nature-classic

Rocca Sbarua, „Torinesi“, 5c+ (4c A0)

Kleines Granitparadies vor den Toren Turins.

Cottische Alpen, Parco Montano dei Tre Denti-Freidour, Valle de Chisone, Pinerolo, Piemont. Zustieg 200-300 Hm + 3 Seillängen (100 Hm).

2 P hinter Talucco, 8 km nördl. von Pinerolo, gut 40 km sw. von Turin - Colle Ciardonet  - Rif. Melano - Sektor Normale.

ÜbersichtKarteder Monte Freidour mit den Granitjuwelen seiner Südflanke

Aus der Südflanke des bewaldeten Monte Freidour, 1445 m, zwischen Valle di Chisone und Valle di Susa ragen etliche wilde Zähne und Pfeiler aus bestem Granit, an denen in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts die klettertechnische Erschließung begann - ausgelöst durch illustre Namen wie Gervasutti, Monti und Armando. Heute ist in der Literatur vom „schönsten Klettergebiet Oberitaliens“ die Rede. Wir haben uns auf der Heimreise von unserer Iberienrunde aus dem großen Routenangebot - darunter ein absoluter Klassiker, die Via Michelin-Bocco, 6b (5c+ A0) mit 17 Seillängen - die Via Torinesi herausgepickt. Der Zufall (die geplante Via Normale, 4b gleich daneben war von einem italienischen Pärchen besetzt) hat uns eine spannende und doch irgendwie legere Nachmittagsbeschäftigung zugespielt; zum Ausklang ein gemütlicher Stadtbummel draußen in Pinerolo.

wir starten vom Weiler hinter dem oberen Parkplatz; beide sind gut ausgeschildertein gemütlicher Wanderweg führt in wenigen Minuten hinüber zum ...... Colle Ciardonet, auf dem von rechts die untere Zustiegsvariante mündet; dahinter schon die Rocca Sbaruaeine knappe halbe Stunde später erreichen wir das Rifugio Melano am Fuß der einzelnen Sektorengleich hinter der Hütte zieht ein guter Steig den Wald hinauf zum Sektor „Normale“; die leichte Via Normale verläuft über die Pfeilerkante in Bildmitte, unsere „Torinesi“ durch die Platten am linken Rand und rechts oberhalb des kleinen Daches um die Kante herum auf die linke NaseMutter und Tochter in der 1. Seillängedoch mehr als eine Baseclimb-Spielerei? Ronja und Ulli in der 2. SL, daneben die italienische Seilschaft am 1. Stand der Via NormaleRonja (6) hat schnell Freundschaft mit den ungewohnten glatten Granitrissen geschlossendie Mädels knapp unterm 2. Stand, die Italiener treten den Rückzug an, links unten das Hüttendachnach einer abenteuerlichen Kantenquerung haben die beiden die Austiegsverschneidung erreichtRonja auf den letzten Meternam Ausstieg der „Torinesi“von hier leiten Ketten links hinunter ...... über teils schmale Bänder auf einer Art Klettersteig ...... zurück zum Einstieg
(31.05.2017)

Literatur: Känel: Plaisir Sud, Schweiz, Italien; deutsch, französisch, italienisch. Reichenbach: Filidor.

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