nature-classic

Rührkübel, 2402 m

Mehr als ein Eimer voller Schiglück.

Goldberggruppe, Salzburg, Rauris. Aufstieg 1400 Hm.

P Frohnwirtbrücke/Bucheben, ca.10 km südl. von Rauris – Buchebenmaisalmen – Gemeindewald – Lercheggalm – Wetterkreuz – N-Flanke in den Sattel zwischen Türchlwand und Rührkübel, Schidepot – O-Grat auf die Gipfelzacken.

ÜbersichtKarte

Eine perfekt ausgewogene Unternehmung: weite Wiesen vom Talboden an, gutmütiges, auf Forststraßen leicht zu überlistendes Waldgelände, eine Traumalm mit endlosen, wunderbar geneigten Hängen. Erst am letzten Hang zum Sattel wird das Schneeprofil relevant.

unser Anstieg auf den Rührkübel von Wder Rührkübel von NW (Lercheggalm)Lercheggalm gegen NNWdas Wegkreuz neben der AlmhütteBlick von den sanften Hängen der Lercheggalm gegen W auf den nördlichen Teil des Rauriser Mitterkammes - Experten geraten bei dem Anblick leicht aus dem HäuschenLercheggalm gegen SW, auf die berühmteren NachbarnAufstieg gegen SO, links die Türchlwand (die dem ganzen Gratzug zwischen Gasteiner und RauriserTal seinen Namen gibt), rechts die drei kleinen Gipfelzacken des RührkübelBlick vom Wetterkreuz gegen Nam letzten, steilsten Teil des Aufstieges; der vom Wind umtoste Gipfelgrat der Türchlwandrechts (westlich) davon der Rührkübel; das Kreuz krönt den niedrigsten der drei Gipfelzacken, am leichtesten erreichbar ist der zweithöchste ganz links

Hat man den Grat erreicht, folgt die Krönung im wahrsten Sinne des Wortes, die für jeden anders aussehen kann, aber immer maximale Zufriedenheit schenken wird. Die anregende, fotogene Winterkraxelei auf die drei Gipfelzacken wird nicht jedermanns Sache und auch nicht immer sinnvoll sein; zumindest sollte man den kurzen Grat auf den östlichsten Turm versuchen, man sitzt auf seinem Tabernakel höher als beim Gipfelkreuz selbst.

Ulli am Rührkübel Ostgrat; rechts dahinter das Schidepot, darüber der zerschartete Gipfelgrat der TürchlwandBlick vom Ostgrat gegen S, am Horizont der Tauernhauptkammgegen SSW auf die berühmten Schigipfel über Kolm Saigurnweiter am Grat, er wird bald schmälerein elegantes Finale für diese schöne Tourzuletzt noch ein steiler Schneebuckel, ...... und Erich steht auf dem östlichsten, zweithöchsten GipfelturmRührkübel gegen W, das Auge tastet sich über ganze Staffeleien von aufregendsten Schibergen (?)

Ein „Pflichtgipfel“ ist aber der haushohe Felsklotz am Beginn des Aufschwungs zur Türchlwand, auf der anderen Seite des Schidepots: kein Aufwand, keine Schwierigkeiten, dafür ungetrübter Blick auf den Großglockner und noch viel mehr. Normalverbraucher werden von hier aus die nächste Tour auf Silberpfennig oder Sonnblick planen, Experten können sich mit Sicherheit länger nicht von Hocharn, Ritterkopf oder gar einem noch größeren Geheimnis der näheren Umgebung (???) lösen.

nur ein paar Schritte östlich, auf der anderen Seite des Schidepots liegt am Fuß des Steilaufschwungs zum Türchlwand SW-Gipfel ein auffallender, haushoher Felsklotzrechts herum geht's leichter auf diesen „Pflichtgipfel“Blick vom Felsblock gegen WSW - der Rührkübel Hauptturm kann die Sicht nicht länger verstellengegen W überblicken wir alle drei Rührkübelzacken bis hin zu den 3000ern der nördlichen Glocknergruppeder Beginn einer herrlichen AbfahrtUlli hat den einzigen steileren Hang schon hinter sichsie setzt zur Schrägfahrt an, ...... die uns wieder hinüber in die Sonne bringtauf den flachen Hänge über der Lercheggalm
(01.02.2010)

Literatur: Heugl: Meine Spur. Salzburg: Rupertus 2006.
Schranz; Hohe Tauern. Die schönsten Schitouren. Innsbruck/Wien: Tyrolia 2005.