nature-classic

Picu Pienzu, 1161 m

Genialer Aussichtskamm über der Costa Verde.

Sierra del Sueve, Colunga, Asturien, Spanien. Aufstieg 700 Hm.

P Mirador del Fitu, ca. 10 km sö. von Colunga, etwa 60 km östl. von Oviedo, gut 150 km westl. von Santander - über drei unbenannte Kammkuppen zu den Cabañas del Bustacu - Majada de Mergullines - Sattel westl. des Picu Duernes - O-Kamm Picu Pienzu. Abstieg S-Flanke zum Collado Beluenzu - Mirador.

ÜbersichtKartedie Berge der Sierra del Sueva vom Mirador del Fitu, 582 m; der Pienzu ist die zweite kleine Pyramide von links

Nach den Picos de Europa und einigen Traumstränden der Costa Verde suchen wir uns eine Aussichtskanzel, von der wir beide Landstriche ein letztes Mal im Blick haben, bevor wir nach Galicien weiterziehen, an den Westrand der Iberischen Halbinsel. Der Picu Pienzu ist dafür hervorragend geeignet, da ihn nur 50 Kilometer von den höchsten Gipfeln der Picos und fünf vom Golf von Biskaya trennen. Neben den wunderschönen Panoramen hat unser Berg noch eine weitere Besonderheit anzubieten: die halbwilden Asturcónes, eine autochthone, sich frei herumtreibende Ponyrasse, die schon von den Römern erwähnt wurde und außerordentlich trittsicher, geschickt und gutmütig ist.
Im Vor- und Nachspann unserer Wanderfotos finden sich wieder ein paar Szenen aus unserem Reisealltag. Eine große Bandbreite an Abwechslung - die ausgewogene Mischung von Natur und Kultur, Wildnis und Hotel, Bewegung und Betrachtung, von Entbehrung und dem Genießen zivilisatorischer Annehmlichkeiten - erlaubt auch längere und intensive Abenteuer- und Bildungsreisen wie diese Iberienrunde über mehr als fünf Wochen ohne größere Durchhänger zu erleben.
Links zu weiteren Wander- und Klettertouren in Spanien und Portugal im nature-classic-Bericht zu den Mallos de Riglos.

die Costa Verde ist reich an tollen Stränden wie etwa die Playa San Antolín bei Naves ...... oder Cuevas del Mar mit seinem Klettergarten direkt am WasserAuffahrt in die Sierra del Sueve, die kleine Pyramide hinten in der linken Bildhälfte ist der Picu Pienzuwieder ein toller Platz zum Übernachten; die wolkenverhangenen Gipfel der Picos de Europa im HintergrundAbendessen ...... mit beschwingter Nachfeierzeitig in der Früh geht's über drei Kammkuppen hinweg dem Pienzu zuTiefblick gegen NW auf die Costa Verde bei ColungaAlmidyll gegen die Picos, die sich heute unverhüllt zeigenvon der dritten Vorkuppe sieht man schön auf das kleine Hochtal unterm Pienzugipfel (Kreuz)erst bei der Cabaña del Bustacu beginnt der eigentliche Gipfelanstieg; der Normalweg führt in den Sattel und rechts zum Kreuz, wir steigen vorher ganz rechts über die grasige Rampe ...... in den Sattel westlich des Duernes ...... und über den O-Kamm ...... auf den Gipfel des Picu Pienzuam Gipfelkreuz eine Gedenktafel für einen asturischen ErzbischofGipfelblick gegen OSO auf die Picos de Europaim Osten die Küste in Richtung Santanderden Abstieg nehmen wir am Normalweg über den Collado Beluenzuüber die Almen geht's zurück zum Mirador del Fituam Strand von Lastres suchen die Mädels nach Schätzen des Meeres ...... und machen daraus ein Kunstwerkkeine Stunde weiter westlich bummeln wir durch die Universitätsstadt Oviedo, die als eine der wenigen Enklaven nie von den Mauren erobert wurdeOviedo ist Kultur- und Wirtschaftszentrum Asturiens und hat uns mit seiner mittelalterlichen Atmosphäre begeistertin der bunten Altstadt geraten wir in eine Art Volksfest mit Trachtenumzügen und Dudelsackkapellenetwas nördlich oberhalb der Stadt steht das aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirchlein Santa María del Naranco, eines der schönsten Beispiele frühromanischer Architektur in Spanienanhand dieses baulichen Juwels versteht Ronja die Begriffe Umfang und Fläche - einer der Glücksfälle für Schüler und Lehrer, die sich gerade auf solchen Reisen immer wieder unvermutet ergeben
(07.05.2017)

Literatur: Rabe: Picos de Europa. München: Rother Wanderführer.

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