Riegelkopf, 2920 m

Granatspitzgruppe, Felbertauern, Osttirol. Aufstieg 1300 Hm.
P Felbertauerntunnel-Südportal (B108 gut 20 km südl. Mittersill, Maut, 15 km nördl. Matrei in Osttirol) – Daberbachgraben oder Flankenquerung darüber auf ca. 2200 m – S-Flanke.

ÜbersichtKartedie Gipfelflanke des Riegelkopf von Süden (Haupmerkopf)
1300 m über der Tunnelröhre des Felbertauern und in etwa auf gerader Linie zwischen Granatspitze und Tauernkogel bietet der Riegelkopf selbstverständlich kolossale Aussicht auf Glockner, Venediger und all die stolzen Bergriesen dazwischen. Der hochgelegene Ausgangspunkt gibt uns auch in schneearmen Wintern eine Chance, die Entscheidung zwischen dem Direktaufstieg neben dem Daberbach und der weiter oben verlaufenden flacheren Hangquerung am Südwestfuß der Daberkögele machen wir von der Lawinensituation abhängig. Beim Aufstieg zu den stattlichen Gipfelhängen bewegen wir uns auf dem vierten Abschnitt der bekannten Schiroute „Hoch-Tirol“ vom Südtiroler Ahrntal zum Glockner.
Eine äußerst interessante Abfahrtsvariante für gute Verhältnisse führt übrigens vom Gipfel gegen Nordwesten hinunter in die Riegelturmscharte und durchs Finsterkar zum Nordportal.
Zur benachbarten Amertaler Höhe oder auf den Sillingkopf ist es noch ein Stück weiter, auf den einsamen Haupmerkopf im Süden sind wir anderntags von der gleichnamigen Alm gestiegen; am häufigsten wird im Gebiet um den Felbertauern jedoch die Standardtour auf den Hochgasser unternommen.

 auf der Forststraße über dem Tunnel-Südportal, Blick gegen WSW auf Plattenkögel und Wildenkogel (ganz links)aufgrund der Verhältnisse vermeiden wir den Daberbachgraben und folgen erst einmal der Spur in Richtung Hochgasser; genau an dieser Stelle zweigen wir rechts abBlick aus der Daberkögele-Querung auf Glockenkogel und Haupmerkopf (rechts)im Westen die Venedigergruppedie breite Gipfelflanke ist über weite Strecken recht sanftBlick entlang des Alpenhauptkamms gegen Südostenweiter oben sollte man sich leicht links auf der Höhe halten, ...... da man sonst eine verschärfte Steilstufe überwinden muss, um aufs Gipfeldach zu kommenwenige Meter unterm Gipfel ein weit überhängendes Turmdach ...... mit tollem VenedigerblickUlli auf dem Gipfelblocknochmals der Großvenediger über dem InnergschlössGipfelpanorama gegen Nordwest; eine Abfahrtsvariante führt knapp unterm Riegelturm rechts hinunter ins schattige Finsterkar auf der Salzburger Seite und zum Tunnel-Nordportalim Norden geht der Blick hinaus gegen Mittersill im Salzachtal, ganz hinten Wilder Kaiser und Steinbergeim Osten beginnt das Rätselraten um Hocheiser, Wiesbachhorn und Stubacher Sonnblickein paar Tage später werden wir die Einzigen am entlegenen Kalser Bärenkopf seinPrachtblick gegen Süden, unsere Abfahrtsrichtungim Südwesten die verborgenen Juwelen der VenedigergruppeAbfahrt am Gipfeldachim Osten verschwindet gerade der Glocknerdie südseitigen Hänge ...... nehmen Gott sei Dank kein so schnelles Ende
(26.12.2018)

Literatur: Stadler/Philipp: Schitourenführer Hohe Tauern. Köngen: Panico Alpinverlag 2017.
Mariacher: Schitouren in Osttirol, Band 3. Tristach: Bookz 2013.

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