Tauernkogel, 2247m - Streitmandln, 2360m

Tennengebirge, Werfenweng, Salzburg. Aufstieg 2000 Hm, mit Ersteigung der angeführten Gipfel bis zu 2500 Hm.

P Wenger Au (neuerdings gebührenpflichtig) - Dr. Heinrich-Hackl-Hütte - Tauernscharte - Tauernkogel - Ü Napf - Ü Eiskogel - Ü Schartwand - Ü Schubbühel - Wenger Scharte - Hinteres, Mittleres (Edelweißerhütte, nur Notunterkunft) und Vorderes Streitmandl - Griesscharte - Throntal (Thronleiter-Klettersteig, B, sehr ausgesetzt) - Werfener Hütte - Tanzboden - Elmaualm - Wenger Au.

ÜbersichtKarteWinteraufnahme der Runde von SO
Die hufeisenförmige Umrundung des Talschlusses hinter Werfenweng verlangt einiges an Kondition, besonders an heißen Sommertagen füllt man gern seine Trinkvorräte an den hoffentlich noch vorhandenen Schneeresten auf. Zwei Hütten helfen bei Bedarf das Unternehmen zu zähmen, die Notunterkunft am Mittleren Streitmandl ist sauber und gemütlich. Chronisch unterforderte Gipfelsammler haben noch weitere Ziele in Reichweite: das Gr. Fieberhorn ganz billig ab Griesscharte, das Raucheck als höchster Tennengebirgsgipfel oder gar den Hochthron (Kletterberg). Traut man sich aber nach acht Stunden und mindestens 2000 Aufstiegshöhenmeter keine größere Nervenakrobatik mehr zu, sollte man für die sehr exponierte Thronleiter zwischen Fieberhörnern und Werfener Hochthron ein Klettersteigset dabei haben. Insgesamt erhält man unter der Flut von eindrucksvollen Bildern ein gutes Gefühl von der immensen Ausdehnung dieses 60 km2 großen, noch immer vernachlässigten Karststocks und kriegt Lust auf eine Gesamtüberschreitung - detaillierte Infos in der ausführlichen Bilddokumentation.

