nature-classic

Leckkogel, 2032 m

Am südlichsten 2000er des Gosaukammes.

Dachsteingebirge, Gosaukamm, Lungötz im Lammertal, Salzburg. Aufstieg 1100 Hm.

P Schichl, Neubachtal  4,5 km östl. Lungötz – Forststraße Lindeggwald – Arzbergalm-Sattel – SW-Fl./SW-Kamm Leckkogel.

ÜbersichtKarteder Leckkogel von W aus dem Neubachtal ...und aus WSW vom Gipfel des Gerzkopf

Neben der berühmten Route übers Losegg aufs Kampl ist der Leckkogel das zweite Schitourenzuckerl an der Gosaukamm-SW-Ecke. Bei unserer ersten Ausfahrt mit Ronjas Tourenschlitten haben wir den etwas unüblichen Anstieg von W aus dem Neubachtal gewählt, nicht zuletzt um bei der Probefahrt nicht allzu viele Zeugen zu haben. Der Stapellauf verlief erfolgreich, wegen des griesgrämigen Wetters bekamen wir heute auch an der häufiger besuchten Südseite über der Arzbergalm keine Leute zu sehen.
Diesmal können wir leider keine Gipfelfotos präsentieren - auf Höhe des Austriasteiges (der Westhälfte der im Sommer so berühmten Gosaukammumrundung) hat es endgültig zugezogen und wir haben mit Ronja vernünftigerweise das Weite gesucht.
Der Gipfelhang steilt nach oben hin immer mehr auf und ist die einzige alpinere Einlage der Tour. Das von Gräben durchzogene Waldstück unterhalb des Arbergalmsattels lässt sich bei gutem Schnee entlang des Sommerweges passabel überwinden, nur der Tourenschlitten (bzw. das dazugehörige Pferd) nähert sich hier bereits im Aufstieg seinen Grenzen. Auf Forststraßen, Ziehwegen und in leichterem Tourengelände allerdings bewährt er sich hervorragend und ist der Rückentrage vorzuziehen. Nähere Details über den selbst gebastelten Tourenschlitten sowie seine Einsatzmöglichkeiten im Anhang unserer Tour auf den Kuhberg.

die Jungfernfahrt unseres Tourenschlittens in der Waldquerung zwischen Neubachtal und ArzbergalmBlick über die Arzbergalm nach SW, das Wetter wird nicht besseram Anstieg zum Leckkogel, kurz unterhalb des Austriaweges; den Schlitten haben wir weiter unten im Waldgelände geparktdie Windstärke nimmt zu, vor dem Whiteout nehmen wir Reißaus mit Ronjaschnell noch ein paar gschmeidige Schwünge im Pulver oberhalb der Arzbergalmdann schnell zurück auf der für den Schlitten teils anspruchsvollen Waldquerungals wir die Forststraße erreichen, schläft Ronja tief und fest; Sekunden danach setzt starker Schneefall ein, wir schließen das Verdeck und gleiten hinunter ins Tal
(25.12.2011)

Literatur: Heugl: Meine Spur. Salzburg: Rupertus 2006 (übliche Route von S).
Brandl: Skiführer Dachstein-Tauern. München: Rother 2005.
Schall: Genuss-Schitourenatlas Österreich Ost. Wien: Schall.

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