Monte Cucco, 400 m

Ligurische Alpen, Feglino. Aufstieg 200 Hm.

P Casermone (nördl. v. Finalborgo, auf der SP27bis Richtung Boragni/Orco, nach der Pizzeria Il Rifugio oberhalb einer weiten Linkskurve) - breiter Weg nach Westen in den Wald zu Fitnessparcour und weiter am Fuß der Wände (Klettersektoren), bis ein breiter Grüngürtel die Felsen unterbricht - hier versicherter Steig über eine steile Felsrampe hinauf in den Canyon und zum eindrucksvollen Felsfenster - kurzes versichertes Wandstück hinauf zum bewaldeten Hochflächenrand - Buschweg erst nördl. (links mehr oder weniger weglose Abzweigung zu den Gipfelfelsen), dann östlich zur Abzweigung La Taverna (wenige Schritte zum Aussichtsbalkon, rechts hinten versteckt ein kleiner, brandneuer Klettersektor, Feuerstelle) und am markierten Wanderweg östl. auf langem, leicht geneigtem Plattenband ins Valle di Rian Cornei und links (ausgeschildert) zurück zum P.

ÜbersichtPlandie breite Westwand des Monte Cucco, die wir im Verlauf unserer Runde an ihrer Schwachstelle überlisten werden
Nicht nur Kletterer kommen in der Region um Finale Ligure voll auf ihre Rechnung. Vom Badegast über den Kulturinteressierten bis zum leistungsorientierten Mountainbiker findet jeder ein persönliches, reichhaltiges Programm. Für italienische Verhältnisse besonders gut ausgebaut ist das Wanderwegenetz. Viele der majestätischen Felsbastionen über den weit verzweigten Tälern des Hinterlandes sind nicht nur über himmelstrebende Wände zu erklimmen, fast überall gibt es Schwachstellen, die auch dem Wanderer Chancen verschaffen, eindrucksvolle Aussichtspunkte zu erreichen. Oft entdeckt man dabei unerwartete Naturschönheiten, etwa die überwältigende Grotta dell'Edera an der Rocca Carpanea, die unanständig bizarren Tre Frati überm Valle Aquila oder der versteckte Canyon auf dem Monte Cucco, zu dessen spektakulärem Felsfenster wir heute wollen.
Auf der kleinen Runde bewegt man sich nicht nur über Wanderautobahnen: Augen auf beim Einstieg unterhalb des Canyon und oben auf der Cucco-Hochfläche, wo man sich im unübersichtlich dichten Buschwald auf dem Gewirr von halbverwachsenen Wildpfaden leicht verzetteln kann.
Weitere Eindrücke von landschaftlichen Highlights in diesem topographisch stark gegliederten, reizvollen Gebiet im Bericht zu den Klettergebieten um Finale Ligure.

nach gemütlicher Waldwanderung ohne viel Höhenunterschied entlang der Einstiege zu zahlreichen Kletterrouten schummeln wir uns in der schmalen, baumbestandenen Zone diagonal durch die Westwand hinaufeine felsige Steilrampe mit vielen Griffen und Löchern zieht zur Hochfläche hinauf und ist mit Seilresten abgesichert; man fragt sich, wo der Canyon bleibtunvermutet verbirgt sich die schmale Schlucht knapp unterm Plateaurand, sie liegt quer hinter einer gigantischen Felsschuppe - dem „Gipfel“ des AnfiteatroRückblick von Süden durch den Canyon (rechts), in der linken Felswand öffnet sich die Durchgangsgrotte, ...... welche als Felsfenster den Amfiteatro-Gipfel durchbricht ...... und auf der anderen Seite hoch über dem Valle Aquila wieder ins Freie mündet; wenn man Glück hat, taucht hier bei besserem Wetter gerade eine Seilschaft aus der berühmten klassischen „Roten Verschneidung“ aufzurück im Canyon ...... müssen wir noch die kurze Ausstiegswand auf die dicht bewaldete Hochfläche überwindenoben können wir an geeigneter Stelle den markierten Pfad verlassen und den baumfreien Plateaurand erreichen; Blick gegen SW übers Valle Aquila zur Rocca Carpaneaim SO die Valle di Rian Cornei mit seinen unzähligen Klettergärtenvom Cucco-Westgipfel überblickt man den Nordrand der Abstürze gegen Costa und Orco; nahe der Bildmitte der „Torre“ ...... mit Madonna am Gipfel; im rechten Winkel dahinter der Zugang zur „Taverna“wenige Meter hinter der beschilderten Abzweigung vom Hauptweg ...... gelangt man zu einem luftigen Ausguck hoch über Feglino und weiter durch ein kleines Schartl ...... zum gleichnamigen kleinen Klettersektor, wo man sich die gefundenen Parasole ...... oder mitgebrachte Würstel gleich grillen kann
(28.10.2019)

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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