Karnase - Falk-am-See-Spitze, 2827 m

Villgratner Berge, Außervillgraten, Osttirol. Aufstieg 1100 Hm.

P Volkzeiner Hütte im hintersten Winkeltal, Zufahrt von Außervillgraten 13 km über einen zuletzt unbefestigten Fahrweg - Heinkaralm - SO-Grat Karnase (auch Winkleshöhe) - Roteck (auch Karspitze) - Falk-am-See-Spitze (auch Falkamspitze) - grasige Scharte - Falk-am See - bez. Weg Heinkar - Volkzeiner Hütte (P).

ÜbersichtKartedas Herzstück des Villgratner Hauptkamms zwischen Regenstein und Degenhorn mit unserer kurzen, aber eindrucksvollen Runde
Diese höchst einsame Runde berührt das Herzstück, zeigt die Quintessenz des zentralen Villgratner Hauptkamms zwischen Regenstein und Degenhorn. Der aus der Entfernung rassig erscheinende SO-Grat auf die Karnase scheint bislang noch nicht in der Literatur auf, übersteigt aber mit 2- nicht den Schwierigkeitsrahmen der umliegenden Grate. Vom Gipfel der Karnase könnte man über Nordostgrat, Gsaritzer Törl und Waldneralm auch gleich wieder zurück zur gastlichen Volkerzeinhütte. Wir wollen uns aber nicht gleich von der anregenden Schneide des Hauptkamms trennen und steigen erst hinter Roteck und Falk-am-See-Spitze zum gleichnamigen, mystischen See ab. Hier, am „Gipfel“ eines grünen Moränenhügels wenige Meter über dem Wasserspiegel, ergeht es einem wie an fast allen anderen 160 benannten Osttiroler Bergseen: Man könnte stundenlang bleiben und schauen.

 wir starten bei der gastlichen Volkerzeinhütte im hintersten Grund des langen Winkeltalesauf einem Fahrweg geht's flott hinauf zur Heinkaralm, ...... wo wir uns nach rechts den ausladenden Grashängen des Hauptkammes zuwendenrichtungsgebend ist die breite Anhöhe der Karnase-Südostgrat-Schulter, ...... die man auf zwei Arten erreichen kannkurz unterhalb des Schultergipfels, Tiefblick ins hinterste Winkeltalvon der Schulter wenige Schritte abwärts aufs flache Kammstück; der kurze, rote Pfeileraufschwung ergibt sich rechts der Kante leichter als vermutetRückblick aus der letzten Scharte vor dem Gipfel; der Südostgrat ist stellenweise etwas schmal und ausgesetzt, übersteigt aber nie den 2. Schwierigkeitsgradam Gipfel der Karnase, rechts unten die Heinkaralmunschwierig geht's am Hauptkamm weiter zum unbenannten Gipfel P. 2708; im Rückblick der soeben erstiegene Karnase-Südostgrat ab Schulterüberm Roteck heben sich die Wolkenschleieram Übergang vom Roteck zur Falk-am-See-Spitze wird erstmals der gleichnamige See sichtbar, zu dem wir später absteigen wollenhinterm Roteck folgt eine Reihe von Türmen, die mehr oder weniger problemlos zu meistern sind; der höchste Aufschwung ist die Falk-am-See-Spitzevor einem steileren Abbruch ...... kann man südseitig auf ein schmales Rasenband ausweichenso gelangt man schließlich in eine auffällige, grasbewachsene Scharte, von der man hindernislos zum Falk-am-See absteigen kannam zauberhaften Falk-am-See(-See); der Abstieg erfolgt aus der grünen Scharte genau über den Schneerestenwie ein kurzes Innehalten des Klimawandels: Falk-am-See, Anfang August, rein südseitig„Gipfelblick“ von der Randmoräne des Falk-am-See (in der ÖK fälschlich Falkommsee) gegen SOvom Falk-am-See gibt's zwei markierte Wege zurück ins Heinkar mit seinem hübschen Wasserfalloberhalb des Talschlusses die Schrentebachschlucht, in welche vor etlichen Jahren ein Osttiroler Bergführer von einer Lawine gespült wurde
(08.2019)
Literatur: Poleschinski: Villgratner Berge - Deferegger Alpen. Gebietsführer für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Bad Ischl: Poleschinski 2016, ISBN 978-3-200-04464-7.
Mair: Osttirol - Zauber der Bergseen. Innsbruck: Tyrolia-Verlag 1995.

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