Kalser Bärenkopf, NW-Gipfel, 3053 m

Granatspitzgruppe, Matrei, Osttirol. Aufstieg knapp 1700 Hm.
Kleiner P an der Felbertauernstraße B108 im Bereich Raneburg/Untere Taxeralm, gut 10 km nördl. von Matrei, 1,5 km südl. des aufgelassenen P Landeggwald (auf ca. 1400 m, Bushaltestelle, kleine Stützmauer) – Forststraße Landeggalm - bei P. 1770 im Tal rechts hinauf übers „Grüne Leitle“ nnö. ins Seetörl - S-Hänge („Lending“) auf den NW-Gipfel des Kalser Bärenkopf.

ÜbersichtKarteBlick vom Schigipfel des Kalser Bärenkopf über den obersten Teil der Abfahrt gegen SSW
Eine Schispur in eine andere Zeit. Hinter der Landeggalm, dem letzten Außenposten der Zivilisation, ziehen wir ins bezaubernde gleichnamige Tal. Eineinhalb Kilometer hinter unserer Abzweigung stünden einem noch die Anstiege auf die heiß begehrten Gipfel von Stubacher Sonnblick und Granatspitze offen, welche meist aber wesentlich kürzer und gemütlicher von der Salzburger Seite, vom Alpinzentrum Rudolfshütte angegangen werden. Der Kalser Bärenkopf ist nur unwesentlich niedriger als die beiden Prominenten, unsere Spur durch ein kanadisch anmutendes Tal, über eine geschmalzene 500-Höhenmeter-Steilstufe und anschließend über endlose perfekte Schihänge aber fast dreimal so lang ...
Unsere Tour war ein Tanz am Rand des schlechten Wetters - am Gipfel sogar mit Sturm und leichtem Schneefall; trotzdem kann man sich anhand der Fotos einen guten Überblick verschaffen.

die Landeggalm im gleichnamigen Tal, links darüber der Luckenkogel, 3100 m - er wird meist von der Kalser Seite bestiegenBlick von der Forststraße talaus auf den mächtigen Schildkogel (Mitte)vorbei an den stattlichen Hütten der Landeggalm ...... gleiten wir in den flachen Talboden hinein; schon zeigt sich die Steilstufe zum Seetörlganz hinten über dem Talschluss Stubacher Sonnblick und Granatspitze, die berühmten Schiberge über dem Alpinzentrum Rudolfshütte, welche auch vom Landeggtal aus erreichbar sindRückblick aufs Tal aus der Mitte des „Grünen Leitles“das Seetörl ist erreicht, rechts oberhalb von Ulli Wilde Mander und Glockenkogelhoch über dem kleinen See am Fuß des Luckenkogel queren wir ansteigend gegen Nordosten ...... zu den weiten Gipfelhängen des Kalser Bärenkopf hinüberRückblick auf Muntanitz und Nussingwenig unter dem Gipfel steigen wir auf den sanften WSW-Grat aus, überrascht von den alpinen Formen von Sonnblick, Granatspitze und Keeswinkelgratam Gipfel erwartet uns Sturm und leichter Schneefall; Blick gegen SO auf den 26 m höheren Hauptgipfel und die Aderspitzedas Glocknermassiv im Osten ist total wolkenverhangentief unter uns im NO die Rudolfshütte am (verdeckten) Weißseeim Norden noch einmal Sonnblick, Granatspitze und die abenteuerliche Schneide des Keeswinkelgratnur im NW zeigt sich ganz hinten über den Kitzbüheler Alpen die Sonneden Großvenediger kann man nur erahnennur im SW sind die interessanten Randberge der Venedigergruppe gut auszumachender Blick aus den weitläufigen Traumhängen unserer Abfahrt; links schieben sich Luckenkogel, Gimme (Schimme) und Muntanitz ineinander, rechts der NussingkogelUlli fährt vom Seetörl in die Steilstufenrinne ein
(29.12.2018)
Literatur: Stadler/Philipp: Schitourenführer Hohe Tauern. Köngen: Panico Alpinverlag 2017.
Mariacher: Schitouren in Osttirol, Band 3. Tristach: Bookz 2013.

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