsame Plätze, wo Individualisten ihren Träumen vom Robinson-Dasein nachhängen können. Wir besteigen zwei aussichtsreiche Wandergipfel dieser Inselkette, beide mit geringem Aufwand zu erreichen und mit Badefreuden an stillen Buchten zu verbinden.

Sveti Mihovil

P direkt unter der Burg oder ca. 40 Hm tiefer bei großen Infotafeln, ausgeschilderte Zufahrt von Preko (Autofähre von Zadar). Wir umrunden den Berg im Uhrzeigersinn und steigen oben auf der venezianischen Burg aus. Nach Westen Abstiegsmöglichkeit in die Große Željinabucht, alle Wege sind markiert, können aber bis auf den südseitigen Zugang zum Klettergarten (s. Kroatien - Klettergärten 3. Der Süden unter Ugljan) manchmal verwachsen sein (Gartenschere nützlich).

Karteder höchste Inselberg Ugljans, der 286 m hohe Šćah von NW, aus der Kobiljakbucht; unser Mihovil - 20 m niedriger - versteckt sich dahinter, sichtbar ist allerdings der schmale Felsgürtel (Klettergarten, 150 m über dem Meeresspiegel), dessen Fuß wir bei unserer Rundwanderung berührender „Eingang“ zum Klettergarten, gegenüber die Insel Iž, ganz hinten Dugi OtokFelsen und Meer; am Wandfußsteig der SW-FlankeTiefblick auf die Große Željinabucht, in die ebenfalls ein markierter Steig führthinterm letzten Sektor des Klettergartens müssen schließlich auch die Wanderer die Hände zu Hilfe nehmenletztendlich erreichen wir die Festungsruine von der Rückseiteim verwilderten Innenhof der venezianischen Gipfelburg aus dem 13. Jh.Gipfelblick von der Burgmauer gegen SO, wo die Insel Pašman unmittelbar anschließtim SW die Inseln Iž und Dugi Otok (ganz hinten)Blick von der Mauer gegen NW (Sestrunj)

Jakovljev vrh

P hinter dem Campingplatz Sovinje, 3 km sö. von Tkon (Autofähre von Biograd na moru) - ausgeschilderte Fahrstraße, zuletzt steiniger Ziehweg über die Südhänge zum Gipfel.

Übersicht und Lage der beiden Gipfelüber dem Städtchen Tkon im Süden der Insel Pašman thront das Kloster des Heiligen Benedikt ......  aus dem Jahr 1125; nach dem Fall des gegenüberliegenden Biograd diente es gleichzeitig als Festung. Der völligen Zerstörung durch die Venezianer 250 Jahre später folgte der Wiederaufbau und die Entwicklung zum geheimen Zentrum der glagolitischen Literaturder Blick vom Kloster gegen O: zwischen den beiden Inselchen Planac (links) und Sveta Katarina die Stadt Biograd na morukeine fünf Kilometer sö. davon bietet der Jakovljev vrh schöne Blicke auf die umliegende Inselwelt; hier gegen S auf Žižanj und Košara (rechts)Gipfelblick über den Inselrücken nach NWder Jakovljev vrh wartet auf seinem höchsten Punkt zwar statt einer venezianischen Festung nur mit einem Sendeturm auf, der Anstieg lohnt aber dennoch die geringe Mühe; Blick auf die Festlandküste zwischen Zadar und Biograddas Mittagessen nach der Wanderung verlegen wir an den Strand am Südfuß des Berges
(10.2014)

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