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Archiv Bergsteigen

Hier findest du Wanderungen, Berg- und Hochtouren, auch leichte Klettereien bis zum 3. Schwierigkeitsgrad, fallweise mit Verwendung des Gleitschirms als Abstiegshilfe. Alle Gipfel sind alphabetisch geordnet, über die Suche kannst du deine Wünsche gezielt ansteuern.

Lenkspitze - Arventalspitze (Venedigergruppe)

Lenkspitze, 3105 m - Arventalspitze, 3083 m

„Tanz auf dem Vulkan“.

Venedigergruppe, Prettaukamm, Defereggental, Arvental, Erlsbach, Osttirol. Aufstieg je nach Startpunkt und Gipfelziel 1300-2200 Hm.

P Oberhausalm im hinteren Defereggental, Mautstraße von Erlsbach 6 km westl. von St. Jakob in Defereggen (Mautgebühr 9 €); oder mit MTB schon am P zu Beginn der Mautstraße (Tagesgebühr 5 €) – Seebachalm – Jagdhausalm – Arventalalm (bis hierher mit Rad auf der „Rieserfernerrunde“) – Talweg (Radfahrverbot!) bis knapp vor der Stallung auf 2250 m – Wiesenhänge nordwestl. hinauf ins Südkar – Rinne in die Scharte, 2917 m (italienischer Grenzstein g 29) – knapp links des SW-Grats an der Staats- und Nationalparkgrenze auf die Lenkspitze (Pizzo Lungo; Steinmann, windschiefes Gipfelkreuzchen, Handymasten) – event. Ü auf den 15 m niedrigeren rein italienischen NW-Gipfel (kurze Kletterstelle, großes Gipfelkreuz) – Abstieg zurück ins S-Kar bis auf ca. 2600 m und knapp unterhalb der Felsen des Arventalspitze-SO-Grats Aufwärtsquerung auf Gamsfährte im Steilgras ins nächste Kar – S-Kar/oberster SW-Grat auf die Arventalspitze (Alprechspitze, Pizzo di Alpre, in den Karten immer noch „Affentalspitze“) – Abstieg direkt ins Arvental.

Übersicht OsttirolÜbersicht hinteres DefereggentalKartedie beiden Gipfel aus Südsüdost

Eine höchst eigenartige und dennoch großartige Gipfelkombination in einem der hintersten Winkel Österreichs: Seit Erfindung des E-bikes sind die früher kaum besuchten Gipfel in greifbare Nähe gerückt und für Dreitausender relativ einfach zu haben. Obwohl mittlerweile auf beiden Bergen Gipfelkreuze stehen, sind die Anstiege aber bislang mehr oder weniger weglos geblieben. Die steilen Grashänge zu Beginn sind gut begehbar, ebenso die darauf folgenden begrünten Schutthänge. Darüber wandelt sich das Gelände und der immer schneller voranschreitende Zerfall dieser pittoresken Gebirgslandschaft wird deutlich. Schottrig-erdig-sandige Steilflanken, im Abstieg viel angenehmer zu begehen als bergwärts, erinnern an ähnliche Gegebenheiten am Ätna oder Fujiyama. Bei leichter Bewölkung in Verbindung mit Saharastaub ist dann der Tanz auf dem Vulkan im Weltuntergangsszenario perfekt und die tollen Gipfelausblicke und nie gesehenen Einblicke in die aufregende Umgebung (Rieserferner, Zillertaler, Glockhauskamm u.s.w.) werden noch einmal gruseliger. Trotz der vergleichsweise geringen technischen Schwierigkeiten sind beide Gipfel nichts für den steigverwöhnten Genusswanderer, wobei sich die Lenkspitze vergleichsweise etwas harmloser gibt. Im Gipfelbereich der Arventalspitze allerdings wird ein Ausgleiten an den blechdünnen Felsschichten der schmalen Bänder kaum verziehen.

