Monte Conero, 572 m. Due Sorelle

Conero-Naturpark, Sirolo, Marken, Italien. Aufstieg 300 Hm.
P am nördl. Ortsrand von Sirolo, ca. 20 km ssö. von Ancona - Passo del Lupo - schmaler, teils versicherter Abstieg durch die steilen Flanken zum Sandstrand mit den zwei Schwestern; die etwas höhere Kapspitze kann direkt über den kurzen W-Grat (II-) erklettert werden. Für jene, die an der Küste entlang noch weiter nach Norden in Richtung Ancona vordringen wollen, ist als Abstiegshilfe jenseits der Scharte ein altes Tau angebracht. Die netten Kletterrouten an der bergseitigen Kapwand harren einer gründlichen Sanierung, das vorhandene Hakenmaterial ist hoffnungslos veraltet und vom Meerwasser angegriffen.

 

ÜbersichtKarteder Monte Conero mit unserer Wanderung von NO

Vom Land aus vor zudringlichen Blicken perfekt geschützt verbirgt sich in den Steilabbrüchen des Conero-Naturparks die wohl eindrucksvollste Küstenwanderung der gesamten italienischen Adria. Selbst vom exponiert gelegenen Dorfplatz in Sirolo - einer „Königin der italienischen Seebäder“ - wirkt das Vorgebirge alles andere als spektakulär. Erst nach knapp einstündigem, entspanntem Marsch über Fahrsträßchen und Waldwege erwacht an der ausgesetzten Schulter des Passo del Lupo schlagartig der Entdeckerdrang. Beim Abstieg über die schmalen, teils versicherten Bänder ist stellenweise Vorsicht geboten. Unten angekommen erliegen die meisten dem verlockenden „Dolce far niente“ am feinsandigen Traumstrand, Klettertüchtige kraxeln auf einer Felsrampe hinüber in die Scharte und direkt über den verwegen aussehenden Westgrat auf die höchste Kapspitze. Von dort blickt man den beiden zum Greifen nahen Inselschwestern aufs Haupt.
Die Auffahrt zum Gipfelplateau des Monte Conero (Hotel in einem ehemaligen Kloster aus dem 12. Jahrhundert) lohnt sich nur für die Spaziergänge zwischen Nord- und Südbelvedere, die Zufahrt zum eigentlichen Gipfel ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt (Militärgelände).

an der sonst meist so flachen Adriaküste ungewöhnlich, aber jetzt nicht gerade atemberaubend: der Ostabfall des Monte Conero, gesehen von der aussichtsreichen Piazza des Badeortes Sirolo. Im erste Teil der Wanderung queren wir durch den Wald hinüber auf die Höhe des ersten Aufschwungs, den Passo del LupoRückblick gegen Süden auf Sirolodas Verbotsschild an der Gabelung braucht man nur als Warnung und Haftungsausschluss verstehen, der Weg wird permanent begangendas Fahrsträßchen wird zum Waldweg ...... und schließlich zum schmalen Steig; erster Tiefblick auf die Zwei Schwestern, der Pfad führt in die Scharte rechts der Bildmitte hinunter und dahinter endgültig zum Strandhinter der schmalen Schulter des Passo del Lupo ...... beginnt der exponierteste Abschnitt der Tour über schmale, versicherte BänderRückblick auf die Abwärtsquerung durch die obere Steilflankeüber einen freien Sporn ...... erreichen wir steil die oben erwähnte Scharte ...... und zehn Minuten später den herrlichen Sandstrandim Norden wird der Strand von einem spitzen Felsturm und den beiden Inselschwestern abgeschlossen (die westliche ist verdeckt); den Turmgipfel erreicht man über die ausgewaschene Rampe links unten, die dahinter liegende Scharte und den etwas ausgesetzten, aber nicht sehr schwierigen Westgrat (II-)hübsche Einschlüsse hinter der RampeBlick von der Turmspitze auf die Due Sorelle ...... und auf den Rückweg
(18.10.2018)

Literatur: Frank: Marken - Adriaküste. München: Rother Wanderführer 2014.

Links zu weiteren Wanderungen und Klettertouren in Italien (südlich der Alpen) im nature-classic-Bericht zum Corno Grande.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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