Rotenkogel, 2762 m

Granatspitzgruppe, Gradötzkamm, Hohe Tauern, Matrei, Kals oder Oberpeischlach, Osttirol. Aufstieg 800-1800 Hm.

Wir haben uns im Abstand von 15 Jahren zwei Anstiege angesehen.
Der gemütlichste über den NO-Grat:
P Goldriedbahn, Matrei in Osttirol - Auffahrt Bergstation (gut 1200 Hm) - Goldried - Cimaross (urspr. Zimaroß) mit der Adlerlounge der Schischaukel - NW-Kamm auf den Gorner (urspr. Guaner) - Ü Rotenkogel NO-Gipfel (kl. Holzkreuz) und SW-Gipfel (gr. Metallkreuz) - Gorner - Cimaross - N-Kamm zum Kals-Matreier-Törlhaus - ansteigende Querung (Fahrsträßchen) zu Goldried und Bergstation der Gondelbahn. Verbindungsgrat Gorner - Rotenkogel tlw. versichert.
Der interessantere am gesamten Südgrat über den Kegelstein:
P Oberpeischlach (4 km östlich oberhalb von Huben in Richtung Kals) – 7,5 km Forststraße hinauf zur letzten Hütte (900 Hm, E-bike unzweifelhaft von Vorteil) – markierter Steig über den S-Kamm auf den Kegelstein – Ü Rotenkogel (S-Grat).

ÜbersichtKarte kürzerer Anstieg von Nordender Rotenkogel mit seinem südlichen Trabanten vom Göriacher Wald; von Oberpeischlach führt eine Forststraße 900 Hm hinauf bis knapp unter die WaldgrenzeGorner und Rotenkogel von SW (Gr. Zunig, Lasörlingkamm); der Südgrat (rechts) führt über den Kegelstein zum Gipfel (Alternativroute)Goldried Bergstation (Auffahrt von Matrei) und Gipfelgrat v. NW

Keine 20 km nw. von Lienz steigt ein gewaltiger grüner Kamm aus einer Gabelung des Iseltales an die 2000 Hm hinauf zu unserem heutigen Ziel. Weit mehr als die Hälfte des beträchtlichen Höhenunterschiedes lässt sich mit den Gondelbahnen von Matrei oder Kals aus überlisten. Trubel und Narben der Schischaukel sind schnell vergessen, man bewegt sich am anregenden, auf kurzen Strecken sogar versicherten Grat, der Matrei von Kals scheidet, in weiterer Folge über die Muntanitz-3000er nach N zieht und in der Granatspitze an den Alpenhauptkamm stößt. Das verheißt unter anderem eine Abfolge von einzigartigen Logenplätzen mit Blick auf Venediger links und Glockner- und Schobergruppe rechts. Die Draufgabe zum Kals-Matreier-Törlhaus hinunter ist nur mehr ein unbeschwertes Auslaufen, der breite Höhenweg zurück zur Bergstation die denkbar schönste Gehschule für unsere Ronja. Und für die Großen alles in allem eine wundervolle, geruhsame Tour zum (vergleichsweisen) Chillen zwischen all den konditionsfordernden Riesenbergen der Umgebung.

Ungleich länger ist man am 5 km langen Südkamm von Oberpeischlach unterwegs – hoch über dem Iseltrail. Vom Kegelstein schaut der mächtige Gipfelaufschwung dramatischer aus als er ist. Zu Beginn ein paar kleinere Gegensteigungen, trotz der fast durchgehenden Steigspuren ist Trittsicherheit gefragt. Nett ist auch die Kombination mit dem NO-Grat, die eine Überschreitung des Berges eventuell mit Seilbahnhilfe am Abstieg nach Matrei oder Kals ergibt.
Möchte man anderntags wieder mehr Zeit und Schweiß investieren, dann sei die Zunig-Überschreitung, der Ochsenbug oder der Nussingkogel in unmittelbarer Nachbarschaft empfohlen.