schon von der Patscher Alm ist die Arventalspitze erkennbar - ganz rechts zwischen den beiden Bäumendie Fleischbachspitze über dem Gamskar ist nur einer der vielen selten bestiegenen Dreitausender um das hinterste Defereggentalauf der Seebachalmein breiter Fahrweg - Teil der berühmten MTB-Rieserferner-Runde - führt durch großartige Landschaft - mit dem Rad erspart man sich in unserem Fall 14 km Fußmarsch in einer Richtungauf gut 2000 m teilt sich das Defereggental in zwei Äste: rechts das Schwarzachtal, links das Arvental, dem wir folgendie berühmte Jagdhausalm mit Blick auf den Auslauf des Prettaukamms mit Reinhard und Gabelspitzendie 16 Steinhäuser mit Kapelle der Jagdhausalm, oft als „Klein Tibet“ bezeichnet, liegen im Nationalpark Hohe Tauern und stehen allesamt unter Denkmalschutz; die Alm wurde 1212 erstmals urkundlich erwähnt und gehört somit zu den ältesten Österreichsdas aus Südtirol stammende Weidevieh wird alljährlich über das 2288 m hohe Klammljoch auf- und abgetrieben; über diesen Pass führt auch die Radroute ins Reintal nach Sand in Taufersdie tagaktiven Murmeltiere gehören zu den Echten Erdhörnchen und können mit bis zu sieben Kilogramm Körpergewicht bis zu 15 Jahre alt werden; sie sind fleißige Baumeister: ihre Gänge können bis über 100 m lang werden, inklusive Sackgassen, die als Toiletten benutzt werdenmit Blick auf den gesamten Prettaukamm vom Gr. Reinhard (links) bis zur Merbspitze ...... erreichen wir die Arventalalm; von hier folgen wir dem auch für Fahrräder gesperrten Weg noch einen guten Kilometer weit und steigen dann die Grashänge links hinauf in Richtung Lenkspitze, der höchsten Erhebung des Prettaukammsim Osten der Glockhauskamm zwischen Arven- und Schwarzachtalim Süden Arventalalm, Klammljoch und die Rieserfernergruppe mit dem langgestreckten Fleischbachkeesim weiten Südkar der Lenkspitze ...... verblasst schnell das satte Grün; wir halten auf die dritte Scharte von links zu ...... und stapfen die erdige Schuttrinne hinauf ...... in die Scharte, 2927 m, ...... am Beginn des Südwestgrats der Lenkspitze; der flache, begrünte NW-Gipfel (links) trägt ein großes Kreuz, steht zur Gänze auf italienischem Boden, ist aber um 15 Meter niedriger als der Hauptgipfelnachdem man die ersten Grataufbauten bequem westseitig umgangen hat, erreicht man einen Sattel mit Blick aufs soeben durchmessene Südkar, die Arventalspitze sowie Hochgall (links) und Schneebiger Nock im Hintergrundder Lenkstein wird in letzter Zeit auch von der Südtiroler Seite wieder häufiger bestiegen, sodass sich in der erdigen Gipfelflanke eine Art Steig gebildet hatRückblick Richtung Arventalspitzeder Gipfelgrat ist typisch für diese entlegene Ecke der Venedigergruppe, genau diese Gestaltung findet man auch an der Daberspitze oder am Hohen Kreuz (s. Archiv)Gipfelblick nach Süden, ...... übers Arvental hinweg nach Osten ...... und nach Nordosten ins Herz der Venedigergruppewenige Meter weiter, am Übergang zum großen Kreuz des italienischen Gipfels, steht dieses kleine Brüderchen; Blick nach Norden über den Krimmler Tauern, links der Bildmitte die Zillertaler AlpenTiefblick über den NO-Grat ins Merbjochvor dem NO-Gipfel eine kurze Kletterstelleals zweiter Dreitausender bietet sich die benachbarte Arventalspitze an; da der direkte Übergang ...... von der Scharte alles andere als einladend ist (rechts absteigend queren und über „schlechte Platten“ zum Gipfel), ...... beschließen wir im Südkar wieder abzusteigen ...... und möglichst hoch auf Gamsspuren hinüberzuqueren ...... ins SO-Kar zwischen den Gabelspitzen und der Arventalspitze (rechts)auch auf diesem Normalweg haben wir heute früh Bergsteiger gesehen; der Anstieg ist vielleicht noch „vulkanartiger“ als an der Lenkspitze, die Gipfelkuppe aber auch etwas unangenehmeram oberen Rand des Kares queren wir knapp am Wandfuß des Verbindungsgrates zu den Gabelspitzen ...... hinüber zum kurzen Gipfelgrat, wo eine Art Steigspur entlang teils blechdünner Felsschichten den besten Weg weistRückblick zu den Gabelspitzeder Gipfel mit dem nordisch wirkenden Holzkreuzdie Aufschrift gibt den Südtiroler Namen Alprechspitze an (nach der westlich unterhalb gelegenen Alm, ital. Pizzo di Alpre)noch einmal der bereits von der Lenkspitze bekannte Gipfelblick gegen Nordostder von Saharastaub eingetrübte Abstieg ...... gleicht wieder einem „Tanz auf dem Vulkan“
(27.08.2026)

Literatur: Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Lienz-Tristach: Verlag Grafik Zloebl 2007.
Peterka: AV-Führer Venedigergruppe. München: Rother.

Gamswiesenspitzen, „Madonnenklettersteig“, C (Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten)

Gamswiesenspitzen, 2486 m

Überschreitung auf dem „Madonnenklettersteig“ (C).

Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten, Lienz, Osttirol. Aufstiege 1200-1500 Hm.

Zwei mögliche Ausgangspunkte: P1 Lienzer Dolomitenhütte, 1610 m (Mautstraße von Lienz/Tristach, Tagesmaut 9 €) - Insteinhütte - Marcher Stein - Kerschbaumertörl - 200 Hm Abstieg gegen Westen zum Klettersteig-Einstieg. - Oder P2 Klammbrückl, 1100 m - Klapffall (event. Klettersteig „Verborgene Welt“, D) - Kerschbaumeralm-Schutzhaus, 1902 m - Wanderweg Richtung Kerschbaumertörl bis zur Abzweigung, ca, 2100 m. -
Gr. Gamswiesenspitze - Gamsschartl (hier Notabstiege bzw. Normalwege nach beiden Seiten) - Kl. Gamswiesenspitze - Kerschbaumertörl - Parkplätze.

