Hoher Dachstein, 2995 m

Auf den Everest der Oberösterreicher und Steirer.

Dachsteingebirge, Schladminger Ramsau, Steiermark, Oberösterreich. Aufstieg 400 Hm (ohne Benützung der Seilbahn 1400 Hm).

P zwischen Ghf. Hunerkogel und Hotel Türlwandhütte (7 km lange Mautstraße von Ramsau, für Seilbahnbenützer wird die Gebühr nicht verrechnet, Mautticket an der Bergstation entwerten! Auch Pendelbus) - Dachstein-Südwandbahn - Bergstation Hunerkogel - Dirndl-Umrundung über den Hallstätter Gletscher - Klettersteig (B) „Schulteranstieg“ am unteren O-Grat - Querung „Mecklenburgband“ - Randkluftsteig - Hoher Dachstein. - Abstieg Randkluftsteig - Hallstätter Gletscher (ev. Gletscherausrüstung) - Seethalerhütte auf der Dachsteinwarte - Hunerkogel,
Der schönste Anblick der Südwände bietet sich vom Brandriedel, erreichbar von der Talstation über die Austriahütte in ca. 45 Minuten, s. Karte.

ÜbersichtKartedie gewaltige Flucht der Dachstein-Südwand; wir lassen uns von der Seilbahn ...... 1000 Hm hinauftragen zum Hunerkogel ...... und besteigen den Hohen Dachstein von der NO-Seite über Hallstätter Gletscher, Schulter- und Randkluftanstieg (B)
Die Besteigung des Hohen Dachstein ist immer wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn man nicht durch die Südwand klettert, sondern ihn sich - so wie die meisten anderen - dank Seilbahn mit nur 400 Hm erkauft. Neben den unfassbaren Nah- und Fernblicken begeistert die Kombination Gletscher/Klettersteig - unsere neunjährige Ronja ebenso wie den 81-jährigen einheimischen Bergretter, der schon unzählige Male auf diesem Gipfel gestanden ist, und natürlich alle Kaliber dazwischen.
Ein längerer Aufenthalt in der Ramsau lohnt sich natürlich allemal. In einer eigenen Broschüre werden zurzeit in der näheren Umgebung 19 Klettersteige aufgelistet, ganz zu schweigen von der Unzahl an Wander- und Kletterzielen. Den allerfeinsten Blick auf die berühmte Südwandflucht hat man übrigens vom Brandriedel. Allein bei der Erwähnung dieses Betschemels vor dem Altar Dachstein (Peter Rosegger) konnten längst verstorbenen Dachstein- Kletterlegenden wie Kurt Maix oder Willi End schon einmal die Augen feucht werden.

