nature-classic

Rupprechtseck, 2591 m - Dachleiteck, 2463 m

Über den hohen First zwischen Schöderbach und Etrachsee.

Schladminger Tauern, Krakau, Steiermark. Aufstieg 1400 Hm.

P Etrachsee, ca. 5 km nördl. v. Krakauebene, etwa 25 km von Murau oder Tamsweg - Schattnerhütte - S-Flanke/SO-Kamm Arfeld (Birgofen) - Ü Rupprechtseck - Ü Dachleiteck (Haarlocken) - NO-Kamm bis oberhalb der Toreben (Günsterscharte) - Sauofenseen auf der Grafenalm - Grafenhütte - Spreitzerhütte - Etrachsee.

ÜbersichtKarteReliefder zahmste Anblick: von Krakauschatten (SSW)schon wesentlich spannender von SO (Karleck); Ulli mit Gleitschirm auf dem Weg zum Eisenhut Ende November 2006 (s. Archiv) vom Tauernhauptkamm im WNW überblickt man fast die gesamte heutige Runde
Beim Kartenstudium zeigt sich immer wieder, dass manche Bereiche in den Seitenästen unserer Gebirge höher in den Himmel ragen als die benachbarten Hauptkammgipfel. So etwa finden wir das Dach der Silvretta nicht am von Gletschern umlagerten Piz Buin an der Grenze zur Schweiz, sondern etliche Kilometer weiter südwestlich über dem Oberinntal am Piz Linard. Auch das Rupprechtseck belegt deutlich dieses eigenartige Detail alpiner Topografie. Verfolgt man den großen Bogen der Niederen Tauern von seinen Ursprüngen bei Seckau nach Westen, so kratzt unser Berg (zusammen mit dem Gr. Knallstein im nördl. Nebenkamm 10 km weiter) erstmals an der 2600-m-Grenze und betrachtet - quasi von oben herab - so berühmte Sammelstücke wie Süßleiteck, Bauleiteck oder gar Predigtstuhl.
Auf der folgenden instruktiven Rundtour - mit Ausnahme eines kurzen alpinen Spürnasenstücks auf gut begehbaren, meist markierten Pfaden - werden alte Erinnerungen geweckt und jüngere Projekte erhalten neuen Auftrieb.

gleich hinterm Parkplatz am Etrachsee spiegelt sich der Tauernhauptkammschnell gewinnen wir an Höhe; die Schattnerhütte gegen NWgegenüber die einsame Felslandschaft von Gamsleiteck und Kircheleck mit seinen geheimnisvollen Graten im 3. und 4. Schwierigkeitsgraddas Wegkreuz auf 2160 m in der Arfeld Südflankeaus dem Sattel nw. des Brennerfeldecks steigen wir über den SO-Kamm auf den ersten Gipfel, das Arfeld, 2491 m; Blick nach SOim NO die Fortsetzung des Schöderkogel-Eisenhut-Kammes; etwa in gerader Linie hinterm Breitdach liegt der SölkpassArfeld gegen W bis hin zum Ankogel und dem höchsten Gipfel der Schladmingerwir laufen nach N zum höchsten Gipfel des Tages weiterUlli am Gipfelkreuz des RupprechtseckGipfelpanorama vom Rupprechtseck: im WNW der Tauernhauptkammim N die flache Arena des Spreitzerkars mit den östlichen Schladmingern bis zum Dachsteinam Übergang zum etwas niedrigeren NO-Gipfel des Rupprechtseckhier wurde irrtümlich schon das Taferl für den nächsten Gipfel angebracht; Blick nach NOimmer näher kommen wir dem HauptkammUlli am Übergang zum DachleiteckDachleiteck gegen N; wir wenden uns jetzt nach rechts und werden über die Sauofenseen zurück ins Tal steigenam flachen Nordostgrat des Dachleiteckfür die Scharte zwischen Dachleiteck und dem bereits im Hauptkamm stehenden Sauofen finden sich in der Literatur gleich drei verschiedene Namen, dafür aber keinerlei Hinweis auf Schwierigkeiten beim Übergang; wir ahnen Böses und steigen schon etwas oberhalb der „Toreben“ (so die AMap) weglos links die Flanke hinunternach ein paar steileren Schrofenmetern gelangen wir ungerupft auf die Blockhänge oberhalb der Sauofenseen ...... und bereuen unsere Entscheidung nichtUlli auf dem - wieder pläsiermäßigen - Boden der GrafenalmGrafenalm mit Vorderem Sauofensee; links der Schrein, ganz hinten rechts lugt der Schöderkogel hervorder Weg hinaus zur Rudolf-Schober-Hütte ist nicht markiert, aber leicht verfolgbardie letzten 4 km geht's auf der Forststraße hinaus zum Etrachsee; im Bild die Grafenhütte mit dem Bauleiteckmassiv
(02.10.2015)
Literatur: Holl: Alpenvereinsführer Niedere Tauern. München: Rother.

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