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Sizilien

8.10. bis 01.11.2018.
Fünf Tage in einer der letzten unberührten Landschaften der Sonneninsel.

Osttirol

San Miguel de La Palma, Kanarische Inseln, Spanien.

Übersicht Kanarische InselnKarte La Palma mit unseren wichtigsten Anlaufstellen

La Palma und Teneriffa sind gewiss die landschaftlich abwechslungsreichsten und grünsten der Kanarischen Inseln. Die karge Ödnis von Lanzarote oder Fuerteventura findet man auf der „Isla Verde“ nur an der äußersten Südspitze, wo der jüngste Vulkanausbruch erst im Jahr 1971 zu beobachten war. Der Rest der Insel (seit 2002 Biosphärenreservat) ist oft von dichten Kiefern- und Lorbeerwäldern bedeckt, wobei der Nordosten - wie auch auf den anderen Kanaren zu beobachten - die meiste Feuchtigkeit abbekommt. Die Form des 726 km2 großen Eilandes ähnelt einem Faustkeil, dessen scharfe Spitze nach Süden weist. Das Rückgrat dieses Ausläufers bildet die junge Vulkankette der Cumbre Vieja, während der Nordteil der Insel von der gigantischen Caldera de Taburiente geprägt wird. Dieser Erosionskrater - einer der größten der Welt - hat etwa 10 km im Durchmesser, der 28 km lange Kraterrand erreicht im Roque de los Muchachos eine Höhe von 2426 m und ist auf Wanderwegen in seiner gesamten Länge zu begehen. Leider können wir die Gesamtüberschreitung hier nicht präsentieren - wie schon vor 3 Jahren am Teide/Teneriffa hat uns der Wettergott einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Begleitet uns im Folgenden auf eine Inselumrundung im Uhrzeigersinn, ausgehend vom Flughafen südlich der Hauptstadt Santa Cruz. Neben kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten begeben wir uns dabei auf drei kurze Rifftouren und kraxeln auf einen Minikrater in Küstennähe. Für drei weitere längere Touren auf Vulkane im Inneren des Eilands und in die Caldera de Taburiente s. die Links ganz unten.

