Katrin, 1542 m, Klettersteig (B/C) - Katergebirge-Überschreitung

Sieben Gipfel über dem Nussensee.

Salzkammergutberge, Bad Ischl, Oberösterreich. Aufstieg 200 (nur Klettersteig mit Seilbahnbenützung) - 1500 Hm (ohne Bahn mit allen angeführten Gipfeln).

P Katrin-Seilbahn im Ortsteil Kaltenbach, südl. vom Zentrum Bad Ischl - Ruine Wildenstein - Schipiste/Wanderweg zur Katrinalm - W-Kamm Feuerkogel - Bergstation - ca. 100 Hm Abstieg auf der Piste und Querung zum Einstieg (ausgeschildert, markiert und versichert) - Klettersteig über die Nordkante („Katrinschneid“) auf die Katrin - Ü Elferkogel - Ü Hainzen - Ü Rosskopf (1657 m, höchster Gipfel der Überschreitung mit ausgesetzter, versicherter Gratvariante) - Abstieg NW-Hänge zum Ahornfeld - als Draufgabe event. noch Jodlstein und Loskogel, gut ausgetretener Kammsteig durch die Latschen; der Direktabstieg aus der letzten Einsattelung vor dem Loskogel sw. zum markierten Steig ist weglos und kaum zu empfehlen, besser zurück aufs Ahornfeld - Ramsau, Gasthof Zur Wacht.

ÜbersichtKarteauch auf die Katrin führt seit 2011 ein Klettersteig - über die „Katrinschneid“, ihre Nordkante
Die Katrin ist einer der Hausberge Bad Ischls und zu Recht allseits beliebt. Ausflügler überwinden die 1000 Höhenmeter hinauf zur Katrinalm mit der Seilbahn (sogar mit Sekt bei der Auffahrt und Frühstück im Berggasthof zu buchen) und wandern gemütlich auf einen hervorragenden Aussichtsberg im Herzen des Salzkammerguts. Kraxelfreudige Kinder erreichen so den Einstieg zum aufregenden Klettersteig über die Katrinschneid ohne nervenden Waldhatscher. Nach bestandenem Abenteuer gondelt man wieder ins Tal. Unermüdliche verlängern die Freude - so wie wir - mit der vorliegenden Überschreitung. Ganz Unentwegte wagen sich beim Abstieg auf die vergessenen, nur mehr teilweise vorhandenen Jagdsteige hinunter in Richtung Nussensee oder gar noch weiter hinüber in Richtung Bergwerkskogel, Rettenkogel oder Rinnkogel - großteils weglose Latschengaudi für Leidensfähige, die das Besondere lieben.

hoch über der Zauner-Esplanade in Bad Ischl ...... erhebt sich der beliebte Hausberg der Kaiserstadt; der Klettersteig führt über die rechte obere Kante zum Gipfelkreuz und dem 56 m hohen Senderder Aufstieg lässt sich gut mit einem Abstecher zur Ruine Wildenstein verbindendie Höhenburg stammt aus dem 13. Jh. und war im Besitz der Habsburger; nach zwei verheerenden Bränden 1593 und 1715 wurde sie nicht mehr aufgebaut.Blick von der Ruine auf die Kaiserstadtweit schneller geht's natürlich mit der Seilbahn - hier ein Plakat aus den 50er-Jahren - ...... hinauf zur Bergstationin wenigen Minuten kann man von hier aus den Feuerkogel ersteigen; hinter den Kalmbergen zeigen sich Gosaukamm und Dachstein, ...... etwas weiter links noch der HallstätterseeUlli und Ronja kommen mit der Seilbahn heraufvon der Bergstation muss man die Schitrasse wieder etwas absteigen und (beschildert und tlw. versichert) zum Einstieg querenPlanam Klettersteig-Einstieg kann selbst unter der Woche einiges los seinvom Anseilplatz hinaus an die Kantenicht weit über dem Einstieg wird bei einer kurzen Querung schon die Schlüsselstelle erreicht (B/C)gleich darauf beginnt eine eindrucksvolle, lange Kante, ...... die eigentliche „Katrinschneid“bei gleichbleibender Steilheit und Exposition - unter uns Nussensee und Wolfgangsee - ...... hinauf zum Wandbuchdarüber dann die Gipfelwand, diesmal mit einer längeren QuerungTiefblick auf die Katrinschneid mit ihren zahlreichen Begehernüber eine steilere Kante ...... erreicht man schließlich den Gipfelgrat, ...... welcher flach und aussichtsreich ...... zum Katringipfel leitetGipfelblick auf Bad Ischl, ganz hinten links über dem Tal der Traunsteinder nächste Gipfel ist nicht allzu weit: Blick vom Elferkogel gegen Südendie meisten Leute streben wieder zurück zur Seilbahn; wir laufen in sanftem Auf und Ab weiter übers Katergebirge; hinten links erkennt man das Kreuz ...... am Gipfel des Hainzenweiter im Westen die restlichen Gipfel unserer ÜberschreitungRückblick zum Elferkogel und aufs Tote Gebirgebeim Übergang zum Rosskogel kann man zwischen der ausgesetzten, versicherten Gratvariante oder den Latschenhängen darunter wählenviel reizvoller ist natürlich die Gratschneide - ebenfalls durchgehend markiertRückblick auf die letzte Gratstufe, die auch von der schärferen Variante gemieden und nördlich umgangen wirdBlick nach Norden auf Zimnitz und Höllengebirge, links der Loskogel, eine mögliche Zugabedie letzten Meter zum Rosskogel, links die kecke Nase des RettensteinGipfelblick vom Rosskogel gegen Südwesten: links Gamsfeld, dahinter Tennengebirge und Berchtesgadener Alpen; in der Mitte Sonntagskarkogel und Wankgupf als Verbindung zu (von rechts) Rettenstein, Bergwerkskogel und Rinnkogeldas Gamsfeld im Abstieg vom Rosskogelam Ahornfeld kann man entweder gleich dem markierten Steig ins Tal folgen, ...oder noch zwei Gipfel anhängen: Jodlstein mit Wolfgangsee und SchafbergLoskogel gegen Bad Ischlbeim Abstieg lockt schon ein nächstes Ziel: die Überschreitung von Bergwerkskogel und Rettenstein (s. Archiv)
(05.09.20)

Literatur: Schall: Klettersteig-Atlas Österreich. Alland: Schall-Verlag.
Jentzsch-Rabl/Wissekal: Klettersteigführer Österreich. Bad Häring: Alpinverlag.

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