Kap Tigáni

Kíta, südwestl. Máni, Peloponnes, Griechenland. Aufstieg 100 Hm.

P beim Weiler Aghia Kiriaki, 5 km nw. von Kita, gut 80 km südl. von Sparta - Friedhof - Kap Tigáni.

Übersichtvom äußersten Süden der Halbinsel Máni - hier die Lidoriibucht - geht's weiter entlang der Westküste ...... zum geschichtsträchtigen, aber heute verlassenen Kap Tigáni 

Auf unserer Fahrt um und quer durch den Peloponnes bewegen wir uns von der Máni-Südspitze über das für seine archaischen Wohntürme bekannte Váthia entlang der Westküste in Richtung Kalamáta. Das heute einsame Gebiet um die pfannenförmige Halbinsel Tigáni am südöstlichen Rand des Messenischen Golfs war von der homerisch-klassischen Zeit an bis ins Mittelalter ein wichtiges Zentrum der Máni. So versucht man hier die schon in der Ilias und von Pausanias erwähnte Hafenstadt Mésse zu lokalisieren. Auf der kleinen runden Hochebene draußen am Kap, quasi auf dem umgekehrten Boden der Bratpfanne, sind mittelalterliche Festungsruinen und die Fundamente einer dreischiffigen frühchristlichen Basilika erhalten geblieben. Auf dem Pfannenstiel erkennt man im Vorbeigehen statt der einstigen Pracht nur mehr ein paar kleine Becken im Steinboden - mithilfe dieser Minisaline hielten sich noch vor etlichen Jahrzehnten eine Mutter samt Tochter finanziell über Wasser. Eine schöne Metapher über die Vergänglichkeit von Macht und Zeit auf dieser romantischen Kurzwanderung.
Links zu weiteren Wanderungen und Klettertouren in Griechenland im nature-classic-Bericht zum Olýmp.

eines der bemerkenswertesten Bergdörfer des Peloponnes: Váthia in der Morgendämmerung. Die hohen Wohntürme wurden von der stolzen Bevölkerung seit dem 17. Jh. als Fluchtburgen für ihre blutigen Fehden ausgebautlange Zeit dem Verfall preisgegeben, werden die Wohntürme - bis zu 20 m, 7 Stockwerke hoch - heute nach strengen Vorgaben restauriert bzw. neu gebautvorbei an der Geroliménasbucht mit gemütlichem Fischerdorf ...... erreichen wir den Weiler Aghia Kiriaki und starten unsere kurze Wanderung mit Prachtblick aufs Taygetosgebirgeauf dem Weg über die schmale Landenge zeugen diese mühsam aus dem Fels gehauenen Salzpfannen vom harten Überlebenskampf zweier Frauen in verlassener Gegendnach kurzem Anstieg erreichen wir das Osttor der mittelalterlichen Festung; noch ist ungeklärt, ob sie byzantinischen, fränkischen oder venezianischen Ursprungs istum ein ausgesetztes Eck ...... erreichen wir das ausgedehnte Ruinenfeld am Gipfel der Landzunge; hier die Grundmauern einer dreischiffigen, frühchristlichen Basilika mit Narthex, vielleicht aus dem 6. Jh.Rückblick von der Höhe des Kapsnur wenige Kilometer die Westküste hinauf besteigen wir den Profitis Ilías (s. Archiv) und erkunden die höchst eindrucksvollen Tropfsteinhöhlen der Máni
(01.05.2019)

Literatur: zahlreiche Reiseführer, z. B.
Siebenhaar: Peloponnes. Erlangen: Müller Verlag.
Engel: Peloponnes. Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. München: Rother Wanderführer.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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