ÜbersichtKartedie beiden Gamswiesenspitzen vom Aufstieg in die Laserz (von NO); der Madonnenklettersteig führt über die Rückseite auf die Große (rechts) und weiter übers Gamsschartl auf die Kleine

Eine abwechslungsreiche Klettersteigrunde im Herzen der Lienzer Dolomiten zwischen Laserz und Kerschbaumeralm - großartige Aussicht nach allen Richtungen garantiert. Auch die Dramaturgie am nicht allzu schwierigen Klettersteig ist nicht von schlechten Eltern: Während die Route zu Beginn im eher schrofigen Gelände die schönsten Felsrippen sucht, turnt man schon bald über eine eindrucksvolle Hängebrücke hinaus zum obersten Westgrat und passiert dort die namensgebende „Madonna“, eine kleine Felsnadel am schärfsten Gratstück. Richtig spannend wird's im Gamsschartl zwischen den beiden Gipfeln, wo man notfalls nach beiden Richtungen absteigen kann. Steil führen die Drahtseile auf die Spitze eines kleinen Pfeilers und weiter durch die kompakte Wand in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Gamsplatte“ und der NO-Kante der Kl. Gamswiesenspitze - zwei beliebte Klettertouren im Bereich der Karlsbader Hütte. Der Verbindungsgrat zwischen den beiden Gipfelzacken - über einen scharfen Felsturm und eine tiefe Scharte - ist noch ein letztes Ferrata-Kabinettstück und ein würdiges Finale. Beim Abstieg ins Kerschbaumertörl können wir uns wieder mehr der wilden Umgebung widmen und neue Pläne schmieden.

früher Aufbruch bei der Dolomitenhütte; erstes Licht am Spitzkofelgratdie Laserzwände über der Insteinalmdie ersten Sonnenstrahlen treffen auf den Verbindungsgrat der Gamswiesenspitzen; wir steigen außerhalb des linken Bildrands hinauf ...... ins Kerschbaumertörl und auf der Westseite ...... wieder 200 Hm hinunter ...... zum Einstieg des Madonnenklettersteigs; die Infotafel ...... gibt Aufschluss über Routenverlauf und zu erwartende Schwierigkeitenzu Beginn verfolgt das Stahlseil die schönsten und kompaktesten Rippen ...... auf einen Sporn über der Gamswiesengangschluchtden gratartigen Sporn kurz hinauf und Quergang an steiler Wand ...... zur Hängebrücke; hoch oben am Westgrat erkennt man die schlanke Felsnadel der „Madonna“jenseits der Hängebrücke geht es erst in gestuftem Gelände, ...... dann immer steiler hinauf zum oberen Westgrat ...... mit der „Madonna“Rückblick über Madonna und Gamswiesengangturm auf die Spitzkofelgruppe, links der Kreuzkofel (s. Archiv)Tiefblick auf den Westgrat; dicht an der rechten Kante des Gamswiesengangturms erkennt man das Kerschbaumeralm-SchutzhausBlick vom obersten Westgrat auf den Spitzkofel-Nordgrat mit seinen fünf charakteristischen Türmen, dahinter Villgratner Berge und Venedigergruppeüber eine zahme Headwall gelangen wir in Kürze ...... zum Ausstieg des ersten Teils; links der Zochenpass als schöner Übergang von der Kerschbaumeralm ins Lesachtal, darüber die Weittalspitze (der winterliche Ostgrat-Klettersteig im Archiv), Weittalsattel und Eisenschussam First des Gipfeldachs (Blick gegen Westen) ...... laufen wir hinüber zum höchsten Punkt der Gr. Gamswiesenspitze; jetzt ist völlig klar, woher der Berg seinen Namen hatGipfelblick gegen NO auf Gr. und Kl. LaserzwandGipfelpanorama gegen Norden ...... und Osten; die Große Sandspitze ist der höchste Gipfel der Lienzer Dolomitengegen SSO der Hauptkamm vom Wildsender (links) über den Seekofel bis zum Simonskopf; ganz nah die glatten, schattseitigen Wände der Kl. Gamswiesenspitze, durch die der zweite Teil unseres Klettersteigs führtbeim Abstieg am Gipfeldach erkennt man deutlich die Drahtseile am Westgratvom Gamsschartl könnte man die Tour nach beiden Richtungen hin abbrechenwir machen uns aber über die Kl. Gamswiesenspitze, die sich beinahe noch abwechslungsreicher gestaltet als die Großezum Auftakt eine kurze Querung in die Nordwand und ein kompakter Pfeiler, ...... den man mehr oder weniger direkt erklimmtdie anschließende glatte Wand ist vom Fels her nahezu ident mit der benachbarten „Gamsplatte“ (s. Gamswiesenspitze im Archiv Klettern), nur dass dort das Drahtseil fehltaus der Nordwand rechts auf den begrenzenden Grat hinaus und zur Höhe des Westgipfelsder Übergang zum zweiten Gipfelzacken greift dann noch einmal tief in die Trickkistezuerst wird ein scharfer Felszacken überlistetdann folgt unvermutet ein tiefer Abstieg in die Schartezuletzt folgt man dem Seil hinauf zum nahen OstgipfelRückblick zum Westgipfel der Kleinen und aufs Gipfeldach der Großen Gamswiesenspitze, ganz hinten das Spitzkofelmassivüber die versicherte Steiganlage des SO-Grats erreichen wir bald wieder das Kerschbaumertörl
(22.10.2019)