Aufbruch in aller Herrgottsfrüh: Wenger Au gegen Werfener Hochthron (links) und Wermutschneidder Aufstieg zu den ersten Gipfeln und aufs Tennengebirgsplateaunoch im Wald das Stüdl-Denkmal; der in Prag gebürtige Kaufmannssohn war einer der bedeutendsten Alpinisten seiner Zeit, er verstarb 8 Monate nach dieser seiner letzten Tour in Salzburgvon der Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte ...... schauen wir hinüber zum Hochkönig - der Rückweg führt über den grünen Kamm in Bildmitte - ...... und von der Glocknergruppe der Hohen Tauern bis fast zum Großvenedigernach Querung eines Wiesenhanges halten wir direkt auf die Schlucht zwischen Napf und Tauernkogel zuin der Schlucht selbst begutachtet Ulli die Bohrhakenreihe gleich rechts ...... der Napfhöhledurch eine kurze Engstelle ...... passieren wir einen flacheren Trog mit Blick auf Hochalmspitze und Ankogelvon der so erreichten Tauernscharte ...... führt ein lohnender Abstecher von kaum 150 Hm ...... auf den Tauernkogelumfassende Aussicht gegen SW über Werfenweng und das Salzachtal hinwegüber dem obersten Lammertal Gosaukamm, Dachstein und rechts davon die Schladminger Tauernim NO die mächtige Gamsmutterwand mit ihren Gipfelnbevor wir unsere Tour in Richtung Schubbühel fortsetzen, ...... statten wir noch dem Napf einen kurzen Besuch ab (gut 60 Hm)Schafe begleiten uns ein Stück des Wegs ...... zum EiskogelRückblick zum TauernkogelBlick vom Eiskogel gegen Norden auf unseren Weiterweg; hinterm Schubbühel ...... beginnt die lange Plateauwanderung hinunter in die Wenger Scharte ...... und weiter über die drei Streitmandln hinter dem Hochthron das Throntal hinunter zur Werfener Hütte und ins Talvorbei an der Schartwand - ebenfalls mit geringem Aufwand zu ersteigen - ...... erreichen wir bald den breiten Sattel vor dem Schubbühel; Rückblick zum Eiskogelvon diesem Sattel - im NO der Bleikogel, zweithöchster Tennengebirgsgipfel - wenden wir uns nach Westen und gelangen nach kurzem Anstieg ...... auf eine kleine Schulter knapp unterm Schubbühelgipfel, dem zweithöchsten Punkt der Überschreitung; Blick gegen Nordenbeim Abstieg in Richtung Wenger Scharte erkennen wir erstmals die enormen Ausmaße des Karstplateaus; wir streben in der Folge diagonal dem linken Bildhorizont zuauch der vom Tal aus so majestätische Kemetstein ist von hier aus ohne große Mühe zu erreichenRückblick auf Schubbühel (Mitte), Eiskogel und Kemetstein; unser nächstes Etappenziel, die Wenger Scharte, liegt knapp 300 m tiefer als der Schubbühel, durch viele eingestreute Gegensteigungen wächst jedoch das Aufstiegsmeterkonto ständigdie grüne Wenger Scharte ist in Sicht; von hier gäbe es - neben der bezeichneten Route nördlich übers Plateau, den Scheiblingkogel und hinab nach Scheffau - eine unbezeichnete Fluchtmöglichkeit nach Süden ...... durch den Graben in Richtung Wermutschneid und in die Wenger Au (Schneiderleitensteig), nur für geübte Gebietskundigevon der Wenger Scharte müssen wir wieder 300 Hm hinauf zum Streitmandlkamm, der nach links überschritten wirdaus der Scharte kurz nach dem Hinteren Streitmandl kann man durchs Pitschenbergtal die Ost-West-Längsüberschreitung des Tennengebirges hinunter ins Salzachtal abschließenwir aber wollen in die Wenger Au zurück und setzen die Streitmandlüberschreitung nach Süden fort; Blick gegen NO aufs Zentralplateau zwischen Scheiblingkogel (links) und Bleikogeldie Hochsommerhitze ist beträchtlich: Schafe auf der Suche nach Kühlung; wir sind tagsüber in puncto Flüssigkeitsbedarf eher genügsam, heute haben wir unsere Flasche viermal mit Firn vollgestopft, der jedesmal relativ schnell in der Hitze geschmolzen istvorbei an gähnenden Dolinenschächten ...... geht's dem Mittleren Streitmandl zu, dem höchsten Punkt unserer Runde; die 2000 Aufstiegshöhenmeter (ohne Gipfel) sind vollgleich hinterm Gipfelkreuz verbirgt sich die Edelweißerhüttedie Hütte ist nicht bewirtschaftet, ...... allerdings verfügt sie über eine Notunterkunft, ...... die sehr einladend und sauber gehalten istvon der Edelweißerhütte ist es nur ein Katzensprung hinüber ...... aufs Vordere Streitmandl, von dem sich zwischen Hochthron und Gr. Fieberhorn das Throntal zeigt - unser AbstiegUlli samt eigenwilligem Sonnenschutz ergötzt sich an geschmolzenem Eiswasser; dahinter Eiskogel und Dachsteinmassivvon der Griesscharte kann man entweder rechts unschwierig zum Alpengasthof Mahdegg absteigen oder ...... links ins steil abbrechende Throntal, das eine würzige Überraschung parat hältan der Abbruchkante leitet ein mäßig schwieriger Klettersteig in die Tiefe, der nach einem kurzen Quergang ...... in die berühmte Thronleiter übergehtdie Leiter ist steil, wird steiler und wendelt zuletzt nach rechts ab; Nichtkletterer benutzen üblicherweise ein Klettersteigset, ein Absturz endet mit Sicherheit tödlichunterhalb der Leiter dann eine längere horizontale Querung am Fuß des Hochthron-Südgrates ...... zur Werfener Hütte, ...... einem schönen Stützpunkt für die zahlreichen, gut eingerichteten Klettereien am Hochthron und an den Fieberhörnernam Hochkönig zieht eine Gewitterfront aufschnell laufen wir über die Elmaualm zurück in die Wenger Au
(10.07.2020)

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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