nature-classic

Deferegger Pfannhorn, 2820 m - Kärlskopf, 2836 m

Ungleiche Zwillinge am Grenzfirst über dem Staller Sattel.

Villgratner Berge, St. Jakob in Defereggen, Staller Sattel, Osttirol. Aufstieg 1000 Hm.
P nö. der Staller Alm auf ca. 1900 m, 11 km westl. von St. Jakob in Defereggen, gut 3 km nö. vom Staller Sattel - Erlasboden - Hirschbichl, 2141 m - NO-Flanke aufs Deferegger Pfannhorn; bis hierher markierte Steige - Gratübergang zum Kärlskopf (I) - Abstieg NW-Grat - In der Pfanne - P.

ÜbersichtKartedie Zwei-Gipfel-Runde von WNW (Almerhorn, Rieserfernergruppe)
Das Deferegger Pfannhorn ist ein gern besuchter Gipfel in den westlichen Villgratner Bergen. Ein markierter Steig, die Auffahrtsmöglichkeit Richtung Staller Sattel, welche doch ein paar Hundert Höhenmeter neutralisiert, und die berauschende Aussicht machen den bildschönen Berg zum lohnenden Halbtagesziel.
Der benachbarte Kärlskopf wird weit seltener betreten, obwohl er eigentlich die höchste Erhebung des langen Hauptkammes zwischen der Roten Spitze und dem 35 km entfernten Auslauf über dem südtiroler Pustertal darstellt. Der Verbindungsgrat wartet mit nur wenigen Kletterstellen im 1. Grad auf, auch der Abstieg am NW-Grat ist an sich harmlos. Lediglich das letzte Stück hinunter durch die „Pfanne“ braucht einen gewissen Dickschädel - das weglose, knietiefe Alpenrosengestrüpp mit seinen gut getarnten Löchern ist nicht jedermanns Sache.
Für Kletterer gibt's am Ende der Bilderfolge noch das Topo vom Kasermandl im Trojer Almbachtal, 10 Gehminuten oberhalb von St. Jakob in Defereggen.

die Überschreitung ab Staller Alm von NNO (Seespitze, Panargenkamm)gleich unterhalb des Parkplatzes: der Steg über den Staller Almbach; genau in Bildmitte der Kärlskopfnach einer längeren ansteigenden Querung erreichen wir den Hirschbichl am Fuß der breiten NO-Flanke des Pfannhorns; wir blicken das Defereggental hinaus bis zur SchobergruppeUllis Eltern haben den geräumigen Absatz auf halber Höhe erreicht ...... und bestaunen den Ausblick über das bereits südtiroler Gsieser Tal hinweg auf die Sextener Dolomitennach einem kurzen Steilstück ist der Gipfel zum Greifen naheDeferegger Pfannhorn gegen NW (Rieserfernergruppe mit Hochgall)im Norden das hinterste Defereggental, welches die Rieserferner- von der Venedigergruppe trenntim NO der Ostteil des Panargenkammes in der ersten Reihe, dahinter das hohe Gletscherdach des Großvenedigersvom Pfannhorn überblickt man über die Querachse des Defereggentales hinweg Osttirol vollständig - wir stehen auf der italienischen Staatsgrenze, am Horizont verläuft über die höchsten Gipfel der Schobergruppe die Landesgrenze zu Kärntenim SO die zentralen Villgratner Berge, sogar vereinzelte Gipfel hinter dem Karnischen Hauptkamm sind auszumachenim Süden die gesamten Östlichen Dolomitenim Westen der Verbindungsgrat zu unserem zweiten Gipfel und über dem Staller Sattel die Rieserfernergruppewir machen uns an den problemlosen Übergang (kurze Kletterstellen I) zum Kärlskopf, ...... der sich bequem in einer knappen halben Stunde erreichen lässtder Kärlskopf überragt das Pfannhorn noch um 16 mim SW der lange Auslauf der Villgratner Berge zum südtiroler Pustertal - in der kalten Jahreszeit ein Paradies für Schitourengeher (s. die Links ganz unten)im Westen ein instruktiver Blick auf die 3000er der Rieserfernergruppeauch der Abstieg am NW-Grat ...... bietet keine technischen Schwierigkeitenan geeigneter Stelle verlassen wir den Kammrücken in östliche Richtung hinunter ...... in die „Pfanne“; diese „lieblichen Bergwiesen“ sind aufgrund versteckter Unebenheiten unter dem knietiefen Bewuchs die unangenehmste Etappe der gesamten Rundenach der Tour: am Obersee verkürzen wir uns die Wartezeit am Staller Sattel (Gegenverkehrsbereich mit Einbahnregelung, die Abfahrt auf italienischer Seite ist zu jeder vollen Stunde für 15 Minuten möglich)zuletzt der versprochene Kletterfelsen in der Trojer Almbachschlucht gleich oberhalb von St. JakobTopo Kasermandl
(06.07.2016)

Literatur: Poleschinski: Villgratner Berge (Deferegger Alpen). Gebietsführer für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Bad Ischl: Poleschinski 2016. ISBN 978-3-200-04464-7.

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