Literatur: Messini: Osttirol. Alpinklettern, Klettergärten und Klettersteige. Mailand: Edizioni Versante Sud 2018.
Klettersteige und Plaisirrouten in der Ferienregion Lienzer Dolomiten. Tristach: Zloebl.

Kreuz, Hohes (Venedigergruppe)

Hohes Kreuz, 3159 m

Heikler Hausberg der Clarahütte.

Venedigergruppe, Virgental, Prägraten, Osttirol. Aufstieg 1700 Hm.

P Ströden im hintersten Virgental, knapp 5 km westl. von Prägraten, 15 km von Matrei - Islitzer Alm - Umbalfälle - Umbaltal – Clarahütte – Steg – Mittlerer Tredeber mit dem „Theo Brandstätter Weg“ – Achselkörle – ONO-Grat. Abstieg auf selbiger Route.

ÜbersichtKarteeine halbe Runde ums Hohe Kreuz gegen den Uhrzeigersinn: von SO (Rosenspitze); wir kommen vom ONO-Grat rechtsNormalanstieg von Nordosten aus dem Umbaltal (Clarahütte)unser Gipfel von Norden (Iselquelle)

Gleich 15 Dreitausender umringen die fein bewirtschaftete Clarahütte, die aufgrund des weithin bekannten Iseltrails meist ausgebucht, aber dennoch gemütlich geblieben ist. Das Hohe Kreuz ist zwar der Hütte am nächsten gelegen, wurde nach seiner Erstbesteigung 1904 (Hechenbleikner/Berger) aber lange Zeit links liegengelassen. Die Errichtung eines Gipfelkreuzes samt millimetergenau eingerichtetem Spiegel, welcher alljährlich zur Mittagsstunde der Wintersonnenwende einen Sonnenstrahl nach Prägraten reflektiert, riss den gewaltigen Koloss schließlich aus dem Dornröschenschlaf: Die spärlichen Steigspuren durch die steilen Hänge werden immer deutlicher und der Hüttenwirt sorgt für die notwendigsten Markierungspunkte. Dennoch sollte man die Besteigung nicht auf die leichte Schulter nehmen; schon die Erstbegeher erzählten von „einigen Kletterstellen in talgartigem Glimmerschiefer“ und die Felsqualität verbessert sich in Zeiten wie diesen eher auch nicht. Ganz gut charakterisiert Georg Zlöbl in seinen Dreitausendern Osttirols (s. Literatur) die Erfordernisse:
… kein leichtes Unterfangen, Kondition, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind für den Gipfelgang gefragt … Beim Steilaufschwung zum Gipfelgrat kann bei den teils erdigen Felsstufen das Eisgerät ebenfalls von Nutzen sein. Dort ist es auch nicht falsch, weniger Geübte mit einem Seil zu sichern …
Die Gipfelschau ist dann allerdings großartig und wieder zurück auf der Hütte schmeckt das Bier besonders gut.

