Jaunbong, 740 m

Bukhansan Nationalpark, Seoul, Südkorea. Aufstieg insgesamt 900 Hm.

Mangwolsa Station (U1- 112) - Dobong Office des Nationalparks - Talaufstieg zum Mangwolsa Tempel - Hauptkamm - N-Grat Podaesan (alternativer Aufstieg vom Dobong NP-Office über den Darak-Kamm) - Klettersteig (B/C) über eine tiefe Scharte und die folgenden Granittürme zum Jaunbong - Abstieg am Westfuß der Türme Manjangbong und Seoninbong - Dobong Shelter und Ranger Station - Nationalparkzentrum mit Museum - Dobongsan Station (U1 oder U7).

Übersicht SüdkoreaKarte SeoulKarte JaunbongPlan unserer Überschreitung von Ostendie 30-Millionen-Stadt Seoul ist durchsetzt von großen Grüngebieten. Blick aus der Nordflanke des Guryonsan übers Stadtzentrum auf den Bukhansan-Nationalpark: Der Baekundae verbirgt sich hinterm höchsten Turm, die Dobongsangruppe steht rechts hinter den Drillingendie Überschreitung von Osten (Dobongsan Station)die Halbtagesrundtour gibt ein vielfältiges Bild Koreas auf engstem Raum: Über den buddhistischen Tempel Mangwolsa steigen wir hinauf ...... zu den höchsten Gipfeln der Dobongsangruppe, ...... an denen einfache Wanderer wie abenteuerlustige Kletterer ein reiches Betätigungsfeld vorfinden

Neben der Besteigung der höchsten Zinne des Bukhansan, dem Baekundae, möchten wir euch noch eine weitere Tour im äußersten Nordosten des Nationalparks vorstellen. Schon von Weitem fallen die vielen Türme und Nadeln des sonst meist grünen Hauptkammes ins Auge. In der Tat fällt die Überschreitung des Dobongsan zwischen Podaesan und Jaunbong etwas schärfer aus als die Ersteigung des Hauptgipfels. Der Klettersteigabschnitt ist zwar nicht besonders lang, die Turnerei an den zaunartigen Stahlseilsicherungen erweist sich aber stellenweise als ziemlich exponiert und sollte nicht unterschätzt werden. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auf den Umgehungssteig ausweichen (Detour-Trail).
Vergleicht man die offizielle NP-Karte und die vielen Infotafeln unterwegs, fallen so manche Ungereimtheiten auf. Auch unter den Einheimischen divergieren die Namensgebungen, all das fällt aber nicht weiter ins Gewicht, ins Tal findet man auf alle Fälle wieder. Der erste Felsgipfel mit hölzernem Aussichtsplateau ist der Podaesan, die höchste Erhebung der Jaunbong, Dobongsan bezeichnet keinen Einzelgipfel, sondern das ganze Massiv.
Fernöstliches Heurigenflair der Vororte, ein bildschönes buddhistisches Bergkloster, die bizarre Granitwelt hoch über den Wohntürmen einer 30-Millionen-Stadt - das alles und noch viel mehr finden wir nur 50 U-Bahn-Minuten hinter Gangnam.
Allgemeine Reise-Infos sowie Links zu weiteren Touren in Südkorea findet ihr zu Beginn bzw. am Ende der Besteigung des Baekundae.

eine Viertelstunde von Mangwolsa Station steht das Dobong Nationalpark Office; gleich dahinter eine Wegteilung: geradeaus über den Darakgrat direkt auf den ersten Gipfelwir halten uns aber rechts kurz hinüber ins Mangwoltal mit seinen malerischen Restaurants, ...... in denen man sich direkt am Bach stärken kanndas Tal verengt sich bald zur Schluchtgeschickt schlängelt sich der Steig ...... vorbei an zahlreichen Rastpunkten ...... hinauf zur buddhistischen Tempelanlage von MangwolsaMangwolsa wurde vom Zenmeister Haeho im Jahr 639 gegründetnicht einmal die beiden Harubangs - steinerne Schutzgötter, die ursprünglich an den Küsten Koreas platziert wurden, um feindliche Eroberer abzuschrecken - konnten die totale Zerstörung des Klosters während des Koreakrieges 1950-53 abwendenunschätzbare Kunstwerke gingen dabei in Flammen aufdie wichtigsten Gebäude des heutigen Komplexes wurden in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts rekonstruiertauf dem Chunbongsunsa Monument sind Namen und Heldentaten bedeutender Zenmeister eingraviertknapp 200 Höhenmeter oberhalb des Klosters ...... betreten wir den Hauptkamm des Dobongsan; in Blickrichtung könnte man in eineinhalb Stunden an sein nördliches Ende weiterwandern, auf den 551 m hohen Sapaesanwir steigen aber in südlicher Richtung über steile Holztreppenfluchten hinauf zum Podaesan; Gipfelblick gegen Osten auf den Darak-Kammzum Greifen nahe bereits die höchsten Zacken des Dobongsannach kurzer gemütlicher Kammwanderung ...... beginnt der Klettersteig mit einem Steilabstieg in die tiefe Scharte vor dem nächsten Turm; er wird in dem schattigen Riss (in Bildmitte unten) umgangen; genau darüber erkennt man Klettersteiggeher am folgenden Turmgipfel, der überklettert wirdjenseits der Scharte geht's im erwähnten Riss hinauf ...... und nahe der Schneide auf die Spitze der Felsnadelohne Höhenverlust zieht der Kamm weiter zum nächsten Gipfel, diesmal ein runder BuckelRückblick über den Grat zum Podaesandie beiden koreanischen Mädels machen sich an das letzte Stück zum Hauptgipfelüber einen breiten Sattel hinüber in die Scharte zwischen Manjangbong (links) und Jaunbong am letzten Stück hinauf zum Jaunbong gibt's Einbahnregelungdie letzten Meter zum Gipfel, links hinten wieder der PodaesanGipfelblick gegen SW aufs Baekundae-Massivden Abstieg nehmen wir durch das kleine bewaldete Kar am Fuß der Gipfelfelsen von Manjangbong und Seoninbong, welche auf der Rüchseite beachtliche Wandformationen aufweisenBlick aus dem Waldkar nach Süden; man darf nicht vergessen, dass wir uns im Bukhansan-Nationalpark mit seinen 80 km² inmitten einer Megacity befindenim Park finden sich natürlich zahlreiche Klettermöglichkeiten inklusive Mehrseillängenroutendie Seoninbong Südostwand aus dem Tal, ...... durch welches wir über ein Nationalparkzentrum mit Museum wieder die U-Bahn erreichen
(16.06.2018)

Karte: Bukhansan Nationalpark 1:35.000 vom Koreanischen Nationalparkservice, www.knps.or.kr; günstig erhältlich an allen größeren Parkeingängen.

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