Zákynthos

Ionische Inseln, Griechenland.

Zákynthos ist die populärste der Ionischen Inseln vor der griechischen Westküste - und das seit Jahrzehnten. Dementsprechend groß sind Andrang und Rummel auch außerhalb der Hauptsaison; ein Tourenziel also, das vielleicht nicht so ganz zu den meisten anderen unserer Unternehmungen in Griechenland passt. Wenn aber die Verwandtschaft alle Jahre wieder die Insel anläuft und man schon so in der Nähe ist ...
Wir haben den Kurztrip - wir waren kaum 20 Stunden auf dem Eiland - keinesfalls bereut. Menschen aus allen Epochen haben die Schönheit der Insel besungen, von Homer über Vergil bis zu den Venezianern. Tatsächlich trifft man bei unserer Rundfahrt auf Landschaftsbilder, die in ihrer Art einzigartig sind und selbst Leute, die schon viel gesehen haben, innehalten und staunen lassen.
Links zu weiteren Wanderungen und Klettertouren in Griechenland im nature-classic-Bericht zum Olýmp.

Übersichtvon der kleinen Hafenstadt Kyllíni auf dem Westpeloponnes ist Zákynthos mehrmals täglich in bequemen eineinhalb Stunden mit der Autofähre zu erreichen; natürlich gibt's auf der Insel auch einen Flughafen: im Sommer 4x täglich von Athen sowie zahlreiche Charterflüge aus Mittel- und Westeuropaschon bei der Ankunft in Zákynthos-Stadt ...... spürt man das italienische Flair der Inselhauptstadtdie Hafenpromenade mit dem schlanken Campanile der Dionysios-Kirchewir unternehmen die Inselrunde im Uhrzeigersinn; nur wenige Kilometer hinter der Stadt treffen wir beim nichtssagenden Ort Kalamáki auf die Südküste mit einem ihrer schönsten Strändeder Sandstreifen mit bewachsenen Dünen wir überragt von einem pittoresken Felskliff, ...... einem Paradies für Geologen und Malernur wenige Schritte trennen hier eine auffallende Gesteinsformation ...... von den nächsten, noch bizarreren und farbenfroheren Schichtungenin enger Nachbarschaft zum größten Rummelplatz der Insel rund um die Touristenhochburg Laganás ...... kann man sich hier auf einem beschaulichen Spaziergang einen Vorgeschmack von den entlegeneren Naturschönheiten der Insel holengegenüber dem südlichen Ende der exzessivsten Strandmeilen von Zákynthos liegt das Eiland Marathoníssi - während der Hauptsaison von Booten umlagertdas Kap Kerí an der Südspitze der Insel - früher für seine Sonnenuntergänge berühmt und nur zu Fuß erreichbar - wurde jüngst durch eine Straße und eine „Bar“ erschlossen, wodurch viel vom einstigen Reiz verloren ist; empfehlenswerte Alternative: ein Kilometer vor dem Abzocke-Parkplatz (großes Zufahrtsbild) zweigt links eine sehr schlechte Felspiste ab; am besten die 10 Minuten zu Fuß zum herrlichen Aussichtspunkt über der traumhaften ...... Felszinne Myzíthresweiter geht's auf der Westseite der Insel, durch noch ursprünglich gebliebene Bergdörfer wie Kilioméno und Anafonítria (mit sehenswertem Kloster), zum absoluten landschaftlichen Höhepunkt der Insel: die Schiffswrackbuchteine kurze Wanderung bringt uns vom Parkplatz hinüber auf die Gipfelkuppe an der Nordseite der Bucht, ...... von wo man einen besseren Blick auf die namensgebenden Überreste des gestrandeten Schmugglerschiffs hatAbenteuerlustige können jenseits der Kuppe auf immer schlechter werdenden Ziegenpfaden dem bewachsenen Felsgrat hinunter zum Meer folgen; Blick gegen Norden auf Kefaloniá, die größere Nachbarinseldie Aussicht wird aber kaum besser, da man sich immer weiter vom Strand (nur mit dem Boot erreichbar) entferntvon der Landseite ist Shipwreck Beach ebenfalls kaum erreichbar; Unentwegte können zwar eine gebohrte Abseilstelle aufspüren, das Gestein ist jedoch extrem bröcklig; um zum Sattel direkt über dem Wrack zu gelangen, ...... steigt man südlich vom Parkplatz auf einer ausgeschobenen Pistentrasse hinunter, die sich zuletzt als steiniger Pfad in Buschfeuergelände auflöstnäher sind wir dem Wrack nicht gekommendie relativ umständliche Fahrt zur nördlichsten Inselspitze, dem Kap Skinári, lohnt sich nur in Verbindung mit einem Bootsausflug (Tickets in der Taverna am Leuchtturm) zu den Meeresgrotten (Blaue Grotte und Xýngia-Grotte) oder zur Schiffswrackbucht; ganz nahe ist man hier der Insel Kefaloniá, ...... die man in den Sommermonaten mittels Fähre vom kleinen Fischerort Ághios Nikólaos an der äußeren Nordostküste erreichen kannam Strand von Ághios Nikólaostypische Küstenlandschaft auf der Rückfahrt zur Inselhauptstadt
(10.05.2019)

Literatur: zahlreiche Reiseführer, z. B.
Siebenhaar: Peloponnes. Erlangen: Müller Verlag.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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