morgendlicher Blick von der Clarahütte zur Rötspitzeauf schmalem Steg überqueren wir die Isel und streben links hinauf ...... dem Theo Brandstätter Weg zu; Vorsicht: kein Steig für den Durchschnittswanderer!die Steigspuren führen teils steil und erdig durch die abschüssigen Grasflanken zur Höhe ...... und sind nicht immer so gut erkennbar wie hier; wo die Isel scheinbar endet, stürzt sie mit den Umbalfällen hinunter ins VirgentalEdelweiß am Wegauf etwa 2500 m, wo das Gras langsam schütter wird, ...... gabelt sich der Weg: geradeaus weiter auf die leichtere Tredeberspitze, ...... links hinüber ins Achselkörleim Nordosten an der Dreiherrenspitze das Dreiländereck Südtirol-Salzburg-Osttirolschon tief unter uns die Clarahütte mit einem halben Dutzend weiterer Dreitausender; in Bildmitte links aufwärts beginnt die „Alpenkönigroute“ - abenteuerliche Direktverbindung zur Essener-Rostocker-Hütte (s. Archiv Wiesbauerspitze)das Achselkörle ist eine grasige Mulde parallel zum ONO-Grat des Hohen Kreuz, auf den wir weiter oben hinausqueren werdenMarianna und Reinhold im Achselkörledie „Achsel“ ist eine Verflachung im ONO-Grat unseres Berges; jenseits des Dabertals der Großschoberoberhalb der Bildmitte suchen wir uns den günstigsten Durchschlupf hinaus auf den Grat, der zunächst zum Vorgipfel leitetdas Kar wird immer felsiger, ...... über eine kurze Reibungsstelle ...... tasten wir uns vorsichtig in die heikle GratflankeReinhold auf schmaler Grasrampe entlang des Grates; etwas vorteilhafter kommt man am Grat selbst weiterBlick aus dem Schatten des Vorgipfels hinüber auf Daber- und Rötspitze; links hinauf ...... nur mehr wenige Meter auf den Vorgipfel, rechts hinten schon das GipfelkreuzVorgipfel gegen Norden, von hier ...... ein netter Gratrücken zum Gipfelnur die letzten Meter zum Kreuz werden wieder etwas steilerReinhold am Gipfel, bei genauerem Hinsehen erkennt man den schräg gestellten Spiegel, der am 21. Dezember zu Mittag einen Sonnenstrahl nach Prägraten reflektiertRückblick gegen Osten auf den flachen Gipfelgratrechts anschließend Lasörling- und Panargenkammim Süden ganz hinten noch die Rieserfernergruppeder lange Grat  im Südwesten ab dem Törlkopf trägt mehrere Erhebungen über 3000 m: sie werden mit Ausnahme der Rotenmannköpfe (rechts) nicht als selbständige Gipfel gewertet, da sie die geforderten 30 m Höhenunterschied zur nächsten Scharte nicht erfüllender Grat („Umbalkamm“) setzt sich rechts (nördlich) fort und kulminiert in Daberspitze und Rötspitzenoch weiter rechts entspringt am Fuß der Dreiherrnspitze aus dem Gletschertor des Umbalkees-Abbruchs die Isel (s. Archiv Iseltrail)den Abstieg beginnen wir mit berauschendem Blick auf die zentrale Venedigergruppehinüber zum Vorgipfel und dann den steilen, erdigen Spuren direkt am Grat hinunterin Sichtweite der Clarahütte ...... ein letzter Blick zum Umbaltalschlusswie bei den Hobbits hat man wegen der extremen Lawinengefahr die Hütte in den Hang gebautbevor wir die Clarahütte erreichen, gilt es noch ein kleines Abenteuer zu bestehenein Teil des Stegs wurde vom letzten Unwetter weggespült; da die Isel als Gletscherfluss am Nachmittag wesentlich mehr Wasser führt als in der Früh, ...... muss man sich unter Umständen schon etwas einfallen lassen, um endlich zum verdienten Bier zu kommen
(12.08.2026)

Literatur: Peterka: AV-Führer Venedigergruppe. München: Rother.
Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Lienz-Tristach: Verlag Grafik Zloebl 2007.

Rosenspitze (Venedigergruppe)

Rosenspitze (Venedigergruppe)

Rosenspitze, SW-Gipfel, 3022 m

Ein Lieblingsberg Ludwig Purtschellers.

P Ströden im hintersten Virgental (gebührenpflichtig) - Islitzer Alm – Umbalfälle – (Clarahütte, empfohlen, s. Archiv unter Iseltrail) – Dabertal – Leitbachtal – gesamter SW-Grat über Rosenlenkenkopf, 2809 m und Rosenlenke auf das Gipfelpaar der Rosenspitze – Sentenböden – Rudolf-Tham-Weg zur Reichenberger Hütte am Bödensee – Bachlenke – Großbachtal – Großbachalm – Stürmitzalm – Islitzer Alm – Ströden.

ÜbersichtKartedie „doppelgiebelige“ Rosenspitze von Südosten (Weißes Beil, Panargenkamm)

Ich stehe nicht an, die sich hier darbietende Aussicht als eine der großartigsten und dankbarsten in den Tiroler Bergen zu erklären. -
Fast auf den Tag genau vor 130 Jahren wurde die Rosenspitze erstmals erklommen. Der berühmte Innsbrucker Lehrer und Bergsteiger Ludwig Purtscheller, Erstbesteiger des Kilimandscharo, galt damals als einer der besten Kenner der Alpen, in denen er über 1700 Gipfel bestieg. Seiner kompetenten Meinung wird niemand widersprechen, der es auf diesen entlegenen 3000er schafft: Neben dem exzellenten Blick auf den Großvenediger und seine Trabanten (nur vom Hauptgipfel) entschlüsseln sich die geheimsten Winkel der Hohen Tauern, etwa die Hohe Grube (s. Archiv Wiesbauerspitze), das von 15 Dreitausendern umrahmte hintere Umbaltal oder der fast schreckhafte Blick in die Riesenspalte des Daberthales – mit seinen entsetzlich steilen, grün angehauchten, wandgestuften Hängen eine der wildesten Schauplätze der Lawinen …
Wir kommen vom Gletschertor der Isel am Umbalkees, haben frühmorgens wegen der etwas unstabilen Wetterlage unsere Pläne geändert, wollen eher auf markierten Wegen bleiben. Auf dem Weg zur Reichenberger Hütte können wir jedoch dem Ruf der unter Kennern legendären Rosenspitze nicht widerstehen und steigen noch im Leitbachtal in gerader Linie auf den langen SW-Grat hinauf – ab der Rosenlenke der Weg des Erstersteigers, in neuerer Zeit kaum mehr begangen, teils steiles sandiges Geröll, weit oben eine kurze Kletterpassage aus den Schieferbändern der Nordseite auf den Grat hinaus.
Der heute übliche, unkompliziertere Aufstieg von der Reichenberger Hütte zum 38 m höheren Hauptgipfel führt von den Sentenböden an der Südseite in die Scharte zwischen beide Gipfel.
Die ausgedehnte Runde (oder die extravagante Abstiegsvariante von der Clarahütte) ist übrigens auch ohne Gipfelbesteigung eine äußerst lohnende Unternehmung.