 bei großem Andrang und in Zeiten von Corona werden mit der Dachstein-Südwandbahn ...... bis zu zehn Personen auch am Dach der Gondeln befördertes ist ratsam, seinen Platz in der Gondel bereits zu Hause per Internet zu reservierengenau unterhalb der Bergstation verläuft der 140 m hohe Sky Walk Klettersteig (D/E), er gehört zu den schwierigsten der Ostalpender Ausblick von der Bergstation am Hunerkogel gegen SO: links der Koppenkarstein, welchen man auf Klettersteigen überschreiten kann (Irg-2, C/D, 350 m und Westgrat, B/C, 250 m); über den weiten Bogen rechts der Ramsauer Klettersteig (B/C, 4 km), auf dem fünf Gipfel überschritten werdengegen Osten der Schladminger Gletscher und die Hochfläche Am Stein, ganz hinten Grimming und Totes GebirgeUlli und Ronja umrunden auf dem Hallstätter Gletscher soeben das Dirndl; in der Mitte die neue Seethaler Hütte auf der Dachsteinwarte, rechts die Dachstein-Ostgratschulter, über welche wir aufsteigen werdenwir sind nicht allein: sowohl an der Schulter als auch am Randkluftsteig über den Gletscher sind schon Leute unterwegsEinstieg zur Schulter an der rechten Kantetrotz dichten Verkehrs kommt es heute zu keinen langen Wartezeitenauf den ersten Metern heißt es gleich kräftig zupackenBlick zum Gjaidstein mit einem der leichteren Klettersteige des Gebiets (A/B, 200 Hm)die Schulterkante im Profil, bei genauerem Hinsehen erkennt man etliche Begeherschöner Blick zum Gletscher und aufs Dirndlauf der anderen Seite wird das Gipfelkreuz sichtbarvon einem Absatz ...... gelangen wir rechts des Grates ...... in eine Scharte an der prallen Südwand mit Blick auf Hochalmspitze und Ankogelein weiterer Steilaufschwung bringt uns endgültig hinauf auf die Schulter ...... und damit aufs Mecklenburgband, ...... an dem es leicht fallend zur Vereinigung ...... mit dem Randkluftsteig geht; über den Mädels der Niedere Dachsteinin der Rinne durch die NO-Flanke tritt man leicht Steine los, ...... deshalb wurde der Klettersteig sinnvoll durch den festen Fels am Rand der Rinne gelegtkurz vor dem Ausstiegam bevölkerten Gipfel ...... fressen die Dohlen aus der HandGipfelpanorama vom Hohen Dachstein: im Norden Niederer Dachstein, Hohes Kreuz und das oberösterreichische Salzkammergutlinks davon der Blick in Richtung GosauAussicht in Richtung Westdie Bergsteiger am Westgrat kommen von der Adamekhütte; in der Tiefe der Rötelstein (s. Archiv)im SO wieder Dirndl, Koppenkarstein, Scheichenspitze und Niedere TauernPickel leisten beim Abstieg über die Randkluft gute Diensteden Auslauf des Steilhangs nutzt Ronja ...... zu einer gaudigen Rutschpartieunten wollen wir der neuen Hütte noch einen Besuch abstattenzuvor wird noch die Ausrüstung verstaut„Kleines Katzi“ musste unbedingt mit auf den Dachsteinviel Betrieb auf der Seethaler Hütte, kein Wunder - neben den Gletscherwanderern von der Bergstation kommen auch viele Begeher der begehrten Klettersteigkombination „Anna & Johann“ (D, 300 + 600 Hm) hier vorbei, ...... der Ausstieg befindet sich direkt neben dem DachsteinwartegipfelDachsteinwarte gegen Dirndlvon der Seethalerhütte sind wir schnell zurück ...... am Hunerkogel mit seinen Tourismusattraktionen der „Dachstein-Gletscherwelt“: eine Hängebrücke, ...... welche über einen Einschnitt in der Südwand führt, ...... die Treppe ins Nichts ...... und schließlich der Eispalast - Vorsicht! spiegelglatt gefrorener Boden, zurzeit keine Warnhinweise, Ronja ist schon hingeflogen, Ulli ist gerade dabeider Eispalast liegt sechs Meter unter der Gletscheroberflächedamit die kunstvollen Exponate nicht schmelzen, ...... werden nur maximal 40 Personen gleichzeitig in die Anlage eingelassendurch eine kurze Schneehöhle ...... und auf einem für Papa zu langsamen Zauberteppich gelangt man wieder in die Bergstation der Dachsteinsüdwandbahn zurücknoch ein Tipp zum Abschluss: über die gemütliche Austriahütte ...... kann man sich in 45 Minuten ab Talstation den wohl schönsten Anblick der Dachstein-Südwände erwandern: vom bloß 1725 m hohen Brandriedel
(28.07.20)

Literatur: Schall: Klettersteig-Atlas Österreich. Alland: Schall-Verlag.
Jentzsch-Rabl/Wissekal: Klettersteigführer Österreich. Bad Häring: Alpinverlag.

© 2018 Ulli & Erich Haderer | nature-classic@gmx.at

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