wir starten unsere Inselrunde an der Ostküste in Los Cancajos nördlich des Flughafens: von der Punta de la Arena aus erblickt man schon die Inselhauptstadt Santa Cruz, wo wir die Tour nach knapp 200 km beschließen werden30 km weiter südlich wandelt sich das grüne Inselbild: am Kraterrand des Volcán San Antonio - 600 m über dem Atlantik - sind Ocker- und Grautöne vorherrschend, seinen letzten Ausbruch erlebte er vor knapp 400 Jahrenan den Lava- und Schlackenhängen der Südseite, dem Malpaís, hegen die einheimischen Winzer mit großer Mühe ihre Reben. Jede einzelne Reihe hat ihre eigene Trockensteinmauer (Catena - Kette), die sie vor den heftigen Passatwinden schützen soll; dahinter die Montaña del MagoPunta de Fuencaliente - die äußerste Südspitze der Insel mit ihren Salinendahinter verbergen sich etliche malerische Felsbuchten mit schwarzem Lavasand, wie hier die Playa ChicaBananen sind das Hauptexportgut von La PalmaPuerto Naos, der südlichste Touristenort an der Westküstenur knapp oberhalb der Küste erhebt sich über dem gleichnamigen Ort der dreigipfelige Zwergvulkan des Todoque, 348mbeim Erklimmen des lang gestreckten Südgrats hat man die Wahl zwischen dem harmlosen Wanderweg und der parallel verlaufenden zerscharteten Lavarippeknapp vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir den Gipfel des Todoque; im Norden die Bananenplantagen um Los Llanos de Aridane, rechts hinten der einzige Einschnitt in die gewaltige Caldera de Taburiente - der Barranco de las Angustiassüdwestlich unterhalb der Ortschaft Tijarafe überspannt einer der häufigen Regenbögen den Felsrücken hinunter zur Punta del Candelariaganz unten führt ein uralter Saumweg durch die letzten Steilabbrüche zum Meer ...... um ein Eck in einen der eindrucksvollsten Winkeln auf La Palmadie Cueva de Candelaria, auch Piratenbucht genannt, ist ein riesiger, halbseitig überdachter Felsdom mit etwa 2 Dutzend Steinhäuschendas abgeschiedene Höhlendorf wird von Fischern als Unterschlupf genutzt und dient auch als verträumtes Hide-away fürs Wochenendedie enge Höhlenbucht bietet einen der wenigen Anlandemöglichkeiten der nördlichen Westküste von La Palma und war in den vergangenen Jahrhunderten bei Piraten und Schmugglern ein geschätztes, uneinsehbares Versteck keine 2 km weiter nördlich wartet das nächste Wanderziel an der imposanten Steilküstedurch einen urigen Felstunnel ...... mit Lichtschalter ...... gelangen wir hinunter zur Playa de la Veta, eine etwa 100 m lange Badebucht in überwältigender Umgebungauf unserer Weiterfahrt in den Norden passieren wir zahlreiche lohnende Aussichtspunkte, wie den Mirador de Garome hoch über dem gleichnamigen Barranco ...... oder den Mirador de los Dragosder Drachenbaum ist eine Besonderheit von La Palma, er ist eigentlich kein echter Baum sondern gehört zur Familie der SpargelgewächseTiefblick vom Mirador de la Gracias in den Barranco del Roquemittlerweile sind wir im äußersten Nordwesten der Insel angelangt; Tiefblick vom Mirador El Serradero unterhalb von Santo Domingo de Garafíanach kurzem Abstieg an der zerklüfteten wildromantischen Küste ...... erreichen wir Punta und Roque de Santo Domingobeim Wiederaufstieg zum Städtchen ...... treffen wir in einem begrünten schluchtartigen Einschnitt auf die Petroglyphen eines Versammlungsplatzes der Guanchen, der Ureinwohner La Palmasam Dorfplatz von Santo Domingo de Garafíadas Innere der Kirche Nuestra Señora de la Luzsteile, enge Bergstraßen führen von den Höhen hinab an die Nordküste der Insel, wie hier entlang des Barranco del Rio Hombre ...... nach El Tablado, in eines der ursprünglichsten Dörfer La Palmasweiter nach Osten, in Richtung Barlovento, verliert die Küste an Schroffheit; Blick vom Mirador La Toscaam Mirador de Los Gomeros befinden wir uns schon wieder an der Ostseite der Insel, vor uns die Hauptstadt Santa Cruzin den steilen Berghängen oberhalb von Santa Cruz kleben kleine Orte mit beliebten Wallfahrtsstätten, etwa die Kirche Nuestra Señora de Candelaria in Mirca ...... oder das Santuario de Nuestra Señora de las Nievesgleich hinter der sehenswerten Kirche beginnt übrigens die Rundwanderung durch eine der wildromantischen Talschluchten der Insel, dem Barranco de la Maderaquasi vor den Toren der Wallfahrtskirche Las Nieves stürzt der Unterlauf des Barranco de la Madera hinunter zur Küste nach Santa Cruzdie Hauptstadt von Süden, am linken Bildrand der erwähnte Barrancodie Straßen von Santa Cruz sind festlich für den berühmten Karneval geschmückt, zu dem alljährlich viele Bewohner von den Nachbarinseln anreisenInnenhof in Santa Cruzmalerische Plätze sind willkommene Rastpunkte zwischen den belebten StraßenProbe im Teatro Circo de Matre, das Wiener Kammerorchester gastiert beim 40. Musikfestival der Kanaren gleich auf fünf Inselndie Markthalle in Santa Cruz de La Palmadie schmucke Strandpromenade der Avenida Maritima
(02.2018)

Literatur: Wolfsperger: La Palma. Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. München: Rother Wanderführer 2012.

Weitere Touren auf La Palma:
Pico Bejenado und Caldera de Taburiente, Paradeaussichtsberg am Südrand des Riesenkraters
Volcán Tajuya, Wanderung zum Krater über den „Glockentürmen“
Volcán San Antonio - Volcán Teneguía, auf die jüngsten Vulkane an der Südspitze der Insel
In unserem Beitrag über den Teide-Nationalpark findet ihr Links zu fünf weiteren Wanderungen bzw. zu den Klettergärten auf der Insel Teneriffa.

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