wir befinden uns bei der Einmündung des Daberbachs ins Umbaltal, zwischen den berühmten Wasserfällen und der Clarahütte (Zustiegsbilder s. im Archiv unter Iseltrail); links unser Steig in Richtung Reichenberger Hüttenach kurzem Abstieg überqueren wir die noch junge Isel ...... und marschieren auf gutem Steig ins wolkenverhangene Dabertal hinaufoben an der Talgabelung ...... verziehen sich die Nebel; Blick gegen WNW ins Karbachtal und den langen Südgrat zur Daberspitze, rechts Hohes Kreuzetwas weiter links das fast 3000 m hohe Rotenmanntörl, das den Übergang ins Defereggental ermöglichtdas Wetter entwickelt sich nicht so schlecht und wir verlassen noch vor der Daberlenke den Weg links hinauf ...... auf den vorerst breiten Kammrücken des gesamten SW-Grats der Rosenspitzeschon von hier gewinnt man interessante Einblicke in verborgene Winkel der Venedigergruppeauf der Südseite des Kammes satte Wiesen ...... mit Unmengen von Edelweißauf der Höhe des Rosenlenkekopf, 2809 m, verschärft sich der Kammüber ein paar einfache Kraxelstellen ...... hinunter in die Rosenlenkeder weitere Anstieg am eigentlichen SW-Grat, dem Weg des Erstersteigers Ludwig Purtscheller (anno 1896) ist großteils etwas bröcklig und wird heutzutage nur mehr selten begangenam besten hält man sich immer knapp neben dem Gratim Süden Daberlenke und der Panargenkamm: von rechts Keesegg, Panargenscharte und AlplesspitzeRückblick in Richtung Rotenmanntörlim Westen Hohes Kreuz und Daberspitzeim Norden Daber- und Umbaltal, in den Wolken verborgen die Dreiherrenspitze, rechts der Großschoberurplötzlich lüftet auch die Rötspitze ihren Schleiernoch ein Rückblick auf die Gabelung des Dabertals; der Kamm wird zur Schneidezuerst bequeme Schieferbänder in der Nordseite, ...... welche man an geeigneter Stelle rechts hinauf zum Grat verlässtso finden wir uns am SW-Gipfel wieder; der heute übliche Aufstieg führt von rechts ...... über die Schutthänge der Südseite in die Scharte zwischen beiden Gipfeln; der Nachbar-Dreitausender rechts ist die Reichenberger Spitzeauf den weitläufigen Sentenböden (links Rosenlenke, dahinter Daberspitze) ...... finden sich immer wieder prächtige Blumenpolsterim Osten der lange Grat von der Reichenberger Spitze zur Grauen WandRückblick auf die Rosenspitze, jetzt erkennt man den heute üblichen Normalweg in die Scharte zwischen den beiden Gipfelnan der Südkante der Sentenböden gegen Trojeralmtal und den Auslauf des Panargenkamms; von hier steigen wir ...... durch eine kurze Schlucht auf den bereits sichtbaren ...... Rudolf-Tham-Weg in Richtung Reichenberger Hütte abRückblick auf den gestreckten Giebel der Rosenspitzevor uns das Finsterkar mit seiner interessanten Umrahmunghinter der Hütte der düstere Panargenkamm: von links Alplesspitze, Panargenscharte, Keesegg und Panargenspitzevor der Hüttentür der malerische Bödenseevon der Bachlenke steigen wir links hinunter ins Großbachtal; in unserem Rücken ...... der grüne Bachlenkenkopf, ein beliebter HüttenbergTiefblick ins Großbachtal, rechts hinten das Gletscherdach des Großvenedigerkaum jemand verirrt sich heute noch ins entlegene Bachlenkenkaraus der sich verengenden Großbachschlucht ragen Quirl und Ogasilspitze (winterliche Besteigung s. Archiv)Rückblick auf die Bachlenkeauf einem kleinen Wiesenplateau hoch über der Schlucht die Großbachalmjenseits der Schlucht das einsame Rasbachkar mit dem Kleinschober rechts und dem Verbindungsgrat Großschober - Rosenspitzevon der Großbachalm führt ein extrem steiler Fahrweg ...... in unzähligen Kehren (Rückblick zum Kleinschober) ...... vorbei an der Stürmitzalm (von links Toinigspitze, Kriselachspitze und Kleinbachtal) ...... hinunter zur Islitzer Alm und zum Ausgangspunkt unserer Runde in Ströden
(21.07.2026)

Literatur: Peterka: AV-Führer Venedigergruppe. München: Rother.
Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Tristach: Zloebl 2007.
Gasser: Erlebnis Osttirol. Graz: Leopold Stocker Verlag 1979.



