nature-classic

Sternspitze, 2497 m

Über den Kometenschweif am Eingang des Pöllatales.

Ankogelgruppe, Hafnerkamm, Rennweg, Kärnten. Aufstieg 1100 (1200) Hm.

P am westl. Ortsrand v. St. Peter, 2 km nw. Ausfahrt Rennweg (A10 Tauernautobahn), ev. beim Hof Peitler, gut 100 Hm oberhalb - Forststraße Jagdhaus Elisabeth - NO-Kamm zum Stampatzspitz - Ü (OSO-Grat) Sternspitze - Abfahrt SSO-Flanke zur Wansingalm - Forststraße über dem Wolfsbachtal zurück zum P.

ÜbersichtKarteunser Aufstieg auf den „Stern“ von Osein anderes Gesicht von NW (Abfahrt von der Seemannwand)

Zwischen Malta- und oberstem Murtal versteckt das Pöllatal eine Reihe von einsamen, sehr lohnenden Schizielen. Die Sternspitze (bei den Einheimischen nur „der Stern“) liegt gleich am Eingang des Tales, der Ausgangspunkt ist von der Tauernautobahn in fünf Minuten erreichbar - ein perfektes Ziel etwa für einen Anreisetag.
Viel lohnender als der in den Führern vorgeschlagene Anstieg über die Wansingalm ist der lange, sanft geschwungene Ostkamm über den Stampatzspitz. Zwischen immer lichter werdenden Lärchenbeständen wird nach und nach die bildschöne Himmelstreppe auf unser astrales Ziel sichtbar. Auf der teils wild überwechteten Schneide lernt man gleich noch eine andere Seite des Berges kennen, die Goslitz, ein weiterer Anstieg für Individualisten.

Blick von der Elisabeth Jagdhütte gegen NNW (Absprung)am Waldkamm wird langsam der Blick auf unser Ziel freiStillpause am Ostkamm des Stampatzspitzkeine Orientierungsprobleme am Übergang zum Sternnoch 450 Hm knapp neben dem stark verwechteten GrataufschwungBlick gegen OSO auf Stampatzspitz und RennwegUlli und Ronja am Gipfel des SternBlick vom Gipfel nach NO über den Lungau auf die Schladminger Tauerngegen NNO ganz am Horizont der Dachsteinim NW die zentrale Hafnergruppe über der Lasörndie unmittelbaren Nachbarn im W haben allesamt mehr Schnee zu bieten als unser sonnenverwöhnter Himmelskörper; auch die Wandspitze wird von der Wansing aus gern mit Schi bestiegenhinter der Torscharte verbirgt sich die Faschaun, ein Schitourendorado über dem Maltatal

Den Normalweg erleben wir dann bei der Abfahrt, trotz der Höhe von beinahe 2500 m müssen wir Anfang März in der sonnigen Flanke den Schnee schon suchen. Bei mangelnder Unterlage ist man rund um die Wansingalm mit Wandspitze, Poisnig oder Stubeck besser beraten.

Blick nach W auf Poisnig (links) und Wandspitzeim SW der weite Kessel der Wansing mit dem Stubeckeine fotogene senkrechte Wandstufe begrenzt das berühmte PoisnigbrettRückblick von der Wansingalm auf die etwas rassigeren Schiberge Poisnig und Wandspitze

Der Stern hat übrigens auch noch eine dritte, unnahbare Seite - die bekommt man auf der unvergesslichen Tour über die Lasörn auf die Seemannwand präsentiert.
(07.03.2011)

Literatur: Zink: Schitouren in den Südalpen II. Bildband mit Tourenheft. Wien/Graz/Klagenfurt: Carinthia 2009.
Sagmeister/Wutte: Schitourenführer Kärnten West. München: Rother 2010.

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