nature-classic

- Wasserspiele, 4+, 400 Hm

11 Seillängen, 500 Klettermeter, Einfachseil, 3 Express.
Allgemeine Infos, Zustieg und Fluchtweg siehe Rotgschirr-Übersicht.

Topo (pdf 3,76 Mb)

Diese paar Seillängen sind ein Muss für Neurologen und sonstige gscheite Menschen, die danach trachten, tiefer in das Wesen von Natur und Kunst einzudringen. Und erst recht für Normalsterbliche, die einfach zum tausendsten Mal spüren wollen, wie geil Klettern ist. Super Wasserfraß und knietiefe Wasserrillen gibt´s natürlich auch woanders, aber solch einem Marmorslot wie in der 3. oder Mäander-Racheln wie in der 6. Seillänge sind wir nicht einmal im Iran begegnet. Diese Skulpturen der genialsten Bildhauerin Natur klettern zu können beeinflusst mit Sicherheit mehr als nur unseren Blutdruck.

Einstieg gegen Neunerkogelnach schneereichen Wintern liegt die 1. SL und oft sogar die 1. Hälfte der 2. SL unter hartem Firn begraben, Vorsicht beim Zustieg übers Schneefeld! Umgehung zum 2. Stand um 2; im Bild Bianca in der Randkluft knapp neben dem 2. StandWannenverschneidung der 2. SL

1. SL: Vom Einstiegstaferl die gestufte, plattige Kaminverschneidung aufwärts zu Terrasse mit Stand (auch von rechts über gutmütige Stufen erreichbar).

2. SL: Verschneidungsriss (Friend 2 brauchbar), bei zweiter Gelegenheit links über flache, wannenglatte Platten in den Grund der Riesenverschneidung, genauso glatt weiter zum Standbalkon.

3. SL: Links ums Eck und durch den Slotcanyon zur Rechten. Nicht ganz einfach, keine H, aber runterfallen kann man nicht wirklich. Nicht ins grasige Zeugs links ausweichen.

4. SL: Möglichst gerade die Wasserrillen empor, links leichter.

5. SL: Gerade weiter über einen Buckel, die wunderschönen Platten rechts oberhalb sind manchmal nass (notfalls beim BH links den kurzen Rampenriss hinaus und ein paar Schrofenmeter zum Stand).

6. - 8. SL: Keine H, besseres Gehgelände, rechts die Mäander-Racheln. Am 8. Stand Alutaferl, Beginn des Fluchtweges zum Sepp Huber Steig.

9. SL: Weiterhin Gehgelände.

10. SL: Flach hinauf auf ein Band, an der rechten Kante einer kleinen Verschneidung auf die nächste Leiste und rechts zu Stand.

11. SL: Steiler und glatt zu BH, waagrecht nach rechts und hinauf um die Ecke zum Stand. Auf dem breiten, flachen Geröllband 80 m nach W.

Wer sich mit den Wasserspielen zufriedengibt, quert noch weitere 70 m auf dem anschließenden Grasband zur 25-m-Abseilstelle (siehe Rotgschirr-Übersicht - Fluchtweg), ansonsten 25 m gestuft hinauf zu Alutaferl und STH. Hier hat man die Qual der Wahl: Rechts 1 SL vorsichtig auf die Poseidonterrasse hinaus und weitere 100 m am Wandfuß waagrecht nach W zu dessen Einstieg spazieren. Oder nochmals kurz gerade empor zum bereits sichtbaren Damokles - Einstiegstaferl.

perfekte Platten der 5. SLErich im Plattenquergang der oberen 5. SL (original)die wunderschönen Mäanderracheln der 7. SL, etwas rechts der Verschneidungder Plattenquergang in der 11. SL, rechts hinüber in die Falllinie des Damoklesdie Fluchtwege vom 8. bzw. 11. Stand der Wasserspiele zum Sepp Huber Steig

(2008)

Literatur: Jentzsch, Genußklettern Österreich Mitte. Bad Häring: Alpinverlag.

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