Wiesbauerspitze - Schinagl (Venedigergruppe)

Wiesbauerspitze (Mullwitzkopf), 2768 m – Schinagl, 2875 m

Außergewöhnliche Landschaftsbilder entlang der „Alpenkönigroute“.

Venedigergruppe, Virgental, Prägraten, Osttirol. Aufstieg 1800 Hm.

P Ströden im hintersten Virgental, knapp 5 km westl. von Prägraten, 15 km von Matrei - Islitzer Alm - Umbalfälle - Umbaltal - bez. Steig über den Wiesenberg – Wiesbauerspitze - Hochkar – ab hier der Westteil der Alpenkönigroute: Hohe Grubenscharte (auch: Quirlscharte) – Hohe Gruben – O-Flanke/SO-Kamm zum Schinagl – Steingrube – Zunagl – Clarahütte – Umbalfälle - Ströden.

ÜbersichtKarteder erste (östliche) Teil der Tour - ab Hochkarscharte (zwischen Hochkarkopf und Quirl) folgen wir der AlpenkönigrouteTeil zwei ab Hohe Grubenscharte (ganz rechts in den Wolken) über den Schinagl mit Steilabstieg zur Clarahütte

Ein neu angelegter Steig hoch über den Umbalfällen lässt den ambitionierten Wanderer seit 2013 ohne besondere Hindernisse den einst kaum besuchten Mullwitzkopf erreichen. Dass nach dem Verkauf des Berges an einen Wiener Wurstfabrikanten sein Gipfel kurzerhand in Wiesbauerspitze umbenannt wurde – was seinerzeit zu starken Kontroversen geführt hat – bereitet uns heute nicht mehr allzu viel Kopfzerbrechen. Die Ersteigung dieses wirklich hervorragenden Aussichtspunktes ist aufgrund der ausgestochenen neuen Wegtrasse natürlich wesentlich einfacher geworden, vielen unserer ehrenamtlichen Erschließern und Wegerhaltern wäre es dennoch peinlich, am Gipfelkreuz als „große Gönner“ verewigt zu werden. Wurscht. -
Meist wird der Gipfel wieder am Anstiegsweg verlassen, wir queren aber gleich unterhalb des höchsten Punktes gegen Nordwesten ins Hochkar zwischen Ogasilspitze und Zopatkogel hinauf. Knapp unterhalb der Hochkarscharte klinken wir uns in die vereinzelten Steigspuren der Alpenkönigroute ein. Diese etwas heikle Direktverbindung von Essener-Rostocker- und Clarahütte führt durch ein landschaftliches Märchenland von Weltklasse. Die Knackpunkte lauern im westseitigen Abstieg von der Hohen Grubenscharte (viel loses, erdiges Geröll), im Aufstieg zum Schinagl (vom südlichen Seeufer steil schräg links hinauf!) und am finalen Steilabstieg zur Clarahütte ab dem Zunagl, einer Aussichtsterrasse am südwestlichen Abbruch der Steingrube. Wegfindung nicht immer einfach, teilweise Steilgelände, welches kein Ausgleiten verzeiht, bei Unsicherheit begibt man sich am besten unter die Fittiche eines Bergführers.
Als Stützpunkt ist die gut geführte Clarahütte sehr zu empfehlen, sie ist Ausgangspunkt zu zahlreichen weiteren lohnenden Unternehmungen: 15 Dreitausender wie Dreiherrenspitze, Rötspitze, Hohes Kreuz oder der Hüttenübergang zur Reichenberger Hütte (s. Archiv Rosenspitze).

