Ranstein, 1555 m - Windgrube, 1809 m

Hochschwab, Aflenz Kurort, Steiermark. Aufstieg insgesamt 500 Hm (knapp 200 m Ferrata + 300 m Besteigung Windgrube).

P Aflenzer Bürgeralpe (Mautstraße; oder Auffahrt mit der Doppelsesselbahn) - Klettersteig (kurzer Abstieg westl. der Bergstation über den Hochflächenrand am Wanderweg Richtung Aflenz, ausgeschildert) - Ranstein - P.
Zugabe: Wanderung über den S-Sporn auf die Windgrube mit dem Schönleitenhaus knapp unterm Gipfel.

ÜbersichtKartedie Aflenzer Bürgeralm am südöstl. Hochschwab, gesehen von der Windgrube; der Klettersteig verläuft als lange Querung knapp unter dem Rand der Abbruchkante gegen Aflenz Kurort
Die 700 m hohe grüne Flanke oberhalb von Aflenz wird von einem unscheinbaren, teils im Wald versteckten Felsgürtel gekrönt, bevor das Gelände sich zum sanften Sonnenplateau der Bürgeralpe verflacht. Der rassige Klettersteig führt als langer, abwechslungsreicher Quergang durch die von einander abgesetzten Felsformationen. Man kann die Anlage an drei Stellen vorzeitig nach oben verlassen. Wählt man den Ausstieg Nummer 2, reduzieren sich die Schwierigkeiten auf B/C. In der folgenden „Arena“ können sich ausgesprochene Kraftlackln an einer extrem schwierigen, überhängenden F-Variante austoben; aber auch der Normalweg an dieser Etappe ist eindrucksvoll genug. Ronja ist noch nicht ganz 1,50 groß und hätte an der Zweiseilbrücke wegen des großen Abstandes ohne Fremdhilfe keine Chance gehabt.
Vom Gipfel des Ranstein (mit Panoramaplattform, Drachenflug-Startrampe und Gipfelkreuz) hat man leider nur freie Sicht nach Süden. Ein ungleich vielfältigeres Bild auf das weitläufige Hochschwabplateau mit seinen eindrucksvollen Abstürzen offenbart sich aber erst von der Windgrube, die man auch an einem Halbtag noch mühelos mitnehmen kann - am schönsten nicht gleich direkt über die Schlepplift-Trassen, sondern am linken (westlichen) Rand der Schönleiten, wo in leichtem Bogen ein unmarkierter, aber teilweise sogar ausgestochener Steig zur Höhe führt.

zwei Minuten westlich der Bergstation folgen wir dem Wanderweg in Richtung Aflenz ...... wenige Meter den Wald hinunter ...... und stehen bereits vor dem ersten Seil unseres SteigesToponach der ersten Felsnase geht's am „Einstiegsturm“ gleich noch einmal hinunterein kurzer, schmaler Waldsteig leitet weiter zum „Lärchenturm“in der „Dachlquerung“ ist die erste C-Passage zu meistern; gleich danach eine Ausstiegsmöglichkeit zurück zum Plateaunach dem „Dobelfelsen“ eine Zweiseilbrücke; der Vordermann kann sich an genau dieser Stelle für den Abbruch entscheiden (Ausstieg Nr. 2 - schnurgerade hinauf in den Wald) oder horizontal weiter nach rechts in die „Arena“ hangelnder Seilabstand ist für Kinder zu groß, Ronja konnte das obere Seil nicht erreichen, Papa hat sie rübergeschobenwenige Meter weiter die Abzweigung zur extrem schweren „Arenavariante“ (E/F); sie führt horizontal weiter unter die überhängende Wand, ...... während der Normalweg luftig genug gerade hinauf ziehtim Rückblick erkennt man im fallenden und leicht überhängenden Quergang die Stelle, wo beide Optionen wieder zusammenfinden (oben links der Bildmitte)nach Überwinden der Schlüsselpassage ist der Spaß noch nicht vorbei: die „Nepalbrücke“, ...... über welcher die knapp zwei Kilometer lange Doppelsesselbahn zur Bürgeralm schwebtdie „Schlussdiagonale“ führt schließlich hinüber ...... zur Ausstiegswand, in der noch einmal der Schwierigkeitsgrad D erreicht wirdam Ausstieg eine Panoramaplattform und die Startrampe für Drachenfliegerdas Gipfelkreuz am Ransteinnach dem Klettersteig empfiehlt sich als Ausklang der Aufstieg zum Schönleitenhaus ...... knapp unter dem Gipfel der Windgrube mit Blick aufs Hochschwab-Plateau im NW ...... und im Norden; am Feistringstein wartet der nächste Klettersteig
(27.07.20)

Literatur: Schall: Klettersteig-Atlas Österreich. Alland: Schall-Verlag.
Jentzsch-Rabl/Wissekal: Klettersteigführer Österreich. Bad Häring: Alpinverlag.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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