Wildkarlegg, 2532 m

Rassiger Grenzberg zwischen Porze und Kinigat.

Karnischer Hauptkamm, Osttiroler Gailtal. Aufstieg 1100 Hm.

P Prünste oder Leiten, B 111 zwischen Kartitscher Sattel und Obertilliach – Neuraut – Tränkenbrücke - Leitner Tal – Stuckenkar – Wildkarl – NW-Flanke/W-Kamm Wildkarlegg.

ÜbersichtKartedas Wildkarlegg mit seinem verführerischen Nordwestkar vom Filmoor

Schon seit Jahren steht das Wildkarlegg auf unserer Wunschliste – sein hinreißendes Nordwestkar ist uns erstmals am Neujahrstag 2012 ins Auge gesprungen, vom Filmoor auf dem Weg zur Kinigat. Im Winter verirrten sich bislang noch nicht viele Besucher auf den entlegenen Gipfel, am ehesten noch von der italienischen Seite aus dem Val Digon. Von Osttirol aber ziehen einheimische Kenner bei günstigen Verhältnissen immer öfter ihre Spuren auf diese attraktive Zinne – wie man auf unserer Karte sehen kann, gleich von mehreren Seiten.

im klirrend kalten Leitner Tal; in Bildmitte das schütter bewaldete Steilstück zum Eingang ins Stuckenkar, dahinter das Wildkarleggvom oberen Rand der Stufe auf etwa 1900 m ...... blicken wir durchs Leitner Tal zurück übers Osttiroler Gailtal hinweg auf die Felskrone des Spitzenstein (Lienzer Dolomiten; Winterbesteigung s. Archiv Bergsteigen)kurze Zeit später rechts der Felsen des Heretkofel der Eingang zum kleinen Hochtal, ...... welches den Zugang ins weitläufige Stuckenkar vermitteltüber langgezogene, von Hütten durchsetzte Almflächen ...... erreichen wir den Beginn des abgeschiedenen Wildkarls, ...... das nach dem unteren Drittel noch einmal mit einer erholsamen Flachstelle aufwartetim Rückblick die Filmoor-Hochfläche, über die man das Wildkarl aus dem Schöntal erreichen kann, mit der Kinigatder Karhintergrund steilt immer mehr auf, ...... bis uns am Kammscheitel endlich die Sonne erreichtam runden Gratrücken geht's weiter hinauf ...... über einen kurzen Steilaufschwung hinweg ...... aufs schlanke Gipfeldach, wo übers letzte Stück des Nordgrates der alternative Anstieg aus dem Obertilliacher Tal einmündetUlli auf den letzten Meternder Ausblick nach allen Seiten ist überwältigend: ...im Norden Rosskar und Heretkofel; über die weiße Schwelle zwischen Leitner und Obertilliacher Tal, den Heretriegel, führt eine weitere Aufstiegsvarianterechts davon die Fortsetzung des Karnischen Hauptkamms über Rosskarspitze und Porzeim Süden die Crode del Longerin; hier herauf kommen die italienischen Tourengeher aus dem schönen Val Digonim Südwesten die Sextener Dolomiten über der langgestreckten Costa della Spina, ...... welche hinter der Kinigat in den Karnischen Hauptkamm mündet; wir sind bereits wieder am Abstieg ...... ins romantische Wildkarl, wo uns eine herrliche Abfahrt bevorstehtBlick auf Standschützenhütte, Kinigat und Pfannspitzein den schattigen Steilhängen ...... hält sich lange bester Pulverim untersten Teil der Abfahrt ...... wird es noch einmal etwas steileres folgt die lange Gleitstrecke zwischen den beiden Stuckenseen zurück ins Hochtal ...... bis auf Höhe des Steilabfalls ...... und weiter etwas weniger genussvoll auf dem Sommerweg hinunter in den Talschluss, wo wir's die restlichen 4 km wieder brettern lassen können
(16.01.2024)

Weitere empfehlenswerte Schitouren in der unmittelbaren Umgebung:

Bösring
Dorfberg-Golzentipp – Überschreitung
Gatterspitze
Hochegg
Hollbrucker Spitze
Kinigat
Öfenspitze
Schöntalhöhe
Weißer Knoten
oder die zahlreichen Touren in Richtung Kärntner Lesachtal, wie etwa auf das Schönjöchl.

Literatur: Zink: Skialpinismus in den Karnischen Alpen. 101 Skitouren von Innichen bis Villach. Mailand: Versante Sud 2015.

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