am Endpunkt der Virgentalstraße liegt Ströden, ein Einzelgehöft mit Herz-Jesu-Kapelle sowie ausreichend gebührenpflichtigen Parkplätzen, im Sommer auch mit öffentlichem Bus erreichbar; auf der Anhöhe rechts ...... die idyllische Hubertuskapellean der Gabelung Maurertal-Umbaltal steht eine Miniaturausgabe des Gipfelkreuzes auf der Wiesbauerspitzeam Zustieg passieren wir die berühmten Umbalfälle, ...... eines der vielen gewaltigen Osttiroler Naturschauspiele; mehr Bilder vom Iseltrail im gleichnamigen Archiv-Berichtetwa zwei Kilometer vor der Clarahütte die Abzweigung zum relativ neu angelegten Steig auf den sogenannten Wiesenberg; heute mit von der Partie Marianna, Sabine und Reinholdvon der jungen Isel leitet der Steig über ein paar kurze Steilstufen ...... hinauf zu den zufriedenen Ziegen unter den steilen Südhängen der Ogasilspitze (winterliche Besteigung s. Archiv Bergsteigen)hier oben beginnt die lange, flache Querung hinüber zum Gipfeldach der WiesenspitzeEdelweiß am WegesrandBlickrichtung West, der Schinagl wird als Zugabe heute noch überschrittenfaules Murmeltier hoch über den Umbalfällentrotz der Kontroversen um den Verkauf und die Umbenennung des Berges sind viele Bergsteiger dankbar für die neu gegrabene Trasse durch die teils extrem steilen Wiesenhängedie Wiesbauerspitze liegt praktisch über den Dächern von Ströden - mit dem Umweg durchs Umbaltal ...... haben wir uns die einzige Schwachstelle auf den großartigen Aussichtsberg erkauftvor Errichtung des Steiges hatte der ehemalige Mullwitzkogel tatsächlich wesentlich weniger Besuchwir starten die Gipfelschau im Norden: das Maurertal mit Gr. Geiger und Großvenedigerim Uhrzeigersinn geht's weiter: Eichhamstock und dahinter Frosnitzkamm, welche das Virgental im Norden begrenzenVirgental mit Matrei und Schobergruppe im Hintergrundanschließend die Lasörlinggruppe, ...... das Kleinbachtal ...... und das Großbachtal mit dem direkten Übergang aus dem Umbaltal zur Reichenberger Hütte (s. Archiv Rosenspitze)im Westen schließlich die Talgabel Daber- Umbaltal und die Ogasilspitze; ungefähr an der Licht-Schatten-Grenze unsere Querung des Wiesenbergesdie Damen steigen am Anstiegsweg zurück zur Isel, die Herren marschieren ins Hochkar hinauf und klinken sich unterhalb des Quirl in die „Alpenkönigroute“ ein, der etwas verwegenen direkten Verbindung Essener-Rostocker-Hütte - Clarahüttemöglichst weit oben queren wir - ...... vorbei an der Scharte vor dem Zopatkogel, wo die Osterinsel den Großvenediger grüßt - ...... auf spärlichen Steigspuren und mit sporadischen Markierungen ins Hochkar hineinganz oben erreichen wir inmitten einer fantastischen Mondlandschaft die AlpenkönigrouteRückblick gegen Südostan der Hohen Grubenscharte beginnt der zerschartete Nordgrat auf die OgasilspitzeTiefblick vom Gratbeginn auf Hohe Grube und Schinagl, unsere nächsten Zieleauf der anderen Seite der urweltliche Quirl, ...... welcher alle paar Meter sein Aussehen verändert: Reinhold beginnt ...... im Anblick des Steingrubenkogel den etwas unbequemen Abstieg über die steilen Erd-Geröll-Halden ...... in die weitaus lieblichere Hohe Gruben, die wir anschließend diagonal zum Fuß des Schinagl hin durchwanderndie „Höahe Grüeben“ ist umgeben von bizarren Dreitausendern wie der Ogasilspitze; Mitte August sind die verträumten Seen heuer bereits halb ausgetrocknetim Nordwesten begrenzt der mauerartige Südgrat des Steingrubenkogel die Grubenden größten, südlichsten See passieren wir auf der linken Seite und werden in der Folge den steilen Wiesenhang links hinaus auf den Kamm des Schinagl steigendie Südspitze des Sees mit Steingrubenkopf und QuirlRückblick zur Hohen Grubenscharte vom Aufstieg zum SchinaglSchinaglgipfel gegen Dabertal, von links Großschober, Panargenkamm und Hohes Kreuz (s. Archiv)Tiefblick auf Hohe Gruben mit Ogasilspitzeder anfangs breite Südkamm zum Steingrubenkogelder Abstieg vom Schinagl in Richtung Rötspitze vollzieht sich zunächst auf einem rampenartigen Plateau, ...... welches gemächlich von der Steingrube herunterzieht, ...... vom linken Rand weg aber mit extremen Steilhängen zur Isel abstürztauf der Aussichtsterrasse des Zunagl wenden sich die sporadischen Steigspuren scharf nach links ...... die einzige Schwachstelle der Abbrüche hinunterdie grasigen Steilhänge werden immer wieder ...... von felsigen Abschnitten unterbrochenzwei Passagen sind mit Seilen versichertinsgesamt verlangt dieser finale Abstieg zur Clarahütte (rechts unten wegen der Lawinen hobbitmäßig in den Hang gebaut) trotz vereinzelter Markierungen einiges Gespür in der Wegfindung und ist auch gehtechnisch nicht zu unterschätzen
(11.08.2026)

Literatur: Peterka: AV-Führer Venedigergruppe. München: Rother.
Zahel: Osttirol zwischen Hohen Tauern und Karnischen Alpen. 50 Touren. München: Rother Wanderbuch 2012.
Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Lienz-Tristach: Verlag Grafik Zloebl 2007.

  1. Iseltrail (Hohe Tauern)
  2. Ogasilspitze (Venedigergruppe)
  3. Blauspitze, SW-Grat-Klettersteig, C/D (Granatspitzgruppe)
  4. Gölbner (Villgratner Berge)
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