nature-classic

Tauernkogel, 2988 m - Hörndl, 2852m

Gipfelrunde über der St. Pöltner Hütte.

Venedigergruppe, Granatspitzgruppe, Felber Tauern, Salzburg, Osttirol. Aufstieg 2200 Hm.
P Hintersee im Felbertal, 13 km südl. von Mittersill im Pinzgau - Hinterseealm - Talschluss Keesau - SW- Flanke Geißstein, in diesem steilen Bereich Versicherungen - Rossböden - Plattachsee - St. Pöltner Hütte am Felber Tauern - O-Flanke auf den Tauernkogel - Hütte - Überschreitung des Weinbichl zum Alten Tauern - knapp 100 Hm Abstieg Richtung Tauernsee - SW-Flanke aufs Hörndl (auch Hörnl oder Hohe Fürleg) - Abstieg entlang von Fürleg (kurze Klettersteigpassage) und Huggachköpfe zur „Geierlacke“ - Schrankeckscharte - Trassensteig - Weinbrunn - P Hintersee.

ÜbersichtKartePanorama von Norden
Der 5,3 km lange Felbertauerntunnel verbindet seit 1967 den Salzburger Pinzgau mit Osttirol, 850 Hm darüber steht auf dem bereits zur Römerzeit bekannten Gebirgspass Felber Tauern die gastliche St. Pöltner Hütte. In Bergsteigerkreisen sind seit fast einem Jahrhundert der St. Pöltner Ost- (zur Rudolfshütte) und Westweg (zur Prager Hütte) als Glanzleistung hochalpinen Wegebaus weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Inmitten dieser fantastischen Hochgebirgswelt zwischen Glockner und Venediger sorgt Hüttenwirt Reinhold Hofmann samt Familie und Team nicht nur für das leibliche Wohl seiner Gäste, sondern vergewissert sich auch ständig durchs Fernglas, ob bei den zahlreichen Gipfelaspiranten alles im grünen Bereich läuft. Seinen Sohn und die 75-jährige Oma haben wir am Fuß der Hörndl-Südwestflanke beim Neumarkieren des Gipfelwegs ertappt.
Die klassische Tauernkogel-Hörndl-Runde kann man nach Lust, Laune und Verhältnissen variieren oder auf mehrere Tage ausdehnen, im Umfeld der Hütte finden sich eine Fülle an Seen, Gipfel und romantischen Winkeln. Wenn es (wie in unserem Fall) am Tauernkogel gerade nicht passt, steht gleich gegenüber mit dem Hochgasser eine fast ebenso hohe, wesentlich einfachere Aussichtsloge parat.

hoch über dem Hintersee der Tauernkogel (links, Gipfel in der Wolkenbank)auf dem Weg in die Keesau passieren wir den Tauernbachfall, ...... der sich weiter oben tief in den Bergkörper zwängt ...... um anschließend in den Felbertalschluss zu stürzenauf den Rossböden; rechterhand begleitet uns der kilometerlange Ostabsturz des Hollersbachkammes zwischen Tauernkogel und Hohem Herd - die Freiwand, in Bildmitte die markante TauernklammPlattachsee gegen Tauernkogel; vom Hüttenzustieg kann man Richtung Gipfel eventuell links oben über den Schutthang zu den Schneefeldern abkürzenPlattachsee gegen NNW; der Hollersbachkamm hüllt sich mehr und mehr in Wolkenauch oben auf dem Gletscherrest ...... hinauf zum Tauernkogel-Ostgrat zieht es immer mehr zu; bei den herrschenden Verhältnissen wären Steigeisen kein Luxusweil sich nicht genau abschätzen lässt, wann die Sicht wieder besser wird, steigt Erich kurz entschlossen in tiefere Gefielde abje stärker der Duft der Kaspressknödelsuppe, desto klarer der Himmel; der einzige Wermutstropfen der Wanderung - die Stromleitung über den Felber Tauern, die sich immer wieder ins Bild drängtdie Sonnenterrasse der gastlichen St. Pöltner HütteUlli am Tauernkreuz, das den uralten Übergang vom Pinzgau nach Osttirol markiert; rechts oben das Hörndl, unser nächstes ZielRückblick auf Hütte und Tauernkogelvom Weinbichl wird - vorbei an Tauernkogel und Fechtebenkogel - erstmals der Blick aufs Venediger-Gletscherdach freiGipfelblick vom Weinbichl gegen SWnach der anderen Seite die Route aufs Hörndleine kurze Stelle am SO-Kamm des Weinbichl ist versichert; links der Messelingkogel, ebenfalls ein beliebtes Gipfelziel im Nahbereich der St. Pöltner Hütte am Alten Tauern; der runde Klapf ist der soeben überschrittene Weinbichl, links die Nase des Tauernkogeloberhalb des Tauernsees treffen wir auf Mutter und Sohn des HüttenwirtesRückblick vom gemütlichen Aufstieg zum Felber Mitterkammim NW tief unter uns ein alter Bekannter - der Plattachseegespenstische Wolken am Verbindungsgrat vom Hochgasser zum Hörndldie Gipfelflanke rückt immer näherim Rückblick das fantastische Hochgebirgspanorama der zentralen Venedigergruppeder Gratscheitel des Felber Mitterkamms ist erreicht; links der Bildmitte (im SSO) der Amertaler Seeim Osten der größte Teil des einsam-entlegenen Ödkamms zwischen Amertaler und Dorfer Öd, der erstmals im Jahr 1930 von Rudl Klose und Fritz Liederer der Länge nach überschritten wurde nach einer blumenreichen Gratkuppe ...... folgt die letzte Scharte vor dem Gipfelaufbau mit Tiefblick auf die Felbertauernstraße im Bereich ÖdalmGipfelkreuz am Hörndl, rechts der HochgasserBlick vom Hörndl gegen SW auf die zentrale VenedigergruppeAbstieg nach Westen gegen Tauernkogel und Freiwandbis in die grüne Scharte in Bildmitte (Schrankeckscharte) halten wir uns nahe des Kammsnach der ersten Schuttwanne folgt ein Steilstück, ...... welches gut mit Stahlseilen abgesichert istdie nächsten 50 Höhenmeter bewältigen wir sitzendin den Flanken der Huggachköpfe machen die rauen Blockhänge Platz für sanftere Formen; an dem kleinen Wollgrassee oberhalb der Schrankeckscharte ...... hat die Hüttenoma einmal 30 Bartgeier beobachtet, seitdem wird er von den Einheimischen „Geierlacke“ genanntRückblick von der Geierlacke, ganz links hinten bereits wieder in dicken Wolken das Hörndlim Westen die Gipfel der FreiwandBlick von der Schrankeckscharte auf Hohen Herd (in den Wolken; s. Archiv Schitouren), Stubenkogel (Archiv Bergsteigen) und den kecken Pihapper, den Hausberg der Mittersilleram Trassensteig kann man anschließend zum Hintersee absteigen oder (rechts hinüber) wieder zur St. Pöltner Hütte gelangen
(16.08.2016)

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