Teuerlnock, 2145 m – Aineck, 2210 m

Gurktaler Alpen, Nockberge, St. Margarethen im Lungau, Salzburg. Aufstieg 1200 - 1300 Hm.

P St. Margarethen im Lungau – Leißnitzgraben – (auf der Karte gepunktete Variante: Römersteine im Greinwald – NNW-Hänge Schöngelitzhöhe – Abf. W-Rücken zur Neuen Bonner Hütte auf der Laußnitzhöhe -) SO-Kamm Teuerlnock – Ü Aineck – Abfahrt auf den Pisten am NO-Rücken nach St. Margarethen.

ÜbersichtKartedie recht unscheinbar anmutenden Gipfel von Teuerlnock und Aineck schenken eine herrliche Aussicht von den Schladminger Tauern bis zu den Julischen Alpen; wir ziehen unsere Spur von den schattigen Waldgräben mit ihren bedeutenden Funden aus der Römerzeit über den sanft ansteigenden Rücken rechts hinauf

Die beschriebene Runde ist bei Einheimischen eine beliebte, autofreie Standardtour auf zwei Hausberge von St. Margarethen. Für Gäste eine nette Schnupperroute zum Schitoureneinstieg, da sich für die Abfahrt wahlweise die oft pulvrigen Hänge im freien Gelände oder die gepflegten Pisten zurück ins Tal anbieten.
Unsere weiter ausholende, kaum jemals gespurte Variante über die Schöngelitzhöhe ist nicht wirklich ein schifahrerischer Leckerbissen. Bei viel Neuschnee wird aus den 100 Höhenmetern Abfahrt zur Neuen Bonner Hütte (bei Schönwetter bewirtschaftet) eher ein Abgang, die freie Sicht nach Süden ist fast ident mit der vom Teuerlnockkamm. Wir haben den stillen Umweg durch märchenhaften Winterwald als Orientierungstraining für Ullis bevorstehende Bergwanderführerprüfung unternommen, ohne Kompass, Marschzahl und digitaler Hilfe, nur mit Karte, Sonne und Solarplexus, und sind dabei auf interessante historische Befunde gestoßen:

An der Lungauer Römerstraße (Iuvavum/Salzburg – In Alpe/Obertauern – Immurium/Moosham – Teurnia/Spittal an der Drau – Aquilea/Triest) wurden gerade im Leißnitzgraben überdurchschnittlich viele antike Meilensteine gefunden, nachdem im beginnenden 3. Jahrhundert die damals bereits verfallene Strecke von Kaiser Septimus Severus und seinem Sohn Caracalla saniert worden war. Caracalla („Kapuzenmantelmann“) stiftete den Römern in ihrer Hauptstadt zwar riesige Thermen für 1500 Badegäste, war aber gleichzeitig als extrem brutal verschrien: Als er zusammen mit seinem Bruder 211 n. Chr. die Herrschaft übertragen bekam, ermordete er diesen sogleich. Er selbst kam schon sechs Jahre später im Alter von 29 Jahren durch eine Verschwörung ums Leben.

die römischen Meilensteine im Leißnitzgraben; nähere Details im BerichtWintermärchen an der sanften NNW-Flanke der selten besuchten SchöngelitzhöheBlick von der großen Waldlichtung auf der Höhe gegen Westen zu Teuerlnock und Aineck; wir halten uns schräg links durch die Bäume ...... auf die freien Westhänge der Schöngelitzhöhe; im Süden das Schereckletztes Kartenstudium im Bereich der Bonner Hütte, im Hintergrund der Rote Riegel; die tiefe Spur stammt von einer neunköpfigen Schneeschuhgehergruppe auf dem Nockberge-Trail, der in vier Tagesetappen vom Katschberg nach Radenthein führtam Teuerlnock-SO-Kamm ist die Orientierung kein Problem mehr; Rückblick zur Schöngelitzhöhe (rechts) und aufs Murtalstarker Wind kommt aufAusblick nach Süden, ganz hinten die flache Kuppe des Rosennock, einer der höchsten Erhebungen der Nockbergeknapp unterm Gipfel legt der Wind noch zu; Blick aufs Liesertal, ganz am Horizont Julische und Karnische AlpenGipfelblick vom Teuerlnock gegen Westen auf die Hafnergruppeauch im Nordwesten Ziele ohne Ende, heute leider meist in Wolkender Übergang zum Aineck ist noch auf Schi möglich obwohl es nicht danach ausschaut; im Bedarfsfall kann man gleich vom Teuerlnock über die pulvrigen Osthänge zurück in den Leißnitzgraben abfahren, wir aber sind mit Ronja und Freunden auf den Pisten verabredetim Nordosten die Schladminger Tauern vom Preber (rechts) bis zum Gurpitscheckgehört das auch zur Bergwanderführerausbildung?
(08.02.22)

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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