Breitwand, 890 m. Klettersteige (B und D/E)

Gurktaler Alpen, Nockberge, Döbriach, Kärnten. Zustieg knapp 200 Hm, Luft unter den Sohlen (D) und Oberkärntner Jäger (B) jeweils ca. 100 Hm.

ÜbersichtKartedie beiden Breitwand-Klettersteige über den Dächern von Döbriach am Millstätter See

Die Breitwand, auffallende Felsbildung in der steilen Waldflanke oberhalb von Döbriach, bietet willkommene Abwechslung zum Baderummel am Millstätter See. Neben den beiden schönen und grundverschiedenen Klettersteigen gibt es eine ganze Menge gut eingebohrter Kletterrouten mit etlichen Multipitchtouren bis zu sieben Seillängen. Das Beschweben der Luft unter den Sohlen mit Kindern sollte man lieber bleiben lassen: Ronja (zurzeit 8) hat mit großer Gaudi und selbständig schon etliche D-Steige absolviert, der schwierigere der beiden Döbriacher Steige allerdings wartet sehr anhaltend mit großen Abständen und geforderten Spannweiten auf, die für Kinder dieses Alters einfach nicht gemacht sind. Nach dem ersten Drittel sind wir umgekehrt. Die mit E bewertete Schlüsselstelle kurz unterm Ausstieg ist dabei auch nicht schwerer als schon manche Passagen darunter - wenn man früh genug umhängt. Fazit: Selbst der legendäre Fallbachsteig im nicht weit entfernten Maltatal kommt technisch trotz zweieinhalbfacher Höhe in unserer Erinnerung fast lockerer daher.
Der 2012 hinzugekommene Oberkärntner Jäger ist für klettergewandte Sprösslinge hingegen ein Genuss. Am höchsten Punkt (mit Routenbuch) folgt die Überraschung: Auch der Abstieg entpuppt sich als reinrassiger Klettersteig, die Schlusswand stürzt sogar annähernd senkrecht und gespickt mit Trittbügeln zum Waldboden ab.
Als Belohnung für besondere Kühnheit kommt übrigens das Sagamundo in Döbriach immer gut an.

im linken Wandteil ziehen etliche Mehrseillängenrouten paralell zur athletischen Luft unter den Sohlen - Ferrata zum höchsten PunktLuft unter den Sohlen: von Beginn an steil, weite Abstände, ziemlich anhaltend kraftraubendmehrmals kreuzen Mehrseillängenrouten den Klettersteigdie überhängende Kante ergibt sich leichter als es von unten den Anschein hatin der steilen Rinne am Beginn der zweiten Wandhälftevom Buchplatz geht's über eine weite, herrlich ausgesetzte Links-Rechts-Schleife ...... an die „Schlüsselstelle“ (D/E) des Steiges - gar nicht heftiger als zuvor; nur wenn man nicht früh genug umhängt, bekommt man schwer eine Hand freiAusstieg bei der Fahnenstangevom Fahnenmast ein leichter Panoramaquergang links zum Ausstiegein teilweise versicherter Steig führt in Kürze hinunter zum Wandfußetwas weiter östlich die große Halbhöhle der Breitwandstube, ...... wenige Meter links davon der Einstieg zum Oberkärntner Jägerdieser zweite Klettersteig in der Breitwand kann - im Gegensatz zur „Luft“ - auch für klettertüchtige Kinder empfohlen werdendie steile Plattenrampe im rechten, etwas abgesetzten Wandteil ...... ist schon vom Tal aus gut zu erkennenkleine Steilaufschwünge ...... und luftigere Passagen ...... lassen niemals Langeweile aufkommenam höchsten Punkt des Oberkärntner Jäger ist noch längst nicht Schluss: hinterm Buchbaum ...... ziehen schmale Bänder hinunter zum letzten Paukenschlag des gelungenen Steiges: ...... ein annähernd senkrechter Steilabfall zurück zum Wandfuß
(08.06.2019)

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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