nature-classic

Feigentalhimmel, 1994 m + FILM

Entlegener Schiberg zwischen Alm- und Offensee.

Totes Gebirge, Offensee, Oberösterreich. Aufstieg 1600 Hm.

Offensee, 15 km sö. von Ebensee im Salzkammergut – Rinnerhütte – Rinnerboden – NW-Flanke auf den Feldkogel – Feldkar – Höllkar – Ausseer Hirschkar – W-Hänge auf den Feigentalhimmel – zurück zur Scharte vor dem Rosskogel – nordseitige Abfahrt durch die Hirschgrube – Manger Weißhorn – Brennetgraben – Weißeneckbach – Gschirrhütte – Hochpfad – P Offensee.

ÜbersichtKarte, gepunktet die Standardtour vom Offensee aufs Weißhorn

Eine großzügige, abwechslungsreiche Tour, welche die viel bekanntere Standardtour auf Weißhorn und Rosskogel quasi umrundet; ihr höchster Punkt, eben der Feigentalhimmel, überragt die beiden Nachbargipfel, obgleich auch er die 2000-Meter-Marke nicht ganz schafft. Die Runde ist eher fürs Frühjahr zu empfehlen, für kurze Hochwintertage ist sie reichlich ausgedehnt. Die wunderschöne, nordseitige Abfahrt ist zwar nicht sonderlich steil, dafür präsentiert sich der Sommerweg-Aufstieg zur Rinnerhütte wegen seiner gesicherten Stellen und Lawinenhänge wesentlich problematischer als der übliche Winteraufstieg über den Hochpfad aufs Weißhorn. Ab Feldkogel eine hinreißende Plateauwanderung, die flankierenden Gipfel können auch von dieser Seite mühelos erstiegen werden. Die Mangerweißhorn-Abfahrt ist zweifellos ein Zuckerl, lediglich unten in den Tälern kann man sich bei zu direkten Abschneidern aus dem Lahnganggraben hinüber zur Gschirrhütte leicht im Unterholz verheddern. Auf dem Rückweg zum Hochpfad, wo man auf die Weißhorn-Spuren trifft, ist es meist schon spät geworden – gab’s an dem Tag doch wirklich viel zu schauen!

Aufstieg am Sommerweg zur RinnerhütteFeigentalhimmel gegen W (Rinnerkogel)reizvolle Plateaulandschaft an den sanften Gipfelhängen des FeigentalhimmelEinfahrt vom Sattel zwischen Feigentalhimmel und Rosskogel in die HirschgrubeHirschgrube gegen NO (Kasberg)die Hirschgrube wird zum Manger Weißhorn, die großzügige Abfahrt endet in den entlegenen Gräben, durch die der Nordalpen-Weitwanderweg 04 zwischen Almsee und Offensee führtAbfahrt am Manger Weißhorn, darüber der Feigentalhimmeleine Folge von perfekten Schihängen bis in den Hochwald hinunter, Blick auf Almtal und Kasbergder burgartige Rosskogel von NOin den entlegenen Gräben am Nordfuß des Toten Gebirges kann man sich leicht im Urwald verheddern - wer ganz sicher gehen will, nimmt lieber den kleinen Umweg über die Forststraße in Kauf
(15.04.2006)

Hier der Film zur Tour: 

Weitere Touren im Rahmen der Film-Monographie (von West nach Ost):

>Mittagkogel/Gimbachflanke - Petergupf (Schrottkamm)
> Schönberg (Wildenkogel) - Feuertal (in Vorbereitung)
> Grünberg – Scheiblingkogel – Rinnerkogel-Nord
> Weißhorn - Rosskogel
> Wildkar - Grieskar (in Vorbereitung)
> Schermberg – Hetzaugraben – Büchsenkar - Jakobinermütze (in Vorbereitung)
> Kreuz - Hungerau (in Vorbereitung)
> Winterüberschreitung Kl. Priel – Welser Hütte (in Vorbereitung)
> Hirscheck - Nordflanke
> Torstein - Loigistal (in Vorbereitung)

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf die Königstour im weiten Umkreis verweisen: die Gesamtüberschreitung des Toten Gebirges vom Pyhrnpass nach Bad Ischl.

Literatur: Rabeder: Schiführer Totes Gebirge. Linz: Oberösterreichischer Landesverlag 1977.

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