Monemvasiá

Lakonien, Peloponnes, Griechenland. Aufstieg 200 Hm.

P im Ortsteil Géfira (am Festland) oder jenseits des Dammes - Unterstadt - Oberstadt - P.

ÜbersichtPlanskizzeder abgespaltene Felsklotz von Monemvasiá vor der lakonischen Küste

Monemvasiá (von moní émvasis = einziger Zugang) liegt auf einem monolithischen Felsklotz am südöstlichen Finger des Peloponnes, der durch ein starkes Erdbeben 375 n. Chr. vom Festland abgetrennt wurde. Später schuf man mittels einer steinernen Brücke und eines 160 m langen Dammes den „einzigen Zugang“ zur neuen Insel. Heute ist die mittelalterliche Unterstadt ein internationaler Touristenmagnet, an Wochenenden und Feiertagen stürmen auch Einheimische den pittoresken, museumshaften Ort. Die seit 100 Jahren nicht mehr bewohnte Oberstadt mit ihrer Zitadelle liegt auf dem 1700 m langen Plateau des fast senkrechten Felsens und kann nur über einen steilen Treppenweg erreicht werden. Auch wenn es in der Unterstadt quirlig zugeht - am höchsten Punkt der Festung knapp 200 m über dem Meer ist man meist allein.
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Monemvasia von Südwesten, alter Stichvom Hafen (links) queren wir den Sockel des Felsen, die Unterstadt befindet sich hinter der Mauer ganz rechtsetwas oberhalb der Zufahrt verläuft der Fußweg vom Damm ...... zur 200 m langen mittelalterlichen Westmauer der Unterstadthinter dem Stadttor führt die holprige „Hauptstraße“ vorbei an zahlreichen Restaurants und Souvenirläden ...... zur zentralen Platia Djami mit der Kirche des „Christus in Ketten“; schöner Blick aufs Meerhinter dem Campanile beginnt der Aufstieg zur Oberstadtin ihrer Glanzzeit im 14. Jahrhundert besaß die Stadt 40 Kirchen; heute werden viele der halb verfallenen Häuser stilvoll restauriert, an Hotels und Zimmern herrscht kein Mangelder weitere, bei Hitze schweißtreibende Anstieg windet sich im Zick-Zack, vorbei an Schießscharten und Zinnen ...... bis hoch hinauf über die Dächer der Unterstadtder lange gewinkelte Gang des Tores zur Oberstadt mit seinen steinernen Sitzbänken und Wachstuben ...... mündet auf eine Art Hauptplatz, von dem aus eine Reihe von Wegen ...... das weitläufige Plateau des Felsmassivs erschließen; hier der Blick gegen Osten über die Ägäis, die Befestigungen und Wohnhäuser stammen aus venezianischer und türkischer Zeit, von den noch 1000 Jahre älteren byzantinischen Bauten ist nichts mehr zu sehendas einzige erhaltene Bauwerk der Oberstadt ist gleichzeitig die älteste und berühmteste Kirche von Monemvasiá - die Kirche Aghia Sofia, unmittelbar am steilsten Absturz der Felswanddie byzantinische Kirche stammt aus der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert und ist vom seltenen Typus einer sogenannten Achtstützenkirche, d. h. die große Kuppel ruht über der Vierung auf einem achteckigen Unterbau, ähnlich den berühmten Klosterkirchen Osios Lukas bei Delphi und Daphni bei Athenvom zweithöchsten Punkt der Bergfestung auf den höchsten: die ruinösen Überresten des Gipfelkastells ... ... erlauben den besten Blick auf den Festlandteil von Monemvasiá, das moderne Géfira (= Brücke)
(27.04.2019)

Literatur: zahlreiche Reiseführer, z. B.
Siebenhaar: Peloponnes. Erlangen: Müller Verlag.
Engel: Peloponnes. Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. München: Rother Wanderführer.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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