schon allein die Gondelbahn-Auffahrt von Matrei ist ein Erlebnis; Blick nach W aufs Virgental mit der Rötspitze (links der Mitte)der lange Gipfelgrat vom Fuß des Gorner NW-Kammeszum Greifen nahe: Großglockner und Glocknerwand von SW; die Licht-Schatten-Kante in Bildmitte ist der berühmte Stüdlgratam flachen Kammgipfel des Gornerder Weiterweg am Verbindungsgrat zum Rotenkogel ...... wird zunehmend felsigerwestl. unterhalb die Goldried Bergstation und das Virgentalan exponierten Stellen helfen Drahtseile weiterder markierte Steig umgeht den NO-Gipfel (links oben außerhalb des Bildes)dieser Vorgipfel kann in Kürze weglos über große Blöcke erreicht werdenam SW-Gipfel des Rotenkogel ein großes Stahlkreuz; Blick nach Nauch kleine Bergsteigerinnen haben Hunger; im Hintergrund der westl. Glockner-Hauptkamm vom Kalser Tauern bis zum höchsten Berg ÖsterreichsGipfelparade gegen den Uhrzeigersinn: im WNW - über der Bergstation - baut sich die Venedigergruppe zwischen Großvenediger (rechts) und Rötspitze aufim W - von der Rötspitze über Lasörling bis zum PanargenkammWSW - hinten rechts die Rieserfernergruppe mit Hochgall, davor Lasörling-Hauptkamm bis zum Gr. ZunigSW - das Defereggental mit den Villgratner Bergen und den Sextener Dolomiten ganz im HintergrundSO - die zentrale SchobergruppeO - der Schobergruppen-Nordteil, ein Meer aus begehrenswerten Gipfelnund endlich im NO - unser Grat mit der Glockner-Südseitedie Zivilisation hat uns wieder: auf der Adlerlounge am Cimarosswir legen noch eins drauf und steigen zum Kals-Matreier-Törlhaus ab, dem Ausgangspunkt des Sudetendeutschen Höhenwegsangesichts der herrlichen 3000er der Schobergruppe kommen auch bescheidene Jochbummler voll auf ihre Rechnungschlichtweg sensationell: rechts vom Törl der Glockner (Erich in Vollpatriotenmontur mit Kind und Fahne), ...... und links vom Törl die züchtige Mutter vor dem Großvenediger - Herz, was willst du mehr! Ganz rechts Bretterwandspitze und Nussingkogel (beide s. Archiv)Rückblick aufs Törl; Ronja legt in dieser Woche selbstständig ihre ersten Meter zurückein letzter Blick nach W auf die Talschaft rund um Matrei; jetzt aber zu unserer Alternativroute von SüdenKarte Südkamm; ein E-bike verkürzt den Anstieg um die Hälfte; reist man öffentlich an, kann man die knapp 1800 Aufstiegshöhenmeter mit der Überschreitung des Berges, der Gondelbahn nach Kals und dem Bus zurück nach Oberpeischlach versüßenBlick vom Ende der Forststraße gegen SSW auf die Villgratner Bergevon der letzten Hütte auf 1950 m ist es nicht mehr weit zur Waldgrenzehoch über der Isel am flachen Gipfelkamm des Kegelstein: links der Zunig (s. Archiv), rechts das VirgentalGipfelkreuz am Kegelstein, dahinter unser Rotenkogelschon am Kegelstein berauschende Aussicht; im Osten die 3000er der Schobergruppeim Südwesten die Villgratner Berge, ganz rechts der Zunig (Lasörlingkamm)tief unter ihm der Feldner Katarakt der Iselgegen WNW Matrei und das Virgental, umringt von der Venedigergruppevom Kegelstein müssen wir kurz absteigen und ein paar kleinere Gegenanstiege in Kauf nehmen; wo in Gipfelfalllinie die Felsen beginnen hält sich der Steig eher links, in den von hier einfacher erscheinenden Grashängen rechts finden sich nur vereinzelt Wildfährtender bescheidene Weg hält sich auch weiterhin in Gratnähevorbei an lustigen Gratformationen ...... gewinnt man schnell an Höheder Nordwestgrat mit Nussing und Bretterwanderst am Gipfelgrat kommen wir immer wieder kurz mit Schnee in BerührungRückblick zum Kegelsteinden kühnen Felsaufschwung knapp unter dem Gipfel kann man mühelos links umgehenauch die letzten Meter am Gipfelgrat ...... geben sich mit etwas Vorsicht gutmütigherrliches Glocknerpanorama am Hauptgipfelgut kann man vom Gipfel den Verlauf des Iseltrail verfolgen, hier die Etappen 3 bis 5unter uns verläuft der Sudetendeutsche Höhenweg gegen Nordenfalls man öffentlich angereist ist, kann man über den NO-Gipfel und den Gorner die Überschreitung fortsetzen, mit der Gondelbahn nach Kals und mit dem Bus zurück nach Oberpeischlach gelangenletzter Blick gegen Osten auf die 3000er zwischen Roter Knopf und Hochschoberim Südosten Hochschober und Leibnitzer Rotspitzen über der weitläufigen Staniskaalmwir machen uns an den Abstieg; die Bilddiagonale zeigt diesmal die Etappen 1 und 2 des Iseltrailszurück am Gipfelgratletzter Blick ins Virgental mit der Bergkette von der Daberspitze bis zum Großvenedigerkurz vor dem Kegelsteinweiter unten erkennt man hinter den Lienzer Dolomiten sogar noch die höchsten Gipfel des Karnischen Hauptkamms
(28.09.2011, 03.05.2026)

 

Rechtliche Informationen

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.