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Monte Catalfano, 376 m. - Cap Calavà

Aussichtsklippen zwischen Palermo und Messina.

Sizilianische Nordküste, Bagheria  bzw. Gioiosa Marea, Italien. Aufstiege  100 - 300 Hm.

Monte Catalfano: P am Sattel des Naturparks, 2 km nö. von Bagheria - O-Flanke Cozzo San Pietro, 345 m - Sattel - Forststraße und S-Flanke (oder teils weglose W-Flanke über den Vorgipfel) Monte Catalfano.
Cap Calavà: P in der Straßenkehre sö. unterhalb der Villa Smeralda, etwa 2 km nö. von Gioiosa Marea, ca. 40 km westl. von Milazzo - NW-Flanken-Querung des Monte Pizzicalori aufs Kap - event. anschließende Runde über den Pizzicalori, s. Karte.

ÜbersichtKarte Cozzo San Pietro - Monte Catalfanodie Conca d'Oro (Goldene Muschel), das Becken von Palermo, bietet eine Vielzahl von kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und alpinistischen Herausforderungen
Die beiden Kurzwanderungen sind für ambitionierte Bergsteiger nicht mehr als sich die Beine zu vertreten, aber genau das hat man auf der langen Fahrt zur sizilianischen Westspitze (direkte Strecke Wien - Trapani 2200 km) bitter nötig. Die Ausgangspunkte sind ohne große Umwege schnell erreichbar, die Aussicht auf großartige Küstenstriche, die Liparische Inselwelt und die teils mächtigen Berge Innersiziliens findet man so schnell nicht wieder. Allein in Palermo sind Wanderer und Kletterer wochenlang ausgelastet; den Normannendom von Monreale 300 m über der Stadt sollen selbst Kulturmuffel nicht links liegen lassen.

frühmorgens auf dem Cozzo San Pietro, dem westl. Nachbargipfel des Catalfano; er ist zwar 30 m niedriger, bietet aber eine umfassende Aussicht auf die fünftgrößte Stadt Italiens mit knapp 700.000 EinwohnernBlick vom Cozzo San Pietro auf den Monte Catalfano, links die Felsen des Capo Zafferanoim Sattel zwischen den beiden Gipfeln; beliebter Treffpunkt für Wanderer, Kinderspielplatzwir übersteigen weglos den Vorgipfel; Blick gegen NW aufs Capo Gallonordöstlich unterhalb des Hauptgipfels das Capo ZafferanoGipfelblick vom Catalfano gegen SO (Santa Flavia); nach dem Besuch des weltberühmten Normannendoms stellen wir noch eine etwas weiter östlich gelegene Küstentour voretwa 300 Hm oberhalb der sizilianischen Metropole liegt an der Flanke des Monte Caputo die Bergstadt Monreale mit seinem bemerkenswerten Dom aus dem 12. Jh.der Bau gilt als perfektes Beispiel des zu dieser Zeit in Sizilien verbreiteten normannisch-arabisch-byzantinischen Baustils; das arabische Element zeigt sich am deutlichsten an den Blendbögen und Einlegearbeiten der Apsidender Baukörper (hier die Südfassade mit den zwei Wehrtürmen) ist romanisch und wurde von König Wilhelm II. von Sizilien in Auftrag gegeben; der Eingang zum besonders gelungenen Kreuzgang befindet sich rechtsim Inneren springt sofort der byzantinische Anteil ins Auge - ...... die beeindruckenden Goldgrund-Mosaiken, die weit über 6000 m² Fläche bedecken wegen dieser Goldmosaiken und des romanischen Kreuzgangs besuchen alljährlich eine Million Touristen diesen besonderen Ortder Brunnenhof in der SO-Ecke des Kreuzgangssämtliche Doppelsäulen und Kapitelle der Anlage (47x47 m) sind mit unterschiedlichen Mosaikintarsien oder Kanneluren von einheimischen und Künstlern aus Konstantinopel ausgeführtauch der Badeort Cefalù, malerisch unter einem 270 m hohen Felsberg gelegen, ...... birgt inmitten der Altstadt einen Normannendom, Roger II. ließ ihn in der Blütezeit der Stadt im 12. Jh. erbauennoch etwas weiter östlich eine weitere Kurzwanderung aufs Vorgebirge des Monte Pizzicaloridas Capo Calavà bricht mit steilen Felswänden ins tyrrhenische Meer ab; rund ein Dutzend eingerichtete Routen locken den Kletterer - hier an der Westseite die leichtere Quattro salti sull'acqua, 4c mit fünf Seillängenein Lehrpfad führt in ca. 20 Minuten auf die Höheder mühelose Aufstieg beginnt an der Straßenkehre in Bildmittevom Kap schöner Ausblick auf die Liparischen Inselndie Küste Richtung Osten (Messina) ...... und nach Westen (Palermo); der Spaziergang kann von hier als Rundgang über den Monte Pizzicalori zurück zum Parkplatz ausgedehnt werden, s. Rother-Führer
(29.10.2016)

Literatur: Sänger/Gahr: Sizilien mit Liparischen Inseln. München: Rother Wanderführer 2016.

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