Akrokorinth, 575 m

Korinth, Peloponnes, Griechenland. Aufstieg 200 Hm.

P am Ende der Bergstraße von Korinth (3 km), Taverne. Für einen umfassenden Rundgang sollte man mindestens 2 Stunden einplanen.

ÜbersichtSkizzeBlick vom Apollotempel in Altkorinth zur Bergfestung Akrokorinth

Das ringsum steil abfallende Plateau hoch über dem Kanal von Korinth war schon vor 3000 Jahren besiedelt. Im Altertum stand der Aphrodite-Tempel am höchsten Punkt, dem Ostgipfel, in eher zwiespältigem Ruf: In seiner Glanzzeit soll er Arbeitsplatz für 1000 Prostituierte geboten haben. Heute bestaunen wir die gewaltigen Ausmaße der mittelalterlichen Befestigungen - Byzantiner, Franken, Türken und Venezianer erweiterten jeweils die schon vorhandenen Anlagen. Besonders in den Morgen- und Abendstunden ist der Berg voller Magie und Romantik, mit fantastischem Rundblick über den Golf von Korinth und den Saronischen Golf bis weit hinüber aufs Festland.
Links zu weiteren Wanderungen und Klettertouren in Griechenland im nature-classic-Bericht zum Olýmp.

über den berühmten Kanal von Korinth gelangen wir vom griechischen Festland auf die „Pelopsinsel“drei Kilometer oberhalb von Altkorinth nähern wir uns von Westen ...... den mächtigen Torbauten der großartigen Bergfestungein Trostständchen für Sisyphos, den sagenhaften Herrscher auf Akrokorinth: Der verlangte vor Urzeiten vom Flussgott Asopos eine Quelle auf der Höhe des Burgbergs als Gegenleistung für die Info, wer denn mit dessen Tochter Ägina zwecks amouröser Abenteuer klammheimlich verduftet sei. Für solchen und eine Reihe anderer Frevel an den Göttern ließ ihn Zeus auf ewig einen Felsblock wälzen, Akrokorinth jedoch hatte seine autarke Wasserversorgungvom Parkplatz führt ein - in Jahrtausenden glatt getrampelter - Pflasterweg hinauf ...... zur ersten Toranlage aus dem 14. Jahrhundert; an Schauplätzen wie diesen haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, diesbezügliche Götter- und Heldensagen zu lesen, die Wurzeln europäischer Kulturgeschichteder zweite und dritte (hier im Bild) Mauerring stammt aus byzantinischer Zeitoberhalb des dritten Tores ... ... eine Art Hauptplatz mit Zisterne und einem verfallenen Minarett aus dem 16. Jahrhundert, darüber der Turm der fränkischen Burg des Gottfried von Villehardouin aus dem frühen 13. JahrhundertFresken in der kleinen Kirche des Hl. Demetrioswir verlassen die ausgetretenen Pfade und folgen der Nordmauer am Rande der Abstürzekleine Kraxeleinlagen ...... durch dichte Blumenfelder - Blick auf den Kernbereich der FestungBlick vom höchsten Punkt (Ostgipfel) ins Innere des Peloponneseine aussichtsreiche Plateauwanderung bringt uns hinüber zum Burgturm der fränkischen Festung, ...... von dessen Höhe wir von der kleinen Gegenburg Penteskouphi (am Felskegel links, errichtet ebenfalls von den Kreuzfahrern als Wachposten während der fünfjährigen Belagerungszeit) bis zu den schneebedeckten 2000ern Ziria und Helmos blickenTiefblick aufs dritte Tor und das Demetrioskirchlein, dahinter Golf von Korinth und Parnasswenige Kilometer weiter westlich, am Killini- und Helmosmassiv, könnte man im April noch Schitouren unternehmen
(11.04.2019)

Literatur: zahlreiche Reiseführer, z. B.
Siebenhaar: Peloponnes. Erlangen: Müller Verlag.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Mehr dazu lesen Sie unter Datenschutz.