Granatspitzgruppe, Gradötzkamm, Hohe Tauern, Matrei, Kals oder Oberpeischlach, Osttirol. Aufstieg 800-1800 Hm.
Wir haben uns im Abstand von 15 Jahren zwei Anstiege angesehen.
Der gemütlichste über den NO-Grat:
P Goldriedbahn, Matrei in Osttirol - Auffahrt Bergstation (gut 1200 Hm) - Goldried - Cimaross (urspr. Zimaroß) mit der Adlerlounge der Schischaukel - NW-Kamm auf den Gorner (urspr. Guaner) - Ü Rotenkogel NO-Gipfel (kl. Holzkreuz) und SW-Gipfel (gr. Metallkreuz) - Gorner - Cimaross - N-Kamm zum Kals-Matreier-Törlhaus - ansteigende Querung (Fahrsträßchen) zu Goldried und Bergstation der Gondelbahn. Verbindungsgrat Gorner - Rotenkogel tlw. versichert.
Der interessantere am gesamten Südgrat über den Kegelstein:
P Oberpeischlach (4 km östlich oberhalb von Huben in Richtung Kals) – 7,5 km Forststraße hinauf zur letzten Hütte (900 Hm, E-bike unzweifelhaft von Vorteil) – markierter Steig über den S-Kamm auf den Kegelstein – Ü Rotenkogel (S-Grat).
Keine 20 km nw. von Lienz steigt ein gewaltiger grüner Kamm aus einer Gabelung des Iseltales an die 2000 Hm hinauf zu unserem heutigen Ziel. Weit mehr als die Hälfte des beträchtlichen Höhenunterschiedes lässt sich mit den Gondelbahnen von Matrei oder Kals aus überlisten. Trubel und Narben der Schischaukel sind schnell vergessen, man bewegt sich am anregenden, auf kurzen Strecken sogar versicherten Grat, der Matrei von Kals scheidet, in weiterer Folge über die Muntanitz-3000er nach N zieht und in der Granatspitze an den Alpenhauptkamm stößt. Das verheißt unter anderem eine Abfolge von einzigartigen Logenplätzen mit Blick auf Venediger links und Glockner- und Schobergruppe rechts. Die Draufgabe zum Kals-Matreier-Törlhaus hinunter ist nur mehr ein unbeschwertes Auslaufen, der breite Höhenweg zurück zur Bergstation die denkbar schönste Gehschule für unsere Ronja. Und für die Großen alles in allem eine wundervolle, geruhsame Tour zum (vergleichsweisen) Chillen zwischen all den konditionsfordernden Riesenbergen der Umgebung.
Ungleich länger ist man am 5 km langen Südkamm von Oberpeischlach unterwegs – hoch über dem Iseltrail. Vom Kegelstein schaut der mächtige Gipfelaufschwung dramatischer aus als er ist. Zu Beginn ein paar kleinere Gegensteigungen, trotz der fast durchgehenden Steigspuren ist Trittsicherheit gefragt. Nett ist auch die Kombination mit dem NO-Grat, die eine Überschreitung des Berges eventuell mit Seilbahnhilfe am Abstieg nach Matrei oder Kals ergibt.
Möchte man anderntags wieder mehr Zeit und Schweiß investieren, dann sei die Zunig-Überschreitung, der Ochsenbug oder der Nussingkogel in unmittelbarer Nachbarschaft